USA - Kanada

Reise 2022

von Kalifornien nach Alaska und zurück

Freitag, 22. April 2022

 

Entgegen meiner Planung hat nun meine neue Amerika-Reise bereits heute begonnen. Aufgrund der Vorschriften der US-Behörden müssen alle Einreisenden beim Abflug einen negativen Covid-Test vorweisen, der nicht älter als 24 Stunden sein darf. 

Also bin ich am Freitagabend mit dem Zug zum Flughafen gefahren und habe dort den Test vornehmen lassen. Dann ging es zum Vorabend Check-in der SWISS. Zuerst wollte ich warten, bis ich den Bescheid des Tests erhalten habe. Als dann aber die Warteschlange immer länger wurde, entschied ich sofort anzustehen. Der Bescheid ist dann lange bevor ich beim Check-in-Desk war, eingetroffen. Das Check-in verlief dann, auch ohne die Impf- und Testdokumente hochzuladen, sehr speditiv.

Dann fuhr ich mit dem Taxi zum Hotel Radisson in Rümlang, wo ich für die Nacht gebucht hatte. Dieses hat mir sehr gut gefallen. Eine freundliche Dame am Empfang, ein sehr feines Nachtessen und ein grosses sauberes Zimmer. 


Samstag, 23. April 2022

 

Am Morgen fuhr ich dann nach einem guten Frühstück mit dem Shuttle Bus wieder zum Flughafen. Dort ist die Wartezeit bis zum Boarding mit Handgepäckkontrolle, Passkontrolle recht schnell vorbeigegangen.

Das Boarding hat pünktlich begonnen und so waren wir bereit, planmässig um 13.10 zu starten. Da aber vor uns noch vier weitere Flugzeuge starten sollten, mussten wir ein paar Minuten warten. Etwa 10 Minuten verspätet konnten wir dann abheben. Dank des schönen Wetters verlief der fast 12 Stunden dauernde Flug ruhig. 

Ich habe einen Fensterplatz bekommen und konnte so die Landschaft unter uns sehr gut sehen, unter anderem die Küstenberge von Grönland, dann die verschneite Landschaft im Nordosten von Kanada und später die Rocky Mountains. Und dann auch beim Anflug auf den Flughaben von San Francisco, wo wir zuerst über die Golden Gate Bridge, dann an der Bay Bridge vorbei bis hinunter zur San Mateo Bridge flogen. Dort wurde gedreht und der Anflug erfolgte dann von Süden auf die Landepiste.

Als ich nach längerer Wartezeit beim Einreisebeamten vorsprechen konnte, wurde ich wie üblich nach dem Zweck und der Dauer der Reise gefragt. Nachdem ich dem freundlichen Beamten meine Ziele genannt hatte und er festgestellt hatte, dass dies nicht das erste Mal war, kam ein freundliches und herzliches «Welcome back».

Mit einem Uber Fahrer ging es dann nach Downtown, wo das Mosser Hotel wartete. Nach dem Einchecken und dem Gepäck aufs Zimmer bringen bin ich dann noch einen kurzen Abendspaziergang machen gegangen.  San Francisco ist immer noch dieselbe schöne Stadt, hat aber sehr viele «Homeless People».

Bereits etwa um 9 Uhr bin ich dann eingeschlafen. Da die Umgebung relativ laut war, habe ich nicht so gut geschlafen und bin etwa alle zwei Stunden aufgewacht. 

Sonntag, 24. April 2022

 

Da mein Hotel Mosser kein Frühstück anbietet, suchte ich bei einem Morgenspaziergang ein Frühstücks-Restaurant. Unterwegs habe ich zwar einzelne solche gesehen, aber es passte mir keines – eine zu voll, das andere zu leer und das Dritte öffnete erst später.

Dabei bin ich bis zum Farmers Market in der Nähe der City Hall gekommen. Also habe ich zuerst diesen besucht und dort dann eine Mitarbeiterin an der Information nach einem Frühstücksrestaurant gefragt. Sie wisse keines, aber in der Nähe sei ein Café, bei dem ich auch Frühstücken könne. 

Dieses habe ich dann auch gefunden. Dort waren diverse Gipfel, Muffins und weiteres Gepäck in der Auslage. So habe ich einen Gipfel, einen Schoggigipfel und einen grossen Kaffee bestellt. Das schmeckte hervorragend. Später habe ich dann festgestellt, dass auch verschiedene Frühstücksteller hätten bestellt werden können (so mit Ei und Speck und und und...).

Weiter ging es dann zu Verizon, wo ich eine neue Telefonkarte kaufte, und dann versuchte ich im Hotel verschiedene Programme zu updaten, damit ich das «amerikanische» Telefon auch wieder brauchten kann – mit Erfolg…

Als nächstes war die Mission San Francisco de Asis, die auch als Mission Dolores benannt wird, an der Reihe. Mit Streetcar und Metro ging es hinaus in den Mission District. Dort besuchte ich zuerst die Basilika, dann fand ich auch den Eingang zum Rundgang für die Besucher. Die Mission San Francisco ist die Dritte von Norden in einer Kette von 21 katholischen Missionen (Kloster). 

Danach bin ich mit Metro und Streetcar zurückgefahren. Nach einem ausserordentlich feinen Mittagessen in John’s Grill ging’s dann zum Port of San Francisco. Der dortige Marketplace ist immer einen Besuch wert. Beim Fisherman’s Wharf habe ich dann noch den Nationalpark Pass gekauft. Die nette Dame hat mir dann den Seniors Pass für US-$ 20.- verkauft, obwohl ich sie deutlich darauf aufmerksam gemacht habe, dass ich weder Citizen noch permanent Resident in den USA bin. Mit dem Cablecar bin ich dann – trotz einer recht langen Wartezeit, welche bei so windigem Wetter noch unangenehmer war – zurück nach Downtown gefahren.

Montag, 25. April 2022

 

Nach einer guten Nacht bin ich heute morgen wieder auf der Suche nach einem guten Frühstück. Dieses habe ich dann in Mel’s Drive Inn Restaurant gefunden, welches nur ein paar Schritte vom Hotel entfernt, an der Mission Street liegt.

Rührei mit Schinken und Bratkartoffeln, Toast mit Butter und Konfitüre und einen Kaffee, der diese Bezeichnung wirklich verdient hat.

Danach packen und abrechnen im Hotel und mit dem Uber wieder zurück zum. Flughafen um dort das bestellte Mietauto abzuholen.

Scheinbar haben sehr viele Leute das gleiche gewollt und so musste ich über eine Stunde anstehen, bis ich endlich an die Reihe kam. Heute habe ich einen Toyota Camry erhalten. Mit diesem bin ich dann gegen Süden bis nach Santa Clara gefahren. Dort wollte ich die Mission Santa Clara de Assis besuchen. Gefunden habe ich die Kirche der Mission, aber weder Museum noch einen Giftshop, wie es sonst üblich ist. Dafür hat es um die Kirche herum einen wunderschönen Rosengarten…

Also bin ich weitergefahren und habe in Santa Clara noch die Nespresso Boutique besucht – nun bin ich bis mindestens Vancouver mit Kaffee eingedeckt – und im Safeway habe ich mir Beef Jerky, Wassermelonen und Glaceau Vitamin Water gekauft. Dieses gibt es leider bei uns nicht mehr…

Weiter ging es dann bis nach Santa Cruz. Die Mission Santa Cruz. Diese ist aber nur am Freitag bis Sonntag geöffnet. Also auch hier nur Bilder von aussen... 

Da die Zeit nun schon ziemlich fortgeschritten war, entschied ich direkt nach Paso Robles ins Hotel «The Oaks» zu fahren. Ein tolles Hotel…

Dienstag, 26. April 2022

 

Heute bin ich nach einem sehr feinen Frühstück zuerst nach Morro Bay gefahren, um dort bei Albertsons einzukaufen. Einen grossen Einkaufswagen voller Lebensmittel und Getränke. Danach besuchte ich die Avila Valley Barn, eine Art Hofladen der etwas besonderen Art, wo ich ein paar Spezialitäten kaufen wollte. 

Danach fuhr ich mit dem ganzen Hab und Gut zu meinem Camper, um all das dort zu deponieren. Nach dem Abgeben des Mietwagens beim Flughafen von San Luis Obispo ging’s mit Uber zurück zum Camper. 

Mit diesem bin ich dann zum ersten Campingplatz, dem Avila/Pismo KOA gefahren. Dank den guten Geistern, die den Camper auf Vordermann gebracht haben, lief alles wie am Schnürchen.

Den Nachmittag habe ich dann mit Putzen, Abwaschen, Auf-, Aus- und Einräumen verbracht.

Mittwoch, 27. April 2022

 

Die erste Nacht im Camper – und ich habe sehr gut geschlafen.

Nach einem ausgiebigen Frühstück mit Ei mit Speck, Butter, Konfitüre, einem feinen Baguette, Orangejus und Kaffee, mussten wieder die üblichen Aufräum- und Vorbereitungsarbeiten für die Weiterfahrt erledigt werden.

Zuerst ging es zur Tankstelle, wo ich über 40 Gallonen auffüllen konnte. Danach wollte ich die Mission San Luis Obispo besuchen. In diesen kleinen Städten hat es leider nur sehr wenige Parkplätze und gar keine für Camper. So habe ich diese halt ausgelassen und bin direkt zum reservierten Morro Dunes Campground gefahren, wo ich freundlich mit «Welcome back» begrüsst wurde.

Den Nachmittag verbrachte ich mit Wäsche waschen, Brötli backen und später mit einem feinen Essen. Nach dem Essen ging ich noch dem Meer entlang bis hinüber zum Morro Rock. Leider war es sehr windig und dadurch richtig kalt. Unterwegs habe ich noch Seeotter gesehen. Einer hat sich in die Kelpblätter eingewickelt, damit er nicht ins offene Meer hinaustreibt.

Donnerstag, 28. April 2022

 

Das Wetter heute Morgen in Morro Bay war zwar sehr schön, wegen dem heftigen Wind war es aber sehr kalt. So beschloss ich, die morgige Etappe bereits heute zu fahren. 

Der erste Besuch bei der Mission San Miguel de Arcangel war etwas ernüchternd. Hier habe ich nur die Glockenwand der Mission gefunden sowie ein grosses Gelände mit Mauerresten, von welchen ich annehmen musste, dass dies einmal die Gebäude der Mission waren… (???). (Anmerkung Nov. 22 aus dem Internet – Die Missionskirche scheint im Ort San Miguel noch zu bestehen – vielleicht finde ich diese beim nächsten Besuch) Weiter ging es dann nach Jolon zur Mission San Antonio de Padua. Zuerst gelangt man da zu einem Eingangs-«Gate» des Fort Hunter Liggett, einem militärischen Trainingscamp der US-Army. Wenn man sich traut, durch dieses Gate durchzufahren kommt man einige Meilen später zu der Mission.

Dort hat mir die Museumsdame dann einen längeren Vortrag gehalten. Ich habe gelernt, dass San Antonio die dritte der 21 Missionen in Kalifornien ist, nach San Diego und nach Carmel-by-the-Sea. Dann hat sie mir erzählt, dass hier die am wenigsten besuchte Mission sei, da diese – wie ich bereits selber bemerkt hatte – ziemlich abseits der Touristenströme liegt. Zudem scheint das Militärgeländer darum herum auch immer wieder Touristen davon abzuhalten San Antonio zu besuchen.

Weiter lernte ich, dass man im Gebäude der Mission Zimmer mieten kann, für einen «Rückzug», sei es zum Lernen, zum Ausruhen oder für die religiöse Erbauung.

Danach konnte ich das Museum, welches neben der ausgestellten Ware auch einige Geschichten zu erzählen hatte, besuchen, dann den Garten und zum Schluss die Kirche. Die Anlage ist nach siebenjähriger Renovation und Umbau in einem sehr guten Zustand und hat mir sehr gut gefallen.

Beim Weggehen habe ich dann noch zwei grosse Militärflugzeuge beobachten können, das erste (wahrscheinlich) beim Landen und das Zweite beim Starten.

Als nächstes war dann die Mission de la Nostra Senora de la Soledad an der Reihe. Auch hier empfing mich eine freundliche Museumsdame. Von dieser Anlage besteht nur noch der Südteil. Von den übrigen Teilen sind nur noch Mauerreste zu «bewundern».

Als Letztes fuhr ich dann zur Mission in San Juan Bautista. Da diese kurz nach meiner Ankunft schloss, musste ich mich mit dem Besuch der Kirche, dem Blick in den Garten und dann der Aussenansicht begnügen.

Beim Betabel RV-Park fand ich einen sehr angenehmen Platz zum Übernachten.

Freitag, 29. April 2022

 

So geht es heute also auf die Etappe von Samstag. Ziel ist der Silver Penny RV Park in Novato. Bei wiederum sonnigem Wetter fuhr ich über die California-101 nach Fremont zur Mission San Jose. Bei der Besichtigung stellte sich heraus, dass hier alle Gebäude im Originalzustand wieder aufgebaut wurden. Der Rundgang begann mit einem Video über die Geschichte der Mission. Danach besuchte ich das Museum, in welchem zurzeit Modelle der Mission San Jose, welche von Studenten erstellt wurden, ausgestellt waren. Die Kirche ist entsprechend dem Reichtum der hiesigen Mission reich verziert. Interessant war hier auch der Friedhof, wo Gräber aus der Zeit des 18. Jahrhunderts bis zum heutigen Tage zu besichtigen waren.

Danach ging es weiter nach San Rafael. Hier war bereits die Fahrt ein Abenteuer, führte der Highway 580 doch sehr nahe an San Francisco vorbei. Auch die etwa 8 km lange Brücke (Nachtrag November 22 – später habe ich von Ewald eine Nachricht bekommen, dass ich eine Gebührenrechnung für den Brückenzoll zu bezahlen hätte – diese betrug mit allem zusammen dann $ 33.60) über die Bucht von San Francisco von Richmond nach San Rafael war etwas Besonderes. Die Besichtigung der Mission San Rafael war dann eher eine Enttäuschung. Ausser dem Museum mit einigen Stücken aus der ehemaligen Mission war hier nichts mehr zu sehen. 

Also fuhr ich weiter, um in Novato den Silver Penny RV Park zu finden. Dieser gefiel mir aber gar nicht, so dass ich mich entschloss, weiterzufahren. In Petaluma fand ich dann den KOA, welcher zwar 

«sackteuer», dafür aber sehr schön war. 

Samstag, 30. April 2022

 

Heute Morgen habe ich Petaluma in Richtung Sonoma und Napa Valley verlassen. Zuerst besuchte ich die Mission San Francisco Solana in Sonoma. Diese gehört zum State Historic Park. 

Neben der Mission mit der Kirche sind im State Park auch weitere interessante Gebäude zu besichtigen.

Nach diesem Besuch fuhr ich weiter nach Napa, wo ich im Walmart einen grösseren Einkauf machte.

Den Old Faithfull of California in Calistoga habe ich heute ausgelassen. So fuhr ich weiter über die Berge, dann hinunter zum Clear Lake State Park, wo ich einen sehr schönen, aber sehr einfachen Platz erhielt.

Beim Gate des Parks habe ich das Fenster auf der Fahrerseite hinuntergelassen. Als ich dieses wieder hochfahren wollte, ging nichts mehr. So habe ich als «erste Hilfe» das Fenster mit Plastik verklebt.

Eine Reparatur drängt sich auf, so dass ich Morgen direkt nach Redding fahren werde. Dort werde ich versuchen, ob ich einen Termin für die Reparatur erhalten kann…

Sonntag, 1. Mai 2022

 

So bin ich heute also dem Clear Lake entlang in Richtung California 101 gefahren. In Willow’s habe ich an einer relativ teuren Tankstelle aufgefüllt, so dass ich danach, bis Redding durchfahren konnte. Dort habe ich beim ersten Campground einen Korb bekommen, da dieser «fully booked» gewesen sei. Die freundliche Dame empfahl mir den Redding Campground, wo ich dann einen sehr angenehmen, sonnigen Platz erhalten habe, mit Blick auf den Mount Shasta.

Für morgen muss ich nun eine Garage suchen, wo mein Problem hoffentlich gelöst werden kann. Vorsichtshalber habe ich den Campground für zwei Nächte reserviert, so dass auch eine Reparatur am Dienstag in Frage kommt.

Montag, 2. Mai 2022

 

Nachdem ich gestern Abend noch mit «JustAnswer» geschrieben hatte, hat mir Randall eine Adresse in Yreka angegeben, wo ich heute einen Termin vereinbaren konnte. Jeff hat mich dort erwartet und dann versucht, meine Probleme – das Seitenfenster auf der Fahrerseite kann nicht mehr geschlossen werden und heute morgen funktioniert die Warmwasserheizung nicht mehr – zu lösen. Das Problem mit dem Seitenfenster haben wir so gelöst, dass wir das Fenster manuell geschlossen haben und dann, damit es nicht wieder von selbst aufgeht, mit !!Holz unterstellt!! haben. So ist es zwar nicht repariert, aber bei den jetzigen Temperaturen (ca. 15°) ist es sehr unangenehm mit offenem Fenster auf dem Freeway zu fahren.

Das Problem mit der Warmwasseraufbereitung war zwar auch aufwendig, aber es scheint, dass das korrekt gelöst worden ist. Auf jeden Fall heizt der Boiler auch heute Abend auf.

Die zwei Stunden Reparaturarbeiten haben auch ihren Preis gehabt. Kalifornien ist eben sehr teuer…

Nachdem auch die Administration abgeschlossen war, fuhr ich bis Medford weiter, wo ich auf dem Gold Hill KOA wieder einmal einen schönen Platz fand.

Morgen werde ich versuchen, mit meinem «Agenten» in Grayland zu telefonieren, um zu sehen, ob er die notwendigen Reparaturen vornehmen kann und will. Je nach dem werde ich dann mein Programm neu gestalten können. 

Dienstag, 3. Mai 2022

 

Nachdem ich heute morgen mit Ewald telefoniert habe, steht nun fest, dass ich am Montagvormittag den Camper bringen kann für die Reparaturen. Einzig für das Fenster auf der Fahrerseite muss ich mit einem Ford Service schauen. 

Also kann ich heute von Medford nach Bend fahren und dann in den nächsten Tagen zur Columbia River Gorge, nach Portland und dann nach Astoria.

Unterwegs bin ich zur Rogue River Gorge gelangt, welche ich mir anschauen ging. Eine kleine Schlucht mit diversen Wasserfällen. Dann ging es weiter zur Abzweigung zum Crater Lake und von da aus ging es dann über ein mindestens 16 km lange Gerade zum The Dalles – Californa Highway, auf welchem ich dann bis Bend bleiben konnte.

Kurz vor Bend habe ich das High Desert Museum gefunden und bin auch dieses besuchen gegangen. Eine interessante Sammlung von Ausstellungsstücken, welche die Geschichte sehr gut präsentierte. Unter anderem war die Sekte des Shree Rajneesh beschrieben, welcher den Ort Antelope übernahm und dort mit seinen Anhängern eine Kommune bildete.

Dann wurden auch andere «moderne Lebensformen», wie Arcosanti und Biosphere 2 in Arizona vorgestellt.

Der Aussenbereich des Museums zeigte Otter in einem geschlossenen Gehege mit grossem Teich, dann Chipmonks und weiteren Gehegen den Königsadler, den Weisskopfseeadler und eine Eule.

In Bend habe ich auf dem Scandia RV Park einen tollen sonnigen Platz erhalten.

Mittwoch, 4. Mai 2022

 

Heute Morgen bin ich von Bend in Richtung Norden gefahren. Heute soll es nach The Dalles am Columbia River gehen. Also fuhr ich über weite Hochebenen, dann über kleinere Passübergänge und dann hinunter nach The Dalles. Dort konnte ich das Columbia River Gorge Discovery Center besuchen. Eine interessante Ausstellung unter anderem auch über die Expedition von Lewis und Clark.

Da in The Dalles keine Campingplätze zu finden waren, fuhr ich weiter nach Hood River bzw. dort über die Toll Bride hinüber nach White Salmon, wo ich im Gorge Base Camp RV Park einen angenehmen Platz nicht weit vom Fluss entfernt erhalten habe.

Heute Abend konnte ich nun auch für die Fensterreparatur in Aberdeen einen Termin vereinbaren. So sollte dann wieder alles auf 

«Vordermann» sein.

Donnerstag, 5. Mai 2022

 

Das erste Mal bin ich etwa um halb zwei Uhr erwacht, da ein Zug – freundlicherweise – sein Horn benutzt hat. Dann habe ich wieder gut geschlafen…

Heute Morgen hat es geregnet. So habe ich mir etwas mehr Zeit genommen, um mich auf den heutigen Tag vorzubereiten. Nach einem kurzen Schwatz mit dem Nachbarn – ein 78-jähriger Amerikaner und leidenschaftlicher Fischer – bin ich dann in Richtung Portland abgefahren.

Der erste Halt hat es dann bei den Multnomah Falls gegeben. Dies sei der zweithöchste Wasserfall in den USA. Leider hat es dort auch geregnet und so ist der Spaziergang hinauf zur Brücke zwar schön gewesen, aber nicht wirklich ein grosses Vergnügen.

Weiter ging es dann bis nach Troutdale in der Nähe von Portland, wo ich in einer Outlet-Mall günstige Jeans und eine Jacke gekauft habe.

Hier habe ich mich dann definitiv entschlossen, bis nach Tillamook durchzufahren und dort einen Campingplatz zu suchen. Den ursprünglich vorgesehenen Tillamook RV Park konnte ich aber dann nicht anfahren, da dort nur Gäste empfangen werden, die längerfristig bleiben wollen. So bin ich dann zum Tillamook Coast RV Park gekommen, wo ich sehr freundlich empfangen wurde und einen angenehmen Platz erhalten habe – erst noch zu einem sehr moderaten Preis. Morgen will ich noch einmal die grosse Schaukäserei besuchen gehen und dort ein paar «Müsterli» mitnehmen.

Freitag, 6. Mai 2022

 

Leider regnete es auch heute Morgen. So konnte ich es ruhig angehen. Nach Frühstück und den üblichen Abwasch- und Aufräumarbeiten fuhr ich zur Tillamook Cheese Factory, wo ich zuerst die Produktion und die Verpackungsstrassen anschauen konnte. Dann ging es zu den «Versuecherli». Leider konnte man diese in den kleinen Verpackungen nicht kaufen. So habe ich halt ein Probierpaket mit zwei verschiedenen Tillamook Käsespezialitäten und einer Wurst gekauft, um diese dann mit Walter und Therese zusammen zu geniessen.

Nach der Schaukäserei ging es zuerst zu Les Schwab Tires. Das hintere Rad rechts verliert Luft. Dort wurde das Problem begutachtet und dann das Ventil richtig montiert. So würde der Reifen nun keine Luft mehr verlieren. Als ich den Mechaniker fragte, was ich zu bezahlten hätte, sagte mir dieser «it’s free – you are good to go».

Wo in der Schweiz würde wohl ein Mechaniker einem Touristen den 

Pneu reparieren – ohne Kosten zu verrechnen??

Danach ging es über den Highway 101 hinauf nach Warrenton / Astoria, wo ich wieder einmal auf einem KOA Campground einen Platz erhielt. Als ich dann am Nachmittag einen Rundgang durch die Anlage machte, begriff ich, warum dieser KOA etwas teurer ist. Grosse Stellflächen und eine Infrastruktur mit sauberen Toiletten und Duschen, mit Spielplätzen innen und aussen, mit einem Aussenbad und einem Hallenbad und viel Personal, das all das in Schuss hält.

Samstag, 7. Mai 2022

 

Nach dem üblichen Morgen»ritual» fuhr ich heute zuerst zum Walmart in Warrenton/Astoria, um dort ein paar Sachen einzukaufen. Dann bin ich über die grosse Brücke über die Mündung des Columbia River und dann über die 101 bis nach Raymond gefahren. Dort musste wieder einmal getankt werden. Weiter ging es über Grayland nach Westport, wo ich im American Sunset RV and Tent Resort wiederum (zum dritten Mal seit 2018) einen guten Platz erhielt. 

Da das Wetter immer noch sehr durchzogen war, entschloss ich mich heute wieder einmal Brötli zu backen. Mit einem kleinen Teil des Teiges konnte ich für z’Nacht eine Pizza backen. Beides passte mir sehr gut.

Am späteren Nachmittag schien dann doch noch ein wenig die Sonne und so bin ich zum Aussichtsturm am Pazifikufer gegangen. Leider hat das Wetter nur teilweise gehalten und so musste ich im Aussichtsturm einen Regenschauer durchziehen lassen. Glücklicherweise bin ich dann aber trocken bis zum Campingplatz zurückgekommen.

Sonntag, 8. Mai 2022

 

Heute ist Wartetag. Ich warte auf die Reparatur von Morgen in Grayland. So musste ich heute nicht früh aufstehen. Nach einem Pizza-/Brot/Butter/Konfi/Kaffee und Orangenjusfrühstück, ging ich auf meine Runde: Gray Harbor Lighthouse, dann dem Strand entlang auf einem geteerten Strandweg, dann direkt dem Strand entlang bis zum Aussichtsturm in Westport. Und von dort wieder zurück zum RV-Park. Gemäss meiner App sind das fast 10 km gewesen.

Am Nachmittag habe ich gefaulenzt und ein wenig gespielt. Dann ein kleines feines Nachtessen und nun noch die «Administration».
P.S. Eindrücklich finde ich immer wieder das Tosen der Wellen am Pazifik und die unendliche Weite....

Montag, 9. Mai 2022

 

Nun ist es so weit; die notwendigen Reparaturen am Haus sollen heute in Grayland gemacht werden. So bin ich denn nach dem Frühstück nach Grayland gefahren und habe dort den Ewald getroffen. 

Nachdem ich ihm meine Probleme geschildert hatte, hat dieser dem Ventilator des Dampfabzuges einen kleinen Schups gegeben und dieser hat wieder funktioniert. Dann haben wir festgestellt, dass Ewald den Türöffner für das «Fliegengitter» nicht im Angebot hatte. So hat er mir die Bob’s RV Repair in Cosmopolis empfohlen. Weiter haben wir ein Problem an der Aussen»haut» des Campers festgestellt, dass wir dann mit einem Klebeband für’s Erste behoben haben. So hat mich dann die Reparatur in Grayland sehr wenig gekostet.

Danach bin ich nach Aberdeen zu einem kleinen Einkauf gefahren. Auf dem Rückweg bin ich bei Bob’s vorbei und habe dort den gesuchten Türgriff gefunden. Dieser wurde dann sofort nach der Rückkehr in den American Sunset Campground in Westport, montiert.

Den Nachmittag habe ich damit verbracht, zuerst einen Teil meines seit 2019 mitgeführten Brennholzes zu verfeuern, dann bin ich wieder nach Westport spaziert. Dort habe ich Robben gehört, aber leider waren sie so weit weg, dass ich sie nicht richtig sehen konnte. Eine Dame hat mir dann erklärt, wie ich in die Nähe von Seelöwen und Seehunden kommen konnte. So bin ich wieder einmal grosse Strecken gelaufen und habe dabei zuerst zwei Rehe auf kaum zehn Meter Distanz getroffen. Dann auf den Pier hinaus und dort habe ich Krabbenfischer getroffen. Dank den Informationen von diesen habe ich dann auch mehrere Seehunde gesehen und sogar einzelne fotografieren können.

Da es schon ziemlich spät war, als ich wieder bei meinem «Chalet» angekommen bin, hat es zum z’Nacht ein Rührei mit Schinken und Champignons gegeben. Damit ich noch etwas Gesundes zu essen bekomme habe, gab es als Dessert Wassermelonenstücke und einige «Blueberries».

Dienstag, 10. Mai 2022

 

Heute ist wieder Wartetag. Warten auf die Reparatur des Fensters morgen in Aberdeen.

Also habe ich die Zeit genutzt um zu Waschen: Kleider, Frottees und die gesamte Bettwäsche. Etwas mehr als eine halbe Stunde Waschen und dann drei Viertelstunden zum Trocknen. Dann habe ich versucht, den Camper auf meine Mitreisenden vorzubereiten.

Als ich am frühen Nachmittag noch einmal zu den Robben und Seehunden gehen wollte, hat es richtig angefangen zu regnen. Glücklicherweise war der Spuk dann etwa eine halbe Stunde später vorbei und die Sonne schien wieder. So bin ich also zum Hafen hinuntergelaufen und habe dort versucht, nochmal die Robben, welche relativ weit weg waren zu fotografieren. Dann weiter auf die andere Seite zu den Seehunden. Von denen habe ich dann ganz viele gesehen. Da selten mehr als der Kopf sichtbar ist, gab es nur sehr wenige Fotos.

Beim letzten Foto habe ich eine Möwe fotografiert, die als einzige mutig genug war, um auf dem Geländer sitzen zu bleiben, als ich vorbeiging. 

Mittwoch, 11. Mai 2022

 

Heute ist also die Reparatur bei Five Star Ford in Aberdeen vorgesehen. So bin ich heute relativ früh aufgestanden, um dann um etwa 08.00 Uhr abzufahren. Um halb neun habe ich mich dann bei Kevin gemeldet. Zuerst hiess es, dass sie keine Camper Reparaturen machen würden. Als ich dann insistiert habe, hat er eine Lösung parat gehabt. Für 160 Dollar würde einer kommen und sich den Schaden ansehen. Er würde mich dann anrufen und mir sagen, was die Reparatur kosten solle. Das war für mich ok, denn ich wollte, dass die Reparatur HEUTE gemacht würde. So bin ich dann zum Rental Car Departement gegangen und habe dort für ein Heidengeld ein Auto für einen Tag gemietet. Ich will nicht nur einfach hier herumlungern und mich langweilen. Mit dem PW bin ich dann nach Ocean Shores gefahren, um einmal diesen Ort nicht nur von Westport aus, in der Ferne zu sehen. Leider hat es die ganze Zeit immer wieder geregnet und so war dann nicht sehr viel mit Spazieren und Besichtigen.

Als ich dort eintraf, hat mir Kevin telefoniert und mir gesagt, dass dir Reparatur rund 450 Dollar kosten würde. Das sei ok. Er würde mich wieder anrufen, wenn die Reparatur fertig sein werde. Auch das war ok.

Nach einem Spaziergang zum Strand, wo die Amis alle mit ihren Autos hingefahren sind, bin ich dann wieder zurück nach Aberdeen gefahren. Dort einen kleinen Einkauf im Walmart und dann noch zu der günstigsten Tankstelle, um das Auto wieder voll zu tanken. Kurz darauf kam dann der erlösende Anruf, dass alles erledigt sei…

So bin ich das Mietauto zurückgeben gegangen – dieses hat mir pro Stunde über 100 Dollar gekostet!!! – und dann zu Kevin um meinen Camper in Empfang zu nehmen. Die Überraschung hier war glücklicherweise dann auf der positiven Seite. Musste ich doch nur die Reparatur bezahlen und nicht auch noch die 160 Dollar für’s Ansehen.

Kurz nach zwei war dann alles perfekt und ich konnte los, in Richtung Olympia. Dort habe ich auf dem mir schon bekannten Olympia Campground einen guten Platz erhalten.

Donnerstag, 12. Mai 2022

 

Heute morgen bin ich sehr früh wach gewesen. Auch heute besteht eine gewisse Spannung, wie wohl der Grenzübertritt klappen werde.

So bin ich nach Morgenessen und Aufräumen losgefahren. Der Verkehr in Olympia hielt sich in Grenzen und es ging gut vorwärts. Erst in Seattle musste ich dann einen Moment im Stau stehen bzw. fahren. Glücklicherweise ging es immer etwas vorwärts.

Nach Seattle ging es zügig in Richtung kanadische Grenze. Dort angekommen wollte der freundliche Boarder Officer nur meinen Pass sehen und hatte ein paar Fragen. Was ich in Kanada machen wolle, wie lange ich hierbleiben werde, wann ich in die Schweiz zurückfliegen werde und ob das Fahrzeug meines sei. Ich habe im erzählt, dass ich heute nach Vancouver fahren werde. Dort würden dann mein Bruder und seine Frau zu mir stossen und dann wollen wir nach Alaska fahren. Scheinbar haben ihm meine Antworten gereicht und er liess mich ohne weiteres einreisen. So bin ich dann kurz nach 13.30 Uhr im Burnaby Cariboo RV Park eingetroffen und habe meinen Platz erhalten. Ein typischer Stadt Campground mit einem Fahrzeug neben dem anderen. Glücklicherweise sind die Plätze mit hohen Hecken etwas abgegrenzt.

Da es den ganzen Nachmittag in Strömen regnete, bin ich hiergeblieben und habe etwas das Haus vorbereitet für die Ankunft von Walter und Therese.

Freitag, 13. Mai 2022

 

Glücklicherweise war das Wetter heute Morgen trocken. So konnte ich meine Wäsche machen, dann Putzen und die Betten neu beziehen. 

Am Nachmittag bin ich dann mit der Expo-Line des Sky Train nach der Waterfront-Station gefahren, von dort mit dem Sea Bus nach Lonsdale und dann mit dem Bus zur Park Royal Mall. Dort besuchte ich den BCAA den Automobilclub von British Columbia und stellt fest, dass alles fast automatisch ablaufen würde. Die Dame am Schalter beschied mir, dass der Betrag wie gewohnt meiner hinterlegten Kreditkarte belastet werden würde, sofern ich nicht vorher kündete.

Dann ging es zu Telus, um auch für Kanada eine neue Simkarte zu erhalten. Auch das lief recht problemlos ab. Und so habe ich nun drei Telefone und drei Nummern, - eine für die Schweiz, eine für die USA und eine für Kanada. 

Nach einem kurzen Besuch des Lonsdale Public Market ging es dann wieder mit Sea Bus und Sky Train zurück zum Campingplatz.

Samstag, 14. Mai 2022

 

Nach dem Morgenessen habe ich heute wieder Brötli gebacken. Dann den Camper geputzt und mich bereit gemacht, um mit dem Sky Train an den YVR-Flughafen zu fahren. Dort musste ich nicht sehr lange warten, bis meine beiden «Gäste» eintrafen. Mit einem UBER sind wir dann zurück zum BCRV gefahren, wo nach dem Einräumen und etwas eingewöhnen noch ein Spiel gemacht wurde.

Nach einem über 24 Stunden Tag für meine beiden Mitreisenden, war dann etwas früher Feierabend.

Sonntag, 15. Mai 2022

 

Nach dem Frühstück sind wir Drei heute morgen mit dem Skytrain in die Downtown gefahren. Dort besuchten wir als erstes Canada Place und den 4-D Film «Fly over Canada», welchen ich schon mehrere Male (jetzt 5x) genossen habe. Auch meine Mitreisenden waren begeistert von dem Flug über die kanadischen Weiten, den wir dort geniessen durften. Dann wieder mit dem Skytrain zur Science World, wo wir in die False Creek Ferry umstiegen, die uns nach Granville Island zum dortigen Public Market brachte. Die Vielfalt der dort angebotenen Früchte, Gemüse, Fleisch, Fisch und vielem anderem ist überwältigend.

Danach ging es wieder mit der Ferry zum Vancouver Maritime Museum, wo wir uns über verschiedene Schiffe als alten Zeiten informieren konnten. Interessant war auch die Tour über die St. Roch, ein Patrouillenboot der RCMP, welches mehrere Touren bis hinauf ins Polarmeer unternommen hat.

Nach dem Museum ging es dann bis ins Zentrum, wo wir in der Steamworks Bewery etwas feines z’Nacht genossen.

Über das Einkaufszentrum Metropolis in Metrotown, wo noch ein paar Nespresso Kapseln (etwa 300!) gekauft werden mussten, ging es dann zurück in den Camper. Trotz des regnerischen Wetters war es ein gelungener Tag.

Montag, 16. Mai 2022

 

Jetzt geht es von Vancouver weg, dem Fraser River entlang über Hope zum Hell’s Gate. Dort konnten wir mit dem Aerial Tram zum Fluss hinunterfahren und uns über die Abenteuer des Simon Fraser, einem Forscher für die Pelzhandelsgesellschaften ins Bild setzten lassen. Auch weitere Geschichten im Zusammenhang mit der Schlucht wurden uns nähergebracht. Danach fuhren wir über Lytton, wo wir den Fraser River verliessen und dem Thompson River weiter nach Norden folgten, bis nach Spences Bridge. Im Accacia Grove Campingplatz fanden wir dann einen guten Platz fürs Übernachten. Nachdem es fast den ganzen Tag geregnet hatte, wie schon am Samstag und Sonntag, genossen wir das sonnige Wetter, das hier herrschte, besonders.

Dienstag, 17. Mai 2022

 

Heute Morgen war das Wetter in Spences Bridge etwas bewölkt und kühl, aber sonnig.

So machten wir uns nach dem Morgenessen gemütlich auf den Weg. Zuerst Cache Creek, wo wieder einmal getankt werden musste. Das Benzin hier in Kanada ist etwa gleich teuer wie in Kalifornien, wo man für eine Gallone knapp unter 6 Dollar zahlte.

Von hier ging es weiter in Richtung Kamloops, wo wir unterwegs noch gerne das Westerndorf bei Death Man Junction anschauen wollten. Doch dieses war geschlossen…, also ging es weiter an den Kamloops Lake, wo wir bei einer Raststätte einen etwas längeren Halt einlegten und die Umgebung etwas erkundeten. Interessant waren die Züge auf der anderen Seite des Sees und die vielen Flugzeuge, die in Kamloops landeten.

Dann ging es weiter an den North Thompson River, welchem wir heute, bis Clearwater folgten. Beim KOA Campground in der Nähe des Zentrums hiess es «we are booked out». Dafür hat die nette Dame am Schalter uns dann den Dutch Lake Campground empfohlen. Eine sehr gute Empfehlung, da hier das WIFI besser und der Preis eher günstiger waren. Zudem fahren die Züge viel weiter weg vorbei, so dass wir einen ruhigen Nachmittag und Abend geniessen konnten.

Mittwoch, 18. Mai 2022

 

Nach einer eher ruhigen Nacht (die Strasse und der Zug verliefen weiter entfernt) verliessen wir heute den Dutch Lake Campground in Clearwater, um wiederum in Richtung Norden, über Valemount nach McBride zu gelangen. Das Wetter liess am Morgen wieder einmal etwas zu wünschen übrig, da wir unterwegs zuerst Regen und später etwas höher sogar Schnee hatten. Glücklicherweise setzte dieser auf der Strasse nicht an. So erreichten wir den Beaverview Campground in McBride am frühen Nachmittag. Der Spaziergang brachte uns ins «Dorf» zum Visitor Center, dem etwas speziellen Laden (ähnlich wie bei uns ein kleinerer etwas düsterer Landi Laden), dann einem Laden, der wie unser Volg aussah und am Schluss ins Museum.

Die Gesamtdistanz war dann etwa sechseinhalb Kilometer. Unterwegs begegneten wir den Kühen, welche im Fraser River ihren Durst löschen gingen. Und am Abend haben uns dann noch die Elk's einen Besuch abgestattet.

 Donnerstag, 19. Mai 2022

 

Am heutigen Morgen hat es wieder einmal etwas geregnet. Nach dem Morgenessen trocknete es und wir fuhren meistens bei trockenem Wetter, manchmal sogar mit etwas Sonnenschein von Mc Bride zum Ancient Forest kurz vor Prince George. Eine grössere Wanderung war dort aber nicht möglich. Der Schnee auf dem Boardwalk war noch nicht geräumt. So sind wir dann, mit einem Zwischenhalt am Bowron River, nach Prince George gefahren, wo wir auf dem Visitor Information nach einem stadtnahen Campground fragten. Auf dem Blue Cedars Campground erhielten wir wiederum einen Platz mit allen Services.

Heute Abend werden wir zur Feier des Tages auswärts essen gehen.

Da Prince George Uber nicht kennt, ging es mit dem Taxi zu dem The Canadian Brewhouse & Grill, wo wir sehr gut gespiesen haben.

Freitag, 20. Mai 2022

 

Nach einem weiteren Grosseinkauf – zum ersten Mal in einem «Real Canadian Superstore» - und dem Tanken sind wir heute von Prince George gegen Norden über den John Hart Highway nach Chetwynd gefahren. Unterwegs besuchten wir die Bijoux Falls und später haben wir unseren ersten Bären gesehen und sogar fotografieren können.

In Chetwynd haben wir beim Visitors Information angehalten, um ein paar von den Kettensägefiguren zu bewundern. Dann

fuhren wir wiederum zum Tanken und darauf in den Westwind RV Park, welchen ich schon von 2018 her «kenne».

Samstag, 21. Mai 2022

 

Heute Morgen hat mir die Sonne bereits um kurz vor halb sechs ins Gesicht geschienen. Ein herrlicher Anblick. Später gab es Frühstück und dann waren wir bereit für die Etappe von Chetwynd nach Dawson Creek am Anfang des Alaska Highway.

Unterwegs haben wir neben viel Vieh einen Elch gesehen. Ein kurzer Halt, ein Foto, dann mussten wir weiterfahren, damit wir den Verkehr nicht behinderten.

In Dawson Creek angekommen haben wir als Erstes die Visitors Information besucht. Auch das dort angegliederte Museum musste natürlich besucht werden. Weiter ging es zum Mile Post 0 des Alaska Highway, wo das obligate Selfie gemacht werden musste. Dann suchte ich das Alaska Highway House, wo früher eine tolle Ausstellung und viele Informationen über den Bau des Highways dargeboten wurden. Leider war dann auf der Internet Seite «permanently closed».

Also sind wir zurück gegen das Chalet gegangen. Dabei sind wir auf einen etwas grösseren Liquor Store gestossen, in welchem scheinbar Träume wahr werden können. Alles was das Herz begehrt in Sachen Wein, Bier, Schnaps und allen Formen und Farben von Mischgetränken.

Nach einem «sehr kleinen Einkauf» sind wir dann zum Northern Lights RV Park gefahren. Den Nachmittag verbrachten wir mit Brötli backen und die Sonne draussen geniessen…

Sonntag, 22. Mai 2022

 

Vom Northern lights RV Park in Dawson Creek ging es heute weiter auf den Alaska Highway. Zuerst sind wir bei Mile 17 auf den Old Alaska Highway gefahren, um die Kiskatinaw Curved Bridge zu bewundern. Von hier aus fuhren wir weiter nach Norden, um über die Peace River Bridge nach Taylor und später nach fort St. John zu gelangen. Der Besuch beim Visitor Center hat nicht die gewünschten Info’s über den Bau des Alaska Highway gebracht und das Museum war wegen des Long Weekend geschlossen. So sind wir mit ein paar zusätzlichen Informationen über den weiteren Verlauf der Reise weitergefahren zum Charlie Lake. 

Am 14. Mai 1942 haben die Erbauer des Alaska Highway beim Versuch, den See mit einer Art Floss mit viel Material und mit 17 Leuten zu überqueren, wegen hohen Wellenganges das Floss, das Material und 12 ihrer Leute verloren. Ein dort anwesender Mann hat den Untergang des Flosses beobachtet und konnte mit seinem kleinen Boot fünf von den Leuten retten. 

Dann konnten wir dort auch die Kanadier beobachten, welche dort ihre Boote zu Wasser liessen und auf dem See herumkurvten.

Danach ging es zum Coffee Creek RV Park. Dort wollten wir uns beim Office anmelden hier war aber niemand, so dass wir uns entschlossen, einfach einen guten Platz zu besetzen und uns dann zu melden, wenn die verantwortliche Person erscheinen würde.

Das klappte dann auch bestens. Wir konnten den gewählten Platz behalten und genossen ein weiteres Mal die Sonne und die warmen Temperaturen. Auch heute haben wir einen tollen Sonnenuntergang genossen – um bald halb zehn Uhr.

Montag, 23. Mai 2022

 

Vom Coffee Creek CG aus ging’s heute Morgen den zweiten Tag auf dem Alaska Highway weiter. Unser Ziel war Fort Nelson, welches rund 350 km weiter nördlich liegt. Unterwegs wurden uns Elche, Hirsche und weitere Wildtiere «versprochen». Leider war dem nicht so. Als wir den Buckinghorse River Provincial Park besuchten bekamen wir gerad Mal einen Vogel, den wir leider nicht benennen können, zu sehen.

Durch den «Boreal Forest» sind wir dann über weite Geraden und ein paar Höhenzüge nach Fort Nelson gelangt. Im Tripple G Campground haben wir unseren heutigen Platz zum Übernachten gefunden. Und sogar das Wetter macht mit. Wenn die Sonne scheint, ist es warm, sonst mit dem leichten Wind eher kühl.

Dienstag, 24. Mai 2022

 

Fort Nelson haben wir heute Morgen bei Regenwetter verlassen. Neben einem Bären und zwei Hirschen haben wir auf der Reise nach Norden auch ein paar Stachelschweine gesehen. Den Nachmittag haben wir, nach einem Spaziergang dem See entlang zum Northern Rockies Lodge – wo unsere Frage nach Wasser für den Camper abgelehnt wurde - auf dem McDonald Campground am Muncho Lake bei teilweisem Sonnenschein verbracht. 

Mittwoch, 25. Mai 2022

 

Heute Morgen war es sehr kalt und es hat recht stark geregnet. So sind wir nach einem Morgenessen, bei dem wir den Kaffee, dank des neuen Generators, mit der Nespresso Maschine zubereiten konnten wiederum nach Norden aufgebrochen. Auf der Route haben wir ein paar Cariboos gesehen, dann ein einsames Stone Sheep. Leider waren die Büffel- und die Elchwarnungen an der Strasse nur leere Versprechungen.

In Liard River Hot Springs Provincial Park angekommen, bezogen wir einen uns genehmen Platz und gingen dann, bei Sonnenschein in die heissen Quellen baden. Als wir von diesen zurückkamen waren bereits wieder schwarze Wolken parat und es ging nicht lange, bis es wieder in Strömen regnete. So verbrachten wir den restlichen Nachmittag drinnen mit dem Studieren der weiteren Route, dem Nachführen unserer Aufzeichnungen und dann mit einem feinen Nachtessen.

Donnerstag, 26. Mai 2022

 

Bei wunderschönstem Wetter sind wir heute Morgen aufgewacht. Liard River Hot Springs Provincial Park hat sich von seiner schönsten Seite gezeigt. Also ging es nach dem Frühstück los, auf die nächsten etwas über 200 km nach Watson Lake. Auf dieser Strecke erwarten wir Büffel und Bären. Zuerst haben wir aber einen Abstecher zu den Smith River Falls gemacht. Ein eindrücklicher Wasserfall. Dann ging es wieder zurück auf den Alaska Highway und dann fing es an: zuerst eine Herde Wood Buffalos mit ein paar frisch gekalbten Jungen, dann zwei männliche Büffel, dann plötzlich den ersten Bären… und so ist es weitergegangen, bis zur Grenze des Yukon Territory. Am frühen Nachmittag sind wir dann in Watson Lake eingetroffen. Einkäufe erledigen, dann den Campground beziehen, dann ging es zum Sign Post Forrest. Ein beim Bau des Alaska Highway beteiligter Amerikaner hat an einem Mile Post der Army ein Schild seiner Heimatstadt angenagelt. Dann sind die Touristen gekommen und haben das Befestigen eines Schildes weitergeführt. Heute hängen über 82'000 solcher Schilder im Schilderwald.

Der Besuch des Northern Light Centers mit seinen beiden Videovorführungen über die Nordlichter und über die Sonneneruptionen war eindrücklich. Nach dem Nachtessen konnten wir einen Spaziergang um den Wye Lake machen. Bei schönstem Sonnenschein kamen wir etwa um 22 Uhr zurück zum Camper und genossen den Sonnenuntergang, welcher heute hier um 22.32 stattfand.

Freitag, 27. Mai 2022

 

Der Downtown Campground in Watson Lake hat uns soweit gut gefallen. Vor allem die sanitären Anlagen sind zwar etwas älter, aber dafür sehr sauber. Nach dem Morgenessen ging es nun also auf den Robert Campbell Highway, welcher uns zum Klondyke Highway bringen soll. Der Campbell Highway ist die ersten etwa 100 km geteert, dann eine bis hier zum Frances Lake gut unterhaltene Gravel Road. Unterwegs konnten wir heute schon wieder zwei Elche, dann einen kleinen Schwarzbären und verschiedene Stachelschweine beobachten und fotografieren. Beim Frances Lake hiess es zwar «Closed» aber das Tor war offen und im Park hiess es, die Gebühren seien «Year round» zu bezahlen. Also haben wir uns einen schönen Platz ausgesucht und uns dort häuslich eingerichtet. Hier im Yukon ist das Feuerholz im Preis für den Campingplatz inbegriffen und so wurde ein Feuer entfacht und wir haben den Nachmittag mit Feuer unterhalten und geniessen verbracht. Leider sind die Temperaturen nicht gemacht, um den Campingstuhl an den See zu stellen und die Sonne zu geniessen.

Samstag, 28. Mai 2022

 

Heute Morgen war wieder einmal sehr kalt. Das Wetter war zwar trocken, aber stark bewölkt bis bedeckt. Zum Morgenessen genossen wir dank dem Generator einen Nespresso Kaffee. Danach ging es weiter auf dem Robert Campbell Highway entlang von viel dichtem Wald und von Seen bis nach Ross River, wo wir die Fähre über den Pelly River anschauen gingen. Auf der Fahrt hierher haben wir einen Elch beobachten können, der vor uns auf dem Weg trabte, bis er wieder im Wald verschwand. Der Fluss war so hoch, dass wir nicht glauben, dass die Fähre schon in Betrieb ist. Danach ging es auf dem dieses Mal rauesten Teil des Campbell weiter nach Faro. Dort wurden wir zuerst einmal mit Sonne empfangen. Auch die Dame im Visitors Information war sehr freundlich und der Campingplatz, den wir zugewiesen erhielten, hat alles, was wir brauchen.

Sonntag, 29. Mai 2022

 

Nach dem Morgenessen haben wir heute zuerst den Spaziergang zu den Van Gorder Falls gemacht. Gemäss den Informationen soll man für den etwas über je einen Kilometer lange Trail etwa 2 Stunden haben. Wir Drei haben den Hin- und Rückweg in etwas mehr als einer Stunde geschafft. Und so sind wir weit vor der Check-out-Time im John Conolly RV Park abgefahren. Zuerst tanken, was jedoch auf 150 Dollar beschränkt war, dann ging es zurück auf den Campbell Highway, welcher ab hier geteert ist. Den ersten Halt legten wir im Drury Creek CG am Little Salmon Lake ein. Ein schöner Campground mit ein paar privilegierten Plätzen direkt am See.

Dann ging es weiter bis zum Little Salmon Lake CG am unteren Ende des Sees. Auch hier hat es sehr schöne Plätze. Weiter ging es dann über Carmacks zu den Five Finger Rapids. Davor konnten wir noch eine Bärendame mit ihren zwei Jungen beobachten und fotografieren. Ein tolles Erlebnis. Auf dem Tatchun Creek Campground fanden wir dann einen guten Platz, direkt am Wasser. Die Strasse zum Tatchun Lake Campground war geschlossen. Mit Feuer machen und unterhalten und vielen anderen angenehmen Dingen vertrieben wir uns die restliche Zeit am Nachmittag.

Montag, 30. Mai 2022

 

Wieder einmal schönes Wetter bereits am Morgen… ich hoffe, dass der Wetterkommentar bald überflüssig wird.

Vom Tatchun Creek ging es weiter über den Klondike Highway nach Pelly Crossing, dann Steward Crossing und weiter in Richtung Dawson City. Auf dem Weg sind wir zwei Baustellen begegnet, bei denen wir einem Pilot Car folgen mussten, dann ging es weiter beim Dempster Highway vorbei, bis nach Dawson City, wo wir im Gold Rush Campground einen Platz mit allem Notwendigen erhielten. Auch hier war das WiFi nicht wirklich der Hammer, so dass das Heraufladen von Fotos leider nicht ging.

Am Abend wollten wir im Hotel/Restaurant Aurora, welches von einem Schweizer geführt wird Nachtessen. Da aber Montag und Dienstag Wirtesonntag ist, haben wir beim Tripple J Restaurant ein feines Nachtessen genossen. Dann einen kurzen Dorfrundgang und ein Besuch bei der Yukon Fähre, wo wir erfuhren, dass der Grenzposten in Little Gold am Mittwoch, 1. Juni eröffnet werden wird. Zum Abschluss des Abends besuchten wir Diamond Tooth Gerties Gambling Hall, wo wir bei einem feinen Drink die Show genossen. Da im Westen ein paar Wolken waren, haben wir den Sonnenuntergang, welcher hier kurz vor Mitternacht stattfindet, verpasst. 

Dienstag, 31. Mai 2022

 

Heute ist unser Pausentag. Wir haben ausgeschlafen und sind nach dem Frühstück Dawson City erkunden gegangen. Der Besuch beim Visitor Center, wo uns bestätigt wurde, 

-    dass die Grenzöffnung morgen sei,

-    dass wir für die Einreise in die USA nur die Impfbestätigungen gegen Corona benötigen würden

Dann ging es zu der Robert Service Cabin, der Wirkungsstätte es berühmten Dichters und Verseschreibers im Klondike, dann zur Cabin von Jack London, auch ein sehr bekannter Dichter, welcher in seinen Romanen die Zustände der Gegend in der Goldrauschzeit beschreibt. Am Nachmittag sind wir zum Midnight Dome hochgefahren, wo wir erfuhren, warum dieser Midnight Dome heisst und haben dort die Aussicht über die Gegend im Ganzen und über Dawson City im Besonderen genossen.

Bevor wir zurück zum Campground fuhren, haben wir den Liquor Store besucht, dann das Fahrzeug aufgetankt und zuletzt noch unsere Vorräte im General Store ergänzt. Nach dem Nachtessen konnten wir uns noch mit Marcel und Doris, zwei anderen Reisenden, welche zurzeit die Gegend bereisen unterhalten. 

Auch heute hat es nicht sehr früh Feierabend gegeben. Es ist jetzt 23.20 und immer noch taghell… einfach toll.

Mittwoch, 1. Juni 2022

 

Nachdem uns vorgestern der Fährmann erzählt hat, dass am 1. Juni 2022 die Grenze zwischen Kanada und Alaska geöffnet werde und uns geraten hat, bereits am Vortag in den Yukon Campground hinüberzuwechseln, sind wir heute morgen nicht zu früh aufgestanden und haben nach dem Morgenessen versucht auf die Fähre über den Yukon zu kommen. Keine Kolonne, nur ein einzelner Camper vor uns und daneben ein voll beladener Lastwagen mit Kies. Also wurde zuerst der Lastwagen hinübergeschifft. Dann kamen bereits wir an die Reihe – ein Camper als Anhängerzug, zwei Camper und etwa vier PW’s konnten in einer Fahrt bedient werden. Dann fuhren wir auf den Top-of-the-world Highway wo wir die Aussicht auf die fernen Berge und die weiten Wald- und Hügelflächen genossen. Bei Little Gold passierten wir den amerikanischen Zoll, wo Walter und Therese noch Foto und Fingerabdruck nehmen lassen mussten. Ohne weitere Formalitäten konnten wir dann einreisen. Auf der amerikanischen Seite konnten wir die ersten Meilen auf der geteerten Strasse fahren, dann kam wieder die Gravel Road, wo wir bis zum Walker Fork Campground weiterfuhren. Heute Nachmittag mussten wir das erste Mal seit Beginn unserer Reise den Schatten suchen. Sooo schön…

Donnerstag, 2. Juni 2022

 

Wieder wurden wir heute morgen von der Sonne geweckt. Die Temperaturen waren zwar sehr tief, aber an der Sonne mochte man es recht gut aushalten. Nach dem etwas improvisierten Morgenessen – der Generator wollte nicht anspringen, so dass wir die Toast’s in der Bratpfanne rösten mussten und einem Nescafé anstatt einem Nespresso Kaffee – sind wir im Walker Fork Campground losgefahren. Kaum unterwegs ist ein Schwarzbär vor uns geflüchtet. Weiter nach Chicken, dem ersten Ort in Alaska am Top of the World Highway bzw. am Taylor Highway wie er in Amerika heisst. Dort sind wir die etwas baufälligen Relikte vergangener Zeiten besuchen gegangen, einen Saloon, eine Art General Store und auch das kleinste Post Office von Amerika. 

Danach ging es weiter in Richtung Tok. Kaum waren wir aus Chicken weggefahren, ist uns eine Elchdame mit ihrem Jungen über den Weg gelaufen – im wahrsten Sinne des Wortes. Dann kamen wir ohne weitere Abenteuer nach Tetlin Junction, wo wir wieder auf den Alaska Highway einbogen. In Tok haben wir in einem guten Campground unseren Platz bezogen. Am Nachmittag wurden dann noch Brötchen gebacken und als Nachtessen gab es Pizza. 

Freitag, 3. Juni 2022

 

Vom Tok RV Park ging es heute in Richtung Delta Junction zu Ende des Alaska Highways bei Meile 1422. Dort wurden auch wieder die obligaten Selfies gemacht. Beim Besuch des Visitor Center haben wir festgestellt, dass in der Gegend von Delta viele landwirtschaftliche Produkte hergestellt werden. Unter anderem auch ein Honig, welchen wir probieren wollen.

Danach sind wir weiter nordwärts gefahren, zuerst zu Rika’s Roadhouse, welches leider geschlossen war und dann zur Alyeska Pipeline, welche Erdöl von Prudhoe Bay hinunter nach Valdez bringt. Zum Schluss haben wir am Quartz Lake in einem schönen staatlichen Campground einen Platz für die Nacht gefunden.

Den Rest des Nachmittages haben wir mit einem Spaziergang am See und mit Feuer machen und grillieren verbracht. Unser Grillmeister hat uns ein feines Rindssteak zu den im Backofen gerösteten Minikartoffeln mit einer feinen Gewürzmischung vorgesetzt.

Samstag, 4. Juni 2022

 

Heute Morgen haben wir wiederum mit dem Generator die Kaffeemaschine betrieben, um einen feinen Kaffee machen zu können – und heute hat alles wieder perfekt funktioniert. Dann sind wir vom Quartz Lake weggefahren, um die letzten 75 Meilen bis Fairbanks hinter uns zu bringen. Unterwegs haben wir einen Halt am Tanana River gemacht, um die Aussicht auf die Alaska Range zu geniessen. Ob wir den Denali gesehen haben oder nicht wissen wir nicht genau. Teilweise sind die Bergspitzen etwas in den Wolken gewesen. An der Eielson Air Force Base vorbei sind wir dann nach North Pole gekommen und haben dem Samichlaus und seinem Laden – wenn man die riesige Auswahl von Tand und Kitsch so nennen darf – einen Besuch abgestattet. Von da aus waren es nur noch wenige Kilometer bis zum River’s Edge Campground in Fairbanks.

Am Nachmittag waren dann etwas putzen, ein Spaziergang am Chena River und etwas geniessen angesagt.

Sonntag, 5. Juni 2022

 

Heute ist der Besuch von Fairbanks vorgesehen. Zuerst das Morris Thompson Cultural and Visitor Center mit seiner Ausstellung zu Land und Leuten von Fairbanks im Besonderen und von Alaska im Allgemeinen. Dann haben wir das Lend Lease Monument besucht, welches an die Zusammenarbeit der Amerikaner mit den Russen im zweiten Weltkrieg erinnert. Auf der anderen Seite des Chena River liegt die Polaris Sculpture, welche Eis, Quartz und die Aurora Borealis als Thema hat. Danach sind wir nach einem kurzen Stadtspaziergang bei Ice-Museum angelangt. Einem Museum, das das alljährliche Eis-Skulpturen Festival vom März zum Thema hat. Nach einem Film darüber, wurden uns einige Skulpturen, die in einem Kühlraum stehen gezeigt, dann hat der Künstler Andy He eine Kurzvorführung über die Arbeit an dem Eis vorgeführt. 

Als Abschluss unseres Stadtbesuches haben wir das Museum of the North bei der Universität von Alaska ausgewählt. Dieses zeigt Land und Leute von Alaska mit vielen interessanten Geschichten. 

Das Nachtessen haben wir dann in Chena’s Alaskan Grill Restaurant eingenommen, wobei wir dort mit einem Buffet mit Spezialitäten aus der Gegend überrascht wurden. 

Montag, 6. Juni 2022

 

Heute Morgen soll es zuerst zum Oelwechsel zur Alyeska Tire gehen. Nachdem mir am Samstag der Mann am Telefon erzählt hat, bei ihnen gelte «first come, first served», hiess es heute Morgen, dass ich ein Appointement zu machen habe. Also haben wir den Oelwechsel und die Kontrollen auf Morgen verschoben. So haben wir heute Zeit gehabt, um zur Dredge No. 8 zu fahren. Dabei haben wir ein weiteres Mal an der Alyeska Pipeline Halt gemacht und wiederum interessante Fakten zum Oeltransport erhalten. Da bei der Dredge No 8 sehr viele Leute warteten und der Spass uns fast 50 Dollar (pro Person!!) für die zwei Stunden Führung gekostet hätte, sind wir dort wieder weggefahren und haben den Ort «Fox» gesucht. Es handelt sich dabei um ein paar Häuser, die in einem grossen Bereich verstreut liegen. Auch hat es dort scheinbar «aktive Minen», also Goldsucher am Werk. Danach fuhren wir nochmals zu dem Museumsparkplatz der UAF und haben dort den Botanischen Garten gesucht und schlussendlich auch gefunden. Da wir recht früh im Jahr daran sind, waren noch nicht viele Sachen zu bewundern. Schlussendlich sind wir zum Campground zurückgefahren und haben den Nachmittag für uns genossen. Die einzigen «wilden Tiere» die wir heute beobachtet haben sind die beiden Enten… 

Dienstag, 7. Juni 2022

 

Bereits um sechs Uhr war heute Morgen Tagwache. Wir hatten um acht Uhr bei den Alyeska Tires zu sein, für den Oelwechsel, die Kontrolle der übrigen «Fluid-Levels» und die Beurteilung der Pneus. Und das hat bestens geklappt. Wir sind mit dem Uber wiederum zum Morris Tompson Visitor Center gefahren und haben dort um 10 Uhr den Film über den Denali Nationalpark anschauen wollen. Noch bevor der Film angefangen hat, habe ich den Anruf der Alyeska Tires erhalten, das Fahrzeug sei fertig. So habe ich mit Chad abgemacht, dass wir das Fahrzeug in einer Stunde abholen würden. So konnten wir den Denali Film richtig geniessen und sind dann wiederum mit einem Uber Fahrer zurück zur Pneu Firma gefahren. Danach ging es zu Safeway für einen weiteren Grosseinkauf. Von dort sind wir dann die fast 100 km nach Chena Hot Springs gefahren. Dort konnten wir uns auf dem Campground einen schönen Platz aussuchen und dann ging es in das Bad. Die heissen Quellen sind wirklich heiss – 108 Grad Fahrenheit sind fast 43 Grad Celsius. Bei dem schönen warmen Wetter hat es sich dann gelohnt noch ein wenig an der Sonne zu liegen und zu geniessen. Mit einem feinen Apéro und einem noch feineren z’Nacht haben wir den Tag abgeschlossen.

Mittwoch, 8. Juni 2022

 

Nach einer wiederum eher kühlen Nacht konnten wir auch heute Morgen bei schönstem Wetter frühstücken. Danach ging es von Chena Hot Springs zurück nach Fairbanks und dann über den George Parks Highway dem Denali entgegen. Bei einem Zwischenhalt in Nenana beim Zusammenfluss des Nenana Rivers in den Tanana stellten wir fest, dass es bis zum Denali Nationalpark nur noch rund 100 km waren. In Nenana besuchten wir das Railroad Museum, wo uns der Diensthabende Verschiedenes erzählte. Unter anderem auch die Geschichte mit der Nenana Ice Classig. Einer Art Wette, an welchem Tag, zu welcher Stunde und Minute das Eis des Tanana Rivers brechen werde. Im 2022 sollen die Gewinner, welche die genaue Minute vorausgesagt hatten, je einen Betrag von etwas über sechstausend Dollar erhalten haben. Dann beschlossen wir, direkt zum Denali Nationalpark zu fahren und morgen, wo das Wetter auch gut gemeldet wurde, die Fahrt in den Nationalpark zu buchen. Als wir im Denali NP angekommen sind, haben wir als erstes einen jungen Elch beim Grasen beobachten können. Dann haben wir den Campground und die Fahrt für Morgen gebucht, unseren Platz im Bear Loop des Riley Creek Campgrounds ausgesucht und sind dann bis zum Savage River in den Park hineingefahren. Dabei haben wir wiederum Elche und von Ferne sogar zwei Caribous gesehen. Beim Spaziergang in der Nähe des Savage River Campgroundes haben wir dann sogar einen Blick auf den Mount Denali erhaschen können. Leider hat er sich auch heute teilweise in Wolken gehüllt, so dass wir seine Grösse nur erahnen konnten. Danach ging es zurück zu unserem Platz, wo es nach einem feinen Z’nacht relativ früh Feierabend gab.

Donnerstag, 9. Juni 2022

 

Wieder einmal musste heute früh aufgestanden werden. Wir haben den Bus zum East Fork River gebucht – im Moment der Wende-punkt für die grünen Denali-Busse. So sind wir um 08.30 Uhr mit Deane, unserer Chaufeurin losgefahren und haben schon nach kurzer Zeit einen Fotostopp wegen eines Elchs eingelegt. Dann ging es weiter in den Park hinein, wobei wir von Zeit zu Zeit kurze Stopps einlegten, um Tiere oder Berge zu fotografieren. Nachdem sich der Denali praktisch in seiner vollen Pracht gezeigt hat, gehören wir zu den wenigen Prozent Leuten, die den Berg ganz gesehen haben. Bei dem East Fork River angekommen, hätten wir mehrere Möglichkeiten von Spaziergängen gehabt. Da aber die Temperaturen sehr tief waren und die Chance klein war, mehr wilde Tiere zu sehen, haben wir darauf verzichtet und sind mit dem gleichen Bus wieder zurückgefahren. Der Besuch im Visitor Center, mit dem Film über die Arbeit der Ranger mit den Schlittenhunden war eindrücklich. 

Nach dem Leeren des Abwassers und dem Füllen des Frischwassertankes sind wir dann wieder auf unseren Platz im Campground gefahren und haben dort das schöne, aber kalte Wetter genossen.

Freitag, 10. Juni 2022

 

Nach dem Morgenessen und dem Auffüllen des Wassertanks sind wir heute Morgen aus dem Denali Nationalpark weggefahren. Zuerst ging es nach Cantwell, wo das Benzin zu einem horrenden Preis aufgefüllt wurde und dann auch das Gas, welches hier auch fast doppelt so teuer war, wie bisher. Dann ging es auf den Denali Highway, welcher von Cantwell nach Paxson hinüberführt. Untewegs sind wir zuerst einem Elch, dann einigen Wasservögeln und zum Schluss noch einen recht stolzen Weisskopfseeadler begegneten. Recht stolz, weil er uns zwar beobachtet hat, aber aus seinem Ast sitzen blieb, auch nachdem wir ihm recht nahe kamen und ihn so sehr gut fotografieren konnten. Der Denali Highway ist zuerst etwas geteert, dann folgen viele Meilen holperige Gravel Road und zuletzt ein paar Meilen zwar geteert, aber so wellig, dass man gleichwohl nicht schnell fahren durfte.

Den ersten Campground Brushkana haben wir ausgelassen, weil wir fanden, dass es zu früh war, um schon einen Platz zum Übernachten zu beziehen. Beim nächsten dem Tangel Lake Campground hiess es – Zufahrt gesperrt – so mussten wir bis zum Paxson Lake weitefahren und haben dann aber dort einen tollen Platz zu einem sehr günstigen Preis erhalten. 

Samstag, 11. Juni 2022

 

Gestern haben wir festgestellt, dass unser Kühlschrank mit dem Gas nicht richtig funktioniert. So haben wir gestern Abend und heute Morgen unseren Generatoren ein wenig länger laufen lassen, damit alles gefroren und kühl bleibt. Dafür konnten wir in aller Ruhe unseren Nespressokaffee aus der Maschine und getoastetes Brot geniessen. Danach sind wir vom Paxon Lake weggefahren in Richtung Süden. Unterwegs haben wir bei zwei Baustellen, welche je über zehn Meilen lang waren, je einem Pilot-Car hinten nachfahren müssen. Auch haben wir zwei Caribous mit einem Jungen gesehen. In Glenallen haben wir im Generalstore ein paar Sachen eingekauft und sind dann bis zum Slide Mountain Cabins und RV Park durchgefahren. Dort haben wir einen Platz mit full-hook-up gebucht und uns den Nachmittag mit dem Nachführen unserer «Statistiken» und der Web-Site verbracht.

Sonntag, 12. Juni 2022

 

Bei schönem, aber eher kaltem Wetter konnten wir vom Slide Mountain RV Park wegfahren. Durch viel Wald und weite Ebenen entlang von Seen sind wir gegen Anchorage gefahren. Unterwegs genossen wir die Aussicht auf die Gletscher und Berge. Besonders beeindruckt sind wir vom Matanuska Gletscher gewesen, der seine Zunge weit in die Ebene hinein streckt. Ausser ein paar Dall-Sheeps aus sehr weiter Entfernung haben wir bis hierher keine Tiere beobachten können. Beim Ship Creek RV Park konnten wir einen anständigen Platz beziehen. Dann haben wir noch einen Spaziergang an den Ship Creek gemacht, wo – gemäss der Frau im Office – der Salmon Run der King Salmon begonnen haben soll. King Salmon haben wir keine gesehen, dafür aber Möven und einen jungen Weisskopfseeadler. Beim Zurückgehen zum Campground sind wir noch einem Zug der Alaska Railroad begegnet.

Montag, 13. Juni 2022

 

Heute ist unser Tag in Anchorage. Wir wollen zuerst Wäsche erledigen, etwas den Camper putzen und am Nachmittag die Stadt besichtigen. Zuerst haben wir das Visitor Center besucht, um uns etwas zu informieren. Dann haben wir die Ausstellung im Federal Building besucht und uns dort den Film über das Erdbeben in Anchorage und den Tsunami im Pazifik angesehen. Danach zum Capitain Cook Denkmal spaziert und dann wieder über das Alaska Railway Depot zurück zum Campground. Später wollten wir in der Stadt Nachtessen. Beim ersten Restaurant, der Glacier Brewery war alles besetzt und so entschieden wir, dass wir im Restaurant des Hilton Hotels Nachtessen würden. Dort haben wir dann auch Platz gefunden und ein feines Nachtessen verspiesen.

Dienstag, 14. Juni 2022

 

Nach dem Ausschlafen und dem Morgenessen haben wir uns heute zuerst auf die Suche nach einem RV-Shop gemacht. Erstens wollten wir wissen, ob wir etwas gegen das komische Geräusch beim Kühlschrank machen könnten. Glücklicherweise hat der Kühlschrank sich wieder eingerenkt und funktioniert wieder einwandfrei. So war es kein Problem, dass uns die Leute dort nicht antworten konnten. Dann brauchten wir noch einen «Door Latch» oder eben eine Türfalle für die Türe von Dusche/WC. Auch hier habe ich nicht genau das gewünschte erhalten. Da wir den Einbau noch nicht gemacht haben, hoffe ich noch, dass das funktionieren wird.

Danach mussten wir noch für mein Amerika Handy schauen, da hier die SIM-Karte nicht mehr erkannt wurde. Also sind wir zur Dimond Mall hinausgefahren und haben dort neben dem Ersatz der Karte noch einen Einkauf machen können.

Dann ging es an den Turnagain Arm, einen Meeresarm mit sehr wenig Wassertiefe. Leider war das Versprechen des Beluga Point – dort Belugas zu sehen – nicht realistisch. Dann sind wir nach Girdwood gefahren und liessen uns dort durch das «Aerial Tram» auf den Mount Alyeska tragen. Ein Berg von rund 2300 Höhe – nicht Meter, sondern Fuss – also etwa 700 Meter hoch. Dort war das Wetter glücklicherweise noch recht gut. Leider hat es sich dann etwas verschlechtert als wir gegen Homer zu gefahren sind. Auf dem Granite Creek Campground haben wir uns einen «sonnigen» Platz ausgesucht. Leider hat sich die Sonne aber hinter vielen Wolken versteckt.

Mittwoch, 15. Juni 2022

 

Bei klarem schönem Wetter war es heute Morgen wieder einmal sehr kalt. Sogar das Quecksilberröhrchen an unsem Aussenthermometer hat die Kälte nicht erlitten und sich aus dem Staub gemacht. So sind wir dann aufgebrochen in Richtung Homer. Nach ein paar Zwischenhalten haben wir in Kenai City einen Einkaufsstopp gemacht und uns mit dem Wichtigsten eingedeckt – unter anderem ein feines Dessert, Wassermelonenschnitze und weiteres.

Dann sind wir an die Kalifornski Beach gefahren und haben dort am Meer eine Zwischenverpflegung genossen. 

Von hier aus waren es dann nur noch etwas über 50 Kilometer bis nach Ninilchik, wo wir im State Park einen sehr schönen Platz an der Sonne – und heute scheint diese von einem unverhüllten blauen Himmel – ergatterten. Auch der Abstieg hinunter an den Strand ist gerade neben unserem Platz. Genuss pur…

Donnerstag, 16. Juni 2022

 

Wieder ein kalter Morgen. Nach dem Heizen, der Morgentoilette und dann dem Morgenessen sind wir ein kleines Stück zurückgefahren und in Ninilchik die russisch-orthodoxe Kirche besichtigen gegangen. Ein interessantes Bauwerk und eine fast noch interessantere Umgebung. Die «natürliche Umgebung» hat uns sehr gut gefallen, aber auch die Adler, welche wir immer wieder zu Gesicht bekamen. Zum Schluss entdeckten wir noch ein Nest eines brütenden Weisskopfseeadlers.

Danach ging es weiter nach Homer, wo wir am Ortseingang auf dem Vistapoint anhielten und die Aussicht über den Homer Spit und über die Katchemak Bay sowie die Berge des gleichnamigen State-Wilderness-Parks genossen. Im Ocean Shores RV Park haben wir mit Glück einen Platz für zwei Nächte erhalten. Dann ging es hinaus auf den Homer Spit, einer Art Landzunge ins Meer hinaus. Dort sind sehr viele Souvenirläden, Anbieter von Flug- und Bootstouren und Restaurants. Auch das Fishing Hole, eine Lagune, wo viele Leute sich beim Lachsfischen versuchen.

Beim Zurückgehen zum Camper sind wir bei einer jungen Dame vorbeigekommen, die gerade die Halibut’s filetiert hat, die von den Fischern angeliefert wurden. Dann ging es noch hinaus zur Beluga Lake Viewing Platform, wo wir zuerst einer Elchdame begegnet sind, die dort an der Strasse gefressen hat. Beim Zurückfahren ist dann auch das Junge auf die Strasse gekommen und hat sich uns wie zu einer Fotosession präsentiert.

Später genossen wir ein feines z’Nacht und die Ruhe des Abends.

Freitag, 17. Juni 2022

 

Heute Morgen wollen wir das Kilcher Homstead Living Museum besichtigen. Nach einer Fahrt gegen Osten, sind wir bei der Kilcher Road angelangt. Bereits etwa eine Meile vor dem Ziel hiess es, «no RV’s». So liessen wir mein Chalet stehen und machten uns zu Fuss auf den Weg. Bevor wir bei den Gebäuden des «Homestead» ankamen, hiess es «no trespassing» - Durchgang nur mit telefonischer Anmeldung. So versuchte ich die Nummer anzurufen, erhielt aber nur von einem Automaten eine Nachricht, dass die geführte Tour um zehn Uhr anfange und private Touren nur gegen Aufpreis durchgeführt würden. Ziemlich enttäuscht haben wir also den Rückzug angetreten. Beim Zurückfahren sind wir dann noch über die East Hill Road auf die Hügel gefahren, um die Aussicht über Homer zu geniessen. Leider hat das Wetter heute wieder einmal nicht richtig mitgemacht. Auf dem Hügel war es bereits bewölkt. Dann besuchten wir noch das Visitor Center und das Pratt Museum, welches das Leben in Homer in der Vergangenheit recht gut aufzeigt. Als wir das Museum verliessen, hat es zu regnen angefangen und wir beschlossen, den Rest des Nachmittags an der Wärme im Camper zu verbringen. Wahrscheinlich werden wir heute Abend wieder einmal auswärts Nachtessen – Homer – die Halibut Capital of the World – zu verlassen, ohne einmal einen Halibut probiert zu haben scheint uns doch nicht angebracht…

 

P.S. Im Restaurant The Green Can direkt neben dem Campingplatz konnten wir uns mit einem hervorragend zubereiteten gedämpften Halibut mit Gemüse und Kartoffeln verwöhnen lassen…

Samstag, 18. Juni 2022

 

Nach dem Morgenessen sind wir heute zuerst den Farmers Market in Homer besuchen gegangen. Eine tolle Auswahl an Gemüsen und Salaten, Backwaren, Honig und Konfis, Sirup aber auch Schmuck und Töpferwaren und vieles mehr war dort zu bewundern und zu erwerben. Mit ein paar neu erworbenen Delikatessen sind wir dann wieder «on the road» gefahren. Zuerst hielten wir beim Aussichtspunkt etwas südlich von Ninilchick, bei den Klippen, dann in Soldotna, wo wieder einmal Gläser gekauft werden mussten, und dann ging es weiter bis zum Quartz Creek CG, wo wir übernachten wollten. Da dieser bereits beim Eingang als «full» angeschrieben war, fuhren wir weiter bis zum Trail Creek Campground. Dort hatten wir mehr Glück. Wir haben einen schönen grossen und vor allem ebenen Platz gefunden.

Sonntag, 19. Juni 2022

 

Vom Trail River Campground ging es heute Morgen nach spätem Aufstehen und Frühstück hinunter nach Seward. Dort wollten wir wie gewohnt bei den «Zahlmaschinen» einen Campground reservieren. Leider sind diese heute nicht mehr vorhanden und eine Reservation kann nur noch on-line gemacht werden. Also versuchten wir zuerst die ganzen drei Nächte zu reservieren. Auch hier funktionierte gar nichts. Nur «dry campsites» waren verfügbar. Da wir unbedingt Strom und Wasser wollten, habe ich versucht nur eine Nacht zu buchen und siehe da – es hat geklappt. Also sind wir heute abend auf dem 433 und werden morgen weiterschauen. Später haben wir dann noch einen längeren Spaziergang durch Seward gemacht. Zuerst dem Meer entlang zum Sea Life Center, welches wir kurzerhand besuchten. Eine interessante Ausstellung von Meerestieren aller Formen. Fische, Robben, Seehunde, Shrimps, Seesterne und so weiter…

Danach ging es durch die «Hauptgeschäftsstrasse» von Seward hinauf und später zum Hafen hinunter. Das Nachtessen haben wir im Ray’s Waterfront Restaurant eingenommen, wo wir jedes eine eigene Spezialität mit Lachs oder Halibut genossen haben.

Montag, 20. Juni 2022

 

Heute Morgen müssen wir zuerst einmal unseren Platz wechseln. So entschlossen wir uns, eine kurze Fahrt zum Safeway und zum Seward Visitor Center zu machen. Dort konnten wir uns wieder einmal mit den wichtigsten Informationen über die aktuelle Position – Seward und die künftigen Orte wie Valdez und Skagway sammeln. Dann gingen wir den neuen Platz besetzen. Später sind wir dann bis zum Seward Depot, dem Bahnhof der Alaska Railway spaziert und haben dabei verschiedene Gift-Shops angeschaut. Auch einen Ausflug mit dem Schiff durch die Resurrection Bay hinunter zum Aialik Cape, weiter entweder zum Aialik Glacier oder dem Holgate Glacier und dann durch die Inseln hindurch wieder hinauf nach Seward haben wir uns für Morgen gebucht. Hoffentlich wird das Wetter wie die Prognose voraussagte noch etwas besser als heute, wo es zwar stark bewölkt ist, die Sonne aber oft durchgeschienen hat. Beim Seward Depot hatten wir auch die Gelegenheit, den wartenden Coastal Classic Train der Alaska Railway zu bewundern. Beim Zurückgehen zum Camper haben wir unterwegs zuerst weit oben am Berg einen hellen Grizzly und

Dann zwei weitere dunklere Bären gesehen. Bei der Anlegestelle für die Fischerboote konnten wir den stolzen Hobby-Fischer beim Ausladen ihrer Beute zuschauen und dann dem Profi, wie dieser die Halibuts, die Lachse und die Rock-Fish filetiert hat.

Dienstag, 21. Juni 2022

 

Am längsten Tag dieses Jahres haben wir zuerst wiederum den Camper umplatzieren müssen. Da wir für die Glacier- & Whale Watching Tour bereits um zehn Uhr dreissig vor Ort sein mussten, konnten wir den neuen Platz noch nicht beziehen und mussten auf dem Municipal Parking Lot einen Platz finden. Dann ging es zu den Kenai Fjords Tours, wo wir unsere Boarding Passes für die Tanaina – unser Schiff – erhielten. Um halb zwölf ging es dann los. Unsere Frau Kapitän hiess alle Gäste willkommen – viel mehr habe ich wegen der schnellen Sprechweise der Dame und wegen der verzerrten Wiedergabe durch den Lautsprecher leider nicht verstanden. Trotzdem war die Fahrt südwärts durch die Resurrection Bay sehr interessant. Wir haben unterwegs mit Buckelwalen angefangen, dann sahen wir in mehreren Malen Orcas oder Schwertwale und wieder Buckelwale. Weitere Tiersichtungen waren die Puffins, dann Seelöwen, Harbour Seals und zuletzt einen Weisskopfseeadler. Der Höhepunkt des Ausflugs war die Fahrt zum Holgate Glacier einem Arm des Harding Icefields.

Zurück ging es fast auf derselben Route, wo wir wiederum die verschiedensten Tiere sichten konnten. Etwa um halb sechs sind wir dann wohlbehalten in Seward wieder eingetroffen. Dann wurde unser neuer Platz bezogen und viele Fotos gesichtet und gesichert.

Mittwoch, 22. Juni 2022

 

Heute Morgen konnten wir es uns leisten auszuschlafen. Nach dem Frühstück ging es zur Dump Station zur entsorgung und dann zu Safeway um unsere Vorräte wieder aufzufüllen. Dann sind wir zum Exit Glacier gefahren, welcher zu den Kenai Fjords National Parks gehört. Dort unternahmen wir einen Spaziergang zum Glacier View Point, einem Punkt, von wo aus, der Gletscher gut zu betrachten war. Auch dieser Gletscher ist auf dem Rückzug. Sobald ich wieder Internet habe, will ich meine Fotos von 2018 und die von heute vergleichen, um zu sehen, ob schon in diesen vier Jahren ein Unterschied festzustellen ist. Nach dem Besuch des National Park Visitor Centers sind wir dann die recht kurze Strecke zum Ptarmigan River Campground gefahren und haben uns dort einen schönen Platz gesucht. Nach einem weiteren Spaziergang «dem Ptarmigan River entlang» haben wir den Rest des Nachmittages mit «Lagerfeuer» und Geniessen verbracht.

Donnerstag, 23. Juni 2022

 

Vom Ptarmigan Creek CG aus sind wir heute nach Whittier gefahren. Unterwegs haben wir beim Portage Glacier einen Zwischenhalt gemacht, um diesen zu fotografieren. Leider hat man von von diesem Punkt aus, den Gletscher überhaupt nicht gesehen. So sind wir wieder auf die Hauptstrasse zurückgekehrt und konnten dann von dort aus unsere Fotos schiessen. Dann ging es zum Portal des Tunnels nach Whittier. Eine ganz spezielle Erfahrung… Der Tunnel ist für den Zug und für die Autos der gleiche. So fährt man durch das Eingangsportal und dann auf der Strasse, auf welcher auch die Schienen verlaufen einen etwas über 2 Meilen langen Tunnel. Kurz bevor wir einfahren konnten, ist dann auch noch der Zug durchgefahren. Auf der anderen Seite öffnet sich dann der «Kessel» von Whittier. Nach dem Parkieren auf dem Creek Side Campground haben wir uns daran gemacht, das Dorf zu erkunden. Interessant war der Small Boat Harbour mit vielen Booten, die zu Wasser gelassen oder aber an Land gezogen wurden. Im Whittier General Store wollten wir noch ein paar Früchte kaufen. Leider war das Angebot aber sehr beschränkt – in einem Kühler waren ein wenig Gemüse aber keine Früchte mehr… So werden wir diese halt wohl erst übermorgen in Valdez kaufen können.

Nach dem Dorfspaziergang haben wir noch einen Moment die Sonne genossen. Zudem haben wir heute auch die Fähren von Haines nach Juneau und von Juneau nach Skagway gebucht.

Freitag, 24. Juni 2022

 

In Whittier haben wir heute Morgen wieder einmal grau in grau begonnen. Glücklicherweise hat es nicht auch noch geregnet. Um zehn Uhr hat das Büro bei der Fähre geöffnet. So sind wir kurz nachher dort eingetroffen für das check-in. Dieses lief problemlos und so konnten wir uns die Zeit noch etwas am Hafen, und dann später im Camper «totschlagen». Mit etwa einer Viertelstunde Verspätung ist die Aurora, unsere Fähre nach Valdez eingetroffen. Zuerst musste ausgeladen werden, dann wurde wieder Verladen. Zuerst eine Reihe PW’s, dann sind schon wir an die Reihe gekommen. In der Fähre hiess es dann, ganz nach vorne fahren und dort quer hinstellen. Nach einigem Manövrieren – gemäss den Anweisungen der Fährmannschaft – standen wir richtig und konnten hinauf auf das Passagierdeck. Dort haben wir uns einen guten Platz vorne im Schiff ausgesucht. Mit etwas über einer halben Stunden Verspätung ist es dann losgegangen. Unterwegs haben wir einige Gletscher, viele Berge und ein paar wenige Seelöwen gesehen. Leider liessen sich die Wale heute nicht blicken. 

Kurz vor neun Uhr abends sind wir dann wohlbehalten in Valdez eingetroffen und konnten unseren vorreservierten Platz auf dem KOA Campground beziehen.

Hier hat dann auch wieder die Sonne geschienen.

 

P.S. Verglichen mit der Überfahrt im 2018 war diese Fahrt trotz bedecktem Wetter sensationell schön – im 2018 hat es die ganze Zeit Bindfäden geregnet und wir haben überhaupt nicht gesehen durch welche tolle Gegend wir gefahren sind.

Samstag, 25. Juni 2022

 

Valdez hat uns heute Morgen wieder mit einem Wolkendeckel begrüsst. Als wir uns auf den Weg zu der Salmon Creek Hatchery machten, hat es angefangen aufzutun und die Sonne begann durchzuscheinen. Beim Salmon Creek haben wir die Fischzuchtanstalt besucht. Eine interessante Geschichte über die Aufzucht der jungen Lachse. Dann ging es hinein in den Ort, wo wir das Visitor Center besuchten und später im Museum of Valdez die Geschichte des Ortes kennen lernten. Insbesondere die Katastrophe von 1964 mit dem Erdbeben und dem darauffolgenden Tsunami. Nach dem Auffüllen unserer Vorräte sind wir dann noch zum Valdez-Glacier gefahren. Der View Point ist am See beim Ende des Gletschers. Eindrücklich, wie hier die Eisbrocken lagen. Leider ist der Gletscher, wenn dieser wirklich noch so weit herunterkommt, nicht sichtbar. Nach einem kurzen Spaziergang am See ging es dann zurück zu unserem RV-Park.

Sonntag, 26. Juni 2022

 

Heute soll es nordwärts bis nach Glenallen gehen. Den ersten Zwischenhalt haben wir bei den Horsetail Falls und den zweiten bei den Bridal Veil Falls, zwei Wasserfällen im Keystone Canyon gemacht. Dann sind wir über den Thompson Pass bis zum Worthington Glacier gefahren. In Valdez und unterwegs bis zum Thompson Pass war ein Wolkendeckel über uns. Beim Pass waren wir dann knapp über dem Wolkendeckel und dann hat die Sonne den ganzen Tag geschienen. Vom Worthington Glacier, wo wir die Aussichtsplattform und dann den See besuchten, sind wir dann bis zum Visitor Center des Wrangell-St. Elias Nationalparks gefahren. Eine interessante Ausstellung über die Gletscher und die Berge in diesem Park. Der Warngell Mountain ist auch heute noch ein aktiver Vulkan, aber schon lange nicht mehr ausgebrochen. Bei klarem Wetter sehe man den Rauch aus seinen Gipfeln steigen. Zum Schluss sind wir in den Dry Creek Campground kurz vor Gulkana gefahren. Alles wären perfekt gewesen, wenn die Mücken nicht gewesen wären. 

Montag, 27. Juni 2022

 

Vom Dry Creek ging es heute nach Tok. Eine Strecke von etwas mehr als 220 km. So waren wir nicht in Zeitdruck und konnten ab und zu anhalten, um die Berge im Süden zu betrachten. Den Mount Drum und den Mount Sanford konnten wir in etwas Dunst erkennen. Die weiter entfernten noch höheren Berge waren aber nicht mehr sichtbar. Neben Weisskopfseeadlern konnten wir noch einen kurzen Blick auf eine Elchmama mit ihrem Jungen erhaschen. Schon kurz nach dem Mittag sind wir in Tok eingetroffen und haben es uns auf dem Tok RV Park gemütlich gemacht. 

Dienstag, 28. Juni 2022

 

Heute Morgen sind wir eher spät aufgestanden, da die heutige Etappe «nur» etwas über 100 km weit gehen soll. Der Deadman Lake CG ist unser Ziel. Mit ein paar Zwischenhalten sind wir am frühen Nachmittag dort angekommen. Unser erster Gang war der Besuch der Aussichtsplattform beim See. Dort haben wir zuerst einen Golden Eagle und dann einen Bald Eagle beobachten können. Dann haben wir den restlichen Nachmittag mit Spazieren und mit Geniessen im Campingstuhl und – mit dem Versuch die Mücken zu vertreiben - verbracht. 

Mittwoch, 29. Juni 2022

 

Entgegen unserem ersten Plan soll auch die heutige Etappe nicht zu lange werden. Wir haben entschlossen, dass wir die nächsten zwei Etappen in drei Tage aufteilen wollen. So haben wir nicht über 300 km an einem Tag zu fahren. Also ging es heute vom Deadman Lake zuerst bis zum Visitor Center des Tetlin Wildlife Refuge, bevor wir dann zur kanadischen Grenze kamen. Eine junge Dame wollte wissen, wohin wir reisen wollten, wie lange wir in Kanada bleiben wollen, wem der Camper gehöre und einiges weiteres. Nachdem wir alle Fragen scheinbar zu ihrer Zufriedenheit beantwortet hatten, erhielten wir unsere Pässe zurück und es hiess: You are good to go…

Dann ging es weiter bis kurz vor unserem Tagesziel, wo Walter einen Elch im See sah. Da ich nicht sofort angehalten habe, konnten wir diesen nicht mehr sehen. Als wir realisierten, dass wir so kurz vor dem Tageziel waren, habe ich gewendet und wir sind die Elchdame mit Jungem, im See fressend, bewundern gegangen. Danach mussten wir noch einige km weiter zurück, bis wir wieder wenden konnten und dann im White River CG des Discovery Yukon Lodging einchecken gingen.

Den restlichen Nachmittag verbrachten wir heute mir Brötli backen, lesen und spielen und den Lärm des Generators für den Strom der Anlage «geniessen».

 

P.S. Discovery Yukon Lodging liegt irgendwo im nirgendwo…

      am Alaska Highway

Live each day as if it were the first day of your Honeymoon and the last day of your Vacation -  angeschrieben an einem Nachbarcamper…

Donnerstag, 30. Juni 2022

 

Nach einer regnerischen Nacht sind wir heute in einem grauen regnerischen Morgen erwacht. Nach dem Morgenessen ging es vom White River in Richtung Süden, um zuerst an den Kluane Lake und nach Burwash Landing zu gelangen. Dort haben wir ein ausgezeichnetes Museum mit den Wildtieren des Yukon besucht. Irgendwo haben wir noch kurz einen Schwarzbären verschwinden sehen… leider nicht mehr. Dann ging es weiter bis zum Kluane National Park Visitor Center, von welchem aus häufig die Dall Sheeps zu sehen sind. In weiter Ferne konnten wir ein Sheep mit einem Jungen mit dem Feldstecher beobachten. Dann führte unser Weg nach Haines Junction, wo dann auch die Sonne wieder schien und wo der Alaska Highway in Richtung Whitehorse weiterführt, wir aber den Haines Highway nahmen und bis zum Kathleen Lake weiterfuhren, wo wir im Campground einen schönen Platz im Wald fanden. Leider wurde die Lagerfeuerromantik durch ein wenig Regen leicht beeinträchtigt. Trotzdem für mich ein gelungener Tag.  

Freitag, 01. Juli 2022

 

Bei schönstem Wetter sind wir heute Morgen erwacht. Den Kathleen Lake CG verlassen wir in Richtung Süden. Bei dem View Points haben wir fast jedes Mal angehalten und die Berge und die weiten Hochebenen zu bestaunen. Die Million Dollar Falls mussten besucht werden. Was ist daran «a Million Dollar»??? Ein Campingplatz über dem Wasserfall, den wir leider nur von oben betrachten können – trotzdem den Halt wert.

Dann ging es zur amerikanischen Grenze, wo wir nach etlichen Fragen, welche wir dem Zollbeamten scheinbar zu seiner Zufriedenheit beantworten konnten, einreisen und die Fahrt nach Haines fortsetzen konnten. Den gewünschten Campground am Meer konnten wir leider nicht benutzen, da die Dame uns beschied, sie sei «fully booked». So fuhren wir hinauf zum Haines Hitch-up RV Park und erhielten dort einen schattigen Platz mit allen was man braucht.

Heute Abend wollen wir nach dem Nachtessen noch den Chilkoot Lake besuchen und hoffen, dort Bären zu sehen. 

Leider war unsere «Bärenjagd» erfolglos. Wir sind bis zum Chilkoot Lake gefahren und haben dort zwei Bald Eagles gesehen.

Samstag, 2. Juli 2022

 

Heute ist Farmers Market in Haines. Also sind wir nach dem Morgenessen zu den Fairgrounds oder auch nach Dalton City spaziert und haben dort unsere Einkäufe von Brot, Salat und anderen Spezialitäten gemacht. Dann mussten wir zurück zum Camper, um diese Sachen nicht die ganze Zeit mit uns mitzuschleppen. Als nächsten Besuch ist die American Bald Eagle Preserve, eine Art Museum der Wildtiere Alaskas mit Schwerpunkt Weisskopfseeadler vorgesehen. Nachdem wir die Weisskopfseeadler, aber auch die anderen Raubvögel wie Habichte, Falken und Eulen in den Aussengehegen gesehen hatten, ging es in die Innenräume des Museums, wo eine Ausstellung viele Tiere Alaskas zeigte. Weiter ging es an den Hafen von Haines, wo aber nicht viel los war. Den Rest des Nachmittages haben wir beim Camper bei schönstem Sonnenschein verbracht. 

Sonntag, 3. Juli 2022

 

Heute geht es nach Juneau, der Hauptstadt Alaskas. So verbringen wir den Morgen gemütlich und gehen dann einkaufen. Dann geht es - via Fährterminal, wo wir das Check-in für heute Nachmittag machen können - an den Chilkoot Lake. Wir hofften, dass wir vielleicht heute Grizzlybären sehen würden. Leider vergebens. Dafür haben wir wiederum mehrere Weisskopfseeadler gesehen und wir konnten die Lachse beim Springen beobachten. Kurz nach dem Mittag sind wir dann zum Fährterminal zurückgefahren und haben uns in die Linie gestellt. Die Fähre ist heute mit fast einer Stunde Verspätung angekommen. Die Abfahrt hat sich dann aber nur um etwas über eine halbe Stunde verzögert. Dann ging es bei ruhiger See südwärts nach Auke Bay, dem Fährhafen von Juneau. Unterwegs konnten wir neben einem Wal auch noch eine Delphinfamilie sehen. In Auke Bay ist dann das Entladen recht schnell gegangen und wir konnten den vorreservierten Campingplatz im Glacier Nalu Campground beziehen können. Heute ist es bereits um zehn Uhr abends finster geworden…

Montag, 4. Juli 2022

 

Heute ist Independence Day – der amerikanische Nationalfeiertag.  Und wir wollen am heutigen Tag die Umgebung von Juneau erkunden. Als Erstes besuchen wir den Mendenhall Glacier mit dem Visitor Center. Zuerst haben wir uns etwas verfahren und sind an den Mendenall Lake beim Campingplatz der State Parks gelangt. Dafür konnten wir ein paar schöne Bilder von etwas weiter weg vom Gletscher und den Nugget Falls schiessen. Dann ging es ohne Umweg zum Parkplatz des Tongass National Forest, wo wir wieder einmal von meinem Nationalpark Jahrespass profitiert haben. Dann sind wir den Photo Point – eine Aussichtsplattform mit herrlichem Blick auf den Gletscher besuchen gegangen und von dort aus zu den Nugget Falls spaziert. Nachdem wir einige Fotos geschossen hatten, sind wir zum Visitor Center gelaufen und liessen uns dort in einem tollen Film über die Tongass National Forests und die Gletscher des Juneau Icefields informieren. Nach einem weiteren Spaziergang durch den «Trail thru times» sind wir dann wieder bei meinem Chaltet gelandet und weiter über den Safeway zum Eagle Creek State Park gefahren. Leider waren die erwarteten Adler dort nicht zu sehen. So ging es zurück zum «Shrine of Sainte Therese». Eine Kapelle zu Ehren einer französichen Heiligen. Wunderschön auf einer kleinen Halbinsel gelegen. Da nun bereits späterer Nachmittag war, sind wir dann wieder auf den Glacier Nalu Campground zurückgefahren, wo wir nach einem feinen Apero und ZNacht den Abend geniessen konnten.

Dienstag, 05. Juli 2022

 

Heute werden wir die Hauptstadt Alaskas erkunden. Nach etwa 30 km Fahrt sind wir dort eingetroffen. Das Finden eines Parkplatzes ist hier wie das Suchen einer Stecknadel im Heuhaufen. Aber wir hatten Glück und fanden eine Nebenstrasse, nicht weit von Downtown, wo wir das Chalet abstellen konnten. Dann ging es zuerst an den Hafen, wo wir die drei anwesenden Kreuzfahrtschiffe bewunderten. Dann ist ein nächstes eingetroffen die Ovation of the Seas. Ein riesiger Kahn mit vielen Etagen. Aber das war noch nicht genug, kurze Zeit später ist noch die Westerdam von der Holland-Amerika Line eingefahren. Als wir dann genug Kreuzfahrtschiffe gesehen hatten, sind wir in Downtown einige Souvenir- und Schmuckläden anschauen gegangen. Den Abschluss des Sightseeings in Juneau machte ein Besuch des Alaska State Capitol Buildings. Wir konnten uns frei in dem Regierungsgebäude bewegen und wurden nicht einmal bei Betreten kontrolliert. Hier haben wir noch ein paar zusätzliche Informationen über Alaska erhalten. Weil wir nach dem ganzen Herumlaufen müde waren, sind wir dann direkt zum Chalet zurückgegangen und haben es uns dann im Campground gemütlich gemacht.

Mittwoch, 6. Juli 2022

 

Heute Morgen hat es sehr früh Tagwache gegeben. Wir sollten um fünf Uhr am Ferry Terminal in Auke Bay sein und so musste der Wecker auf etwa vier Uhr gestellt werden. Pünktlich konnten wir dann das Check-in machen und waren wieder einmal zuvorderst in der Kolonne der Fahrzeuge nach Skagway. Um etwa sechs Uhr hat das Boarding begonnen. Zuerst ein paar PW’s, dann kamen bereits wir mit dem Chalet. Dann hiess es rückwärts auf die Fähre fahren, da wir wieder bei demselben Tor ausfahren müssten. So standen wir in hinterster Position und wussten, dass wir einer der Letzten sein würden beim Ausladen. Pünktlich um sieben Uhr konnten wir dann in Juneau-Auke Bay abfahren und genossen die Fahrt nach Haines, wo einige ausgeladen und viele für Skagway wieder eingeladen wurden. Dann ging es noch etwa eine Stunde, bis wir dort eintrafen. Hier erwarteten uns – fast wie gestern in Juneau – vier Kreuzfahrtschiffe. Unter anderem auch die Noordam, welche ich bereits in Vancouver angetroffen habe. 

Auch der Auslad der Fahrzeuge war eine richtige Generalstabsarbeit. Hier sind wir dann auf den Pullen Creek Campground gefahren und haben unseren vorreservierten Platz beziehen können. Am Nachmittag genossen wir einen Spaziergang durch Skagway und später ein feines Apero und zNacht.

Donnerstag, 7. Juli 2022

 

Heute morgen wurden wir durch das Hupen des White Pass Zuges bereits um etwa sechs Uhr geweckt. Viel zu früh, um aufzustehen. Etwa um acht Uhr war dann Zeit für Frühstück und Tagesbeginn. Als erstes wollten wir den Ort Dyea besuchen, wo 1898 der Chilkoot Trail begann, der die Goldsucher zum Yukon und an den Klondike bringen sollte. Leider ist heute ausser ein paar Informationstafeln nichts mehr erhalten. Der Ort Dyea ist bereits über 100 Jahre ausgestorben. So machten wir uns wieder auf den Weg zurück und haben in Skagway den Gold-Rush-Cemetary besucht, wo die beiden Kontrahenten – Soapy Jefferson R. Smith, ein Despot und Saloonbetreiber und Frank Reid, der «Retter von Skagway» - sich bei einem Duell gegenseitig töteten. Bei diesem Friedhof befinden sich auch die Reid Falls, ein schöner Wasserfall von fast 100 m Höhe.

Dann ging es zurück in den Campground, wo wir das Chalet parkierten und uns dann zu Fuss auf den Weg nach Downtown Skagway machten. Mit den vielen Kreuzfahrtschiffen hat der Broadway in Skagway mit seinen Schmuck- und Souvenirläden eine ähnliche Bedeutung wie die Bahnhofstrasse in Zürich.

Auch heute waren wieder vier Kreuzfahrtschiffe in Skagway vor Anker. Trotzdem war in der Downtown kein Gedränge, da die Passagiere der Schiffe von Bussen abgeholt und zu den verschiedenen Attraktionen gebracht werden.

Da es heute gegen Abend sehr windig wurde, haben wir uns zeitig in den Camper verzogen.

Freitag, 8. Juli 2022

 

Auch heute Morgen stehen bereits wieder zwei Kreuzfahrtschiffe im Hafen von Skagway. Und wir wollen heute Alaska verlassen und nach Whitehorse, der Hauptstadt des Yukon fahren. Unterwegs haben wir ein paar Mal angehalten, um die Landschaft und den White Pass Zug zu bewundern. In Carcross haben wir die Downtown besucht, wo der Matthew Watson General Store steht, einer der ältesten Stores im Yukon. Dann wollten wir die kleinste Wüste der Welt, den Carcross Desert besuchen. Weil dort eine Filmcrew gerade eine Szene drehte, war dies etwas schwierig und wir duften nur eingeschränkt fotografieren. Weiter ging es dann nach Whitehorse, wo wir im Hi-Country RV Park den reservierten Platz beziehen konnten. Ein Coiffeur Besuch und ein Grosseinkauf, dann ein Apero und ein einfaches, aber feines Nachtessen haben den heutigen Tag abgeschlossen.

Samstag, 9. Juli 2022

 

Der heutige Tag ist für die Erkundung von Whitehorse und seiner Umgebung vorgesehen. Am Vormittag sind wir in das Beringia Museum gefahren und haben uns über die Tiere und Menschen in Beringia – dieses umfasste weite Gebiete von Sibirien über die Beringsee und Alaska bis in den Yukon – informieren lassen. Vor allem ging es um die Menschen und Tiere, die vor etwa 10'000 Jahren hier gelebt haben sollen. 

Dann sind wir in das Tal der Adler gefahren, um wieder einmal die Weisskopfseeadler zu sehen. Wir haben ein paar Exemplare gesehen, leider sind die aber etwas weit entfernt gewesen. Weiter wollten wir zu der Fischtreppe am Yukon River, aber dort hatten wir Pech. Die Anlage ist nur Wochentags geöffnet und an den Wochenenden geschlossen. Zum Schluss sind wir in die Main Street gefahren, um etwas später im legendären Klondyke Rib & Salmon Restaurant zu dinieren. Halibut and Chips und «a half Rack of Rib’s» haben bestens geschmeckt. Später ging es zurück zum Campingplatz, wo es erst nach dem Wäsche waschen Feierabend gab. 

Sonntag, 10. Juli 2022

 

Heute beginnt unsere Reise nach Süden. Von Whitehorse wollen wir bis Teslin fahren. Dort hoffen wir einen Campingplatz mit «Full hookup» zu finden. So geht es nach dem Morgenessen los. Zuerst durch Wald, dann an den Marsh Lake, dem Beginn des Yukon Rivers. Von hier aus geht es wieder durch Wald an den Teslin Lake. Einen 125 km langen See. Dort haben wir dann in Teslin, einem kleinen Ort mit etwas über 100 Einwohnern, beim Yukon Lodge einen Campingplatz erhalten. Am Nachmittag habe ich das George Johnston Museum besucht. Eine Ausstellung über die Tinglit Indianer und das Leben in Teslin und Umgebung. Die Museumsdame hat mir dann noch einen kleinen Spaziergang durch das «Dorfzentrum» empfohlen. Dort bin zuerst auf etwa einen Meter grosse Sandsäcke gestossen, die die Leute gegen die Überschwemmung des Teslin Lakes aufgebaut haben. Dann habe ich eine schöne kleine katholische Kirche gefunden, die in Blockhausbauweise erstellt worden ist. Beim Zurückgehen in den Campingplatz habe ich zudem eine Ausstellung über die Tiere des südlichen Yukon gefunden, welche in einem Nebengebäude des Yukon Inn untergebracht ist. 

Erwähnenswert finde ich auch, dass am Abend gegen neun Uhr ein Motorradfahrer uns gefragt hat, ob wir einverstanden wären, wenn er und sein Kollege ihre Zelte auf dem Gras bei unserem Platz aufstellen dürften. «Wenn der Campgroundbetreiber einverstanden ist, ist es für uns ok.» Scheinbar hat es auch für diesen gestimmt und so haben wir auf unserem Platz nun einen Camper und zwei kleine Zelte. 

Montag, 11. Juli 2022

 

Vom Yukon Motel in Teslin geht es heute weiter nach Osten. Über den Alaska Highway sind wir zuerst über die Brücke über die Nisutlin Bay gefahren. Dann ging es viele Kilometer weit durch Wald und entlang von vielen kleinen Seen. Plötzlich hiess es: – ein Bär rechts… eine Bärenmama mit ihren zwei Jungen hat am Strassenrand gefressen. Da mussten natürlich ein paar Bilder geschossen werden. Glücklicherweise war hier sehr wenig Verkehr, so dass wir ohne Probleme am Strassenrand anhalten konnten. Als nächstes haben wir die Rancheria River Falls besucht. Zwei kleine Wasserfälle.  Dann ist es weitergegangen bis zu einer «Raststätte» ohne Infrastruktur. Dort hing einer mit Feldstecher über einer Infotafel und hat auf die darunterliegende Ebene geschaut. Neugierig wie ich bin, habe ich ihn gefragt, was er beobachte. Eine Elchmama mit zwei Jungen… So konnten wie auch hier wieder ein paar tolle Fotos von den Tieren schiessen. Danach ging es weiter bis hinunter nach Watson Lake. Dort wurde zuerst aufgetankt und dann ging es zum Lebensmittelladen, wo wir unsere Vorräte ergänzten. Das war nötig, weil wir in den nächsten Tagen am Cassiar Highway ausschliesslich sehr kleine Dörfer mit sehr wenig Infrastruktur antreffen werden. 

Zum Schluss ging es ein weiteres Mal auf den Downtown RV Park. Dort wurden wieder einmal Brötchen gebacken und zum Znacht gab es selbst gemachte Pizza.

Dienstag, 12. Juli 2022

 

Da der Liquor Store gestern geschlossen war, haben wir den Einkauf auf heute Morgen verschoben. Also sind wir nach dem Frühstück zuerst dorthin gegangen und haben uns mit etwas Wein eingedeckt. Dann ging es auf in Richtung Cassiar Highway. Unser heutiges Ziel ist der Boya Lake Provincial Park. Unterwegs haben wir ein paar Mal angehalten. Dabei haben wir zuerst Loon Enten gesehen, dann einen Bären, einen Fuchs und zuletzt noch ein Stachelschwein. Als wir auf dem Campingplatz am Boya Lake ankamen, waren die besten Plätze bereits besetzt. Dazu kam eine Mückeninvasion, die uns dazu bewegte, dass wir bis nach Dease Lake weiterfuhren. Dazwischen lieg Jade City, ein sehr kleiner Ort, wo eine Fernsehserie über die Jadesucher gedreht wurde. Zudem können dort jede Menge Steine und Schmuck und weiterer Krimskrams gekauft werden.  Ein paar Mal hat es ein wenig geregnet, glücklicherweise nie so wie bei meiner letzten Fahrt im 2018. In Dease Lake haben wir dann auf einem privaten Campground eingecheckt.

Mittwoch, 13. Juli 2022

 

Nach einer regnerischen Nacht sind wir heute Morgen wieder durch viel Wald bis hinunter nach Bell II gefahren, wo wir eigentlich übernachten wollten. Beim Tanken stellten wir fest, dass der Campground «full» sei. So mussten wir fast einhundert Kilometer weiter nach Süden fahren, um im Meziadin Lake Provincial Park einen einfachen Campingplatz zu finden. Das Wetter ist hier ein wenig besser, ab und zu sieht man sogar ein wenig blauen Himmel…

 

P.S. Unterwegs haben wir einen Elch und einen Bären gesehen und sogar fotografieren können

Donnerstag, 14. Juli 2022

 

Heute Morgen sind wir wieder einmal mit einem leisen Regentrommeln auf dem Camperdach erwacht. Da wir den Generator erst nach neun Uhr laufen lassen durften, gab es erst später Morgenessen. Aber wir hatten ja Zeit, denn die heutige Etappe nach Steward ist nur etwa 55 km lang. Also sind wir spät abgefahren und haben die Fahrt nach Stewart genossen. In Stewart sind wir zuerst zur Visitors Information gegange, um zu wissen, ob es sich lohnt, den Fish Creek bzw. den Board Walk dort zu besuchen. Die Lady erzählte uns, dass sie zwei Mal am Abend dort war, das erst Mal nichts, das zweite Mal seien Bären dort gewesen. Und der Salmon Run habe erst gerade angefangen. Also haben wir die Tickets gekauft und sind über die offene Grenze ins amerikanische Hyder gefahren. Der Besuch im Fish Creek Boardwalk war zuerst etwas enttäuschend, wir haben nicht einmal die Lachse im Bach gesehen. Dann hat uns ein erfahrener amerikanischer Tourist gezeigt, wo die Lachse zu sehen seien. Plötzlich habe ich ein Geräusch am Bach gehört und bin schauen gegangen, was das sei – und wirklich ein junger Grizzly hat dort im Gras gestanden. Also sofort meine Mitreisenden informieren und zurück zum Ort des Geschehens. Der Grizzly hat zuerst in dem Bach nach Lachsen Ausschau gehalten. Dann scheint er uns realisiert zu haben und ist in das Blatt- und Buschwerk verschwunden. Glücklicherweise haben wir genug Gelegenheit gehabt, ein paar schöne Fotos zu schiessen. Beim Verlassen der Anlage habe ich das Bild einer Rangerin gezeigt. Diese hat mich gefragt, ob ich ihr das Bild senden könne. Als wurden die Fotos vom Fotoapparat aufs Handy übertragen und dann über Air Drop an die Dame übertragen. 

Dann ging es weiter zum Salmon Glacier. Eine abenteuerliche Fahrt über eine etwa zwanzig Kilometer lange Piste aus Dreck, Geröll und Felsen, den Abgründen entlang, bis wir endlich den Fuss des Gletschers sehen konnten. Von da an ging es etwa zehn Kilometer weiter bis zum Summit Viewpoint, von wo aus der ganze Salmon Glacier in seiner ganzen Grösse zu sehen war. Aus dieser Perspektive habe ich noch nie einen so grossen Gletscher gesehen. Eindrücklich…

Dann ging es im kleinsten Gang zurück, wieder den Abgründen entlang, über die Löcher- und Waschbrettpiste hinunter bis zum Fish Creek. Der zweite Versuch dort war leider nicht von Erfolg gekrönt. So sind wir dann nach einigen Gesprächen, zuerst mit einem Hilfs-Ranger aus New Mexico, dann mit weiteren Touristen aus Deutschland, auf den Rainey Creek Campground gefahren, wo wir einen Platz reserviert hatten. Ein einfacher, aber schöner Campground mit Strom… 

Freitag, 15. Juli 2022

 

Nachdem wir heute nur bis zurück nach Meziadin Junction wollen, konnten wir das Aufstehen, Morgenessen und Bereitmachen ruhig angehen. Nach einem kleinen Einkauf im General Store von Stewart sind wir dann bei Regen und Hochnebel abgefahren. Unterwegs konnten wir in grosser Entfernung einen Bären erkennen, der gerade über die Strasse ging. Dann ging es bis zum Bear Glacier, wo wir unseren einzigen Zwischenhalt machten um auch von diesem «Lätsch-Wätter» einige Bilder zu haben. Im Meziadin Lake Provinzialpark konnten wir denselben Platz beziehen, den wir vorgestern hatten, direkt am See…

Samstag, 16. Juli 2022

 

Vom Meziadin Lake Provincial Park geht es heute hinunter nach Kitwanga. Unterwegs haben wir von weitem einen Bären über die Strasse gehen sehen, dann einen der beim Versuch zu bremsen sofort Reissaus nahm. So sind wir fast ohne Halt zuerst nach Gitanyow, wo wir die Totem Poles besichtigten. Dann ging es weiter nach Kitwanga zum Battle Hill. Einem Hügel, der um die Jahre 1700 herum von einem Clan besetzt und bewohnt wurde. Scheinbar mussten diese zwei Angriffe von anderen Indianerstämmen abwehren und taten das erfolgreich. Dazu hatten sie Baumstämme auf den Hügel geschafft, welche sie dann auf die Feinde hinunterfallen liessen.

Zum Abschluss sind wir auf den Cassiar RV Park gefahren, wo wir einen guten Platz erhielten. Im WiFi ist dieser als Kitwanga River Campground aufgetaucht.

Den Nachmittag haben wir hier mit lesen, schreiben, spielen und anderem verbracht.  

Sonntag, 17. Juli 2022

 

Auch heute morgen waren wir nicht genötigt früh auszustehen. Bis nach Terrace sind es rund einhundert Kilometer. So sind wir nach dem Morgenessen gemütlich dem Skeena River entlanggefahren und sind um den Mittag herum in Terrace angekommen. Nach einem letzten Einkauf im Terrace Wal-Mart haben wir beschlossen, noch zu Lakelse Lake zu fahren, um einen Trail unter den grossen Zedern und Fichten zu laufen. Dann ging es, nach einem kurzen Besuch des North West Regional Airports, des Flughafens von Terrace, auf den Wild Duck Motel und RV Park. Dort habe ich für drei Nächte reserviert. 

Montag, 18. Juli 2022

 

Heute ist für meine beiden Reisebegleiter, mein Bruder uns seine Frau der Tag des Packens. Morgen werden sie vom Terrace Airport aus nach Vancouver und dann nach Hause fliegen. So haben wir heute Morgen noch die Wäsche besorgt, dann machten wir noch einen kleinen Spaziergang bis zu der Canadian Tire, einem grossen Laden, in der Art eines Hobby Centers. Glücklicherweise war die Regenprognose mit 100 % zu pessimistisch. Während des ganzen Nachmittages war es zwar bedeckt, aber trocken. Das Draussensitzen haben uns aber dann die Mücken gründlich verdorben. So wird noch etwas gelesen, gespielt und geschrieben…

Dienstag, 19. Juli 2022

 

Heute war recht frühe Tagwache. Bereits um sechs Uhr hat der Wecker geklingelt. Danach gab es Frühstück und mein Bruder und seine Frau hatten noch fertig zu packen. Nach acht Uhr ging es dann hinauf zum Flughafen und dort haben sich die Beiden verabschiedet. Sie zum Flug nach Vancouver, ich zurück mit dem Chalet nach Terrace, wo ich nach ein paar Einkäufen zuerst das Visitor Center besuchte. Dieses gleicht eher einem Souvenirkiosk als einem Informationsbüro. Dann fuhr ich zum Heritage Village, wo ein paar Gebäue besichtigt werden können, die sehr gut beschildert sind. Dann ging es zurück zum Wild Duck RV Park, wo gewaschen und etwas geputzt, und meine Habseligkeiten wieder umgeräumt werden mussten. Nun ist mein Chalet wieder bereit die Reise für mich fortzusetzen. 

Mittwoch, 20. Juli 2022

 

Nach meiner ersten Nacht allein, bin ich heute Morgen recht früh aufgestanden. Das hatte ich auch so vorgesehen, denn heute will ich nach Prince Rupert, dem nördlichsten ganzjährig eisfreien Hafen von Kanada fahren. Also bin ich nach einem ausgiebigen Frühstück sofort losgefahren. Dem Skeena River entlang nach Westen. Unterwegs hat es ein paar Halte gegeben, um einige Fotos vom Fluss und der Umgebung zu schiessen. Dann bin ich zuerst nach Port Eduard gefahren, wo ich die North Pacific Cannery besucht habe. Ich bin gerade zur rechten Zeit dort eingetroffen, denn ich konnte mich einer geführten Tour anschliessen. Trotzdem ich den jungen Mann gebeten hatte, etwas langsamer zu sprechen, habe ich nicht alles verstanden. Er hat sich dann auch ein paar Minuten Mühe gegeben langsam zu sprechen, da ging das mit dem Verstehen sehr gut, dann ist er aber wieder in seinen Rhythmus verfallen und so hatte ich dann einige Lücken… Trotzdem war die Führung interessant und lehrreich.

Dann ging es nach Prince Rupert. Zuerst habe ich das Museum of the Northern BC besucht. Hier waren viele Sachen über die First Nation in der Gegend ausgestellt, aber wenig über Prince Rupert und seine Geschichte. Dann habe ich das Visitor Center gesucht und bin dabei in dem Port Interpretive Center gelandet. Dort wurde vieles über den Hafen von Prince Rupert erzählt. Auch die umliegenden Gebäude dort waren interessant und gaben einige Fotosujets. Als ich genug Prince Rupert gesehen hatte, fuhr ich in den Campground. Dort wurde eingeparkt und dann erst einmal ein kleiner Aperitif genommen. Dann ging’s zu Fuss hinunter zu den Fährterminals. Leider war dort gar nichts mehr los. Nachdem mir Prince Rupert immer wieder als das Regenloch von Kanada vermittelt wurde, kann ich mich bei meinem Besuch heute nicht beklagen. Am Morgen noch etwas bedeckt, aber den ganzen Nachmittag hat die Sonne geschienen. Ich werde Prince Rupert in guter Erinnerung behalten.

Donnerstag, 21. Juli 2022

 

Auch wenn heute Morgen wieder bedeckt gewesen ist…

So bin ich nach dem Frühstück bereits um etwa neun Uhr losgefahren. Mein erstes Ziel war der Parkplatz bei bem Trail zu den Butze Rapids. Dort habe ich dann festgestellt, dass der Trail zu lang ist und ich nicht so viel Zeit für «ein paar Stromschnellen» investieren wollte. So bin ich direkt weitergefahren nach Terrace und dann nach Kitimat. Das Visitor Center war «Closed for lunch», so bin ich direkt zum Museum gefahren. Dieses hat mir gut gefallen. Dann habe ich eine kurze «Stadtrundfahrt» gemacht. Der Ort selber hat mich nicht so beeindruckt, so dass ich beschlossen habe, weiterzufahren. Beim Lakelse Lake Provincial Park habe ich einen kurzen Halt machen wollen, eine Pause am See. Beim Visitor Center bin ich aber dann fragen gegangen, ob heute ein Platz mit Strom frei sei – und siehe da, es waren mehrere zu haben. So habe ich meinem Platz zum Übernachten bereits am Nachmittag um etwa halb drei Uhr bezogen und bin dann an den See hinunterspaziert. Dort habe ich dem Treiben im und um den See herum etwas zugeschaut. Dann ging’s wieder zum Chalet, wo nach einem Apéro die Administration und die Planung der nächsten Tage anstand. Jetzt geniesse ich das sonnige, warme Wetter im Halbschatten.

Freitag, 22. Juli 2022

 

Heute morgen bin ich auch wieder recht früh losgefahren. Um etwa neun Uhr ging es weg vom Lakelse Lake, wo das Wetter noch bedeckt war, über Terrace, dann dem Skeena River entlang nach Kitwanga und New Hazelton. Heute bei schönstem Wetter… Dann bin ich weitergefahren bis Smithers, wo ich für einen Platz zum Übernachten schauen wollte. Smithers hat einen Campground, dieser ist aber heute wegen einer Hochzeit ausgebucht. Nach einem Spaziergang durch die Downtown von Smithers, vorbei am Alphornbläser,  bin ich ein paar Kilometer weitergefahren und bin in Telkwa, auf dem Fort Telkwa RV Park untergekommen. Ein schöner Platz, direkt am Bulkley River. Beim Einchecken hat mir die Dame im Office den Trail dem Bulkley River entlang zurück ins Dorf empfohlen, was ich dann, dank des schönen Wetters, auch gemacht und genossen habe. 

Samstag, 23. Juli 2022

 

Auch heute hat der Tag mit schönem angenehm warmem Wetter angefangen. So bin ich nach dem Morgenessen und den üblichen Morgenarbeiten wieder von Telkwa abgefahren in Richtung Osten. Zuerst bis Houston – ja auch in British Columbia gibt es ein Houston -, dann weiter nach Burns Lake und Fraser Lake, wo ich das Museum besucht habe. Ein gewisser Simon Fraser soll dort um 1800 herum gelebt haben. Fraser ist eine berühmte Persönlichkeit und Namensgeber, auch für den Fraser River, der bei Vancouver in den Pazifik mündet. Zum Schluss ging es weiter bis Vanderhoof, wo ich gestern einen Platz im Riverside Park Campground reserviert habe. Am Nachmittag bin ich dann durch den Riverside Park gewandert und habe dabei festgestellt, dass heute Abend ein Konzert gegeben werden soll. Nun geniesse ich die Musik und will später noch einmal hinüber in den Riverside Park und an den Nechako River. Zuerst um etwas von dem Konzert mitzubekommen und zu sehen, ob es auch hier einen schönen Sonnenuntergang gibt… 

Sonntag, 24. Juli 2022

 

Den richtig schönen Sonnenuntergang hat es zwar gestern Abend nicht gegeben, da es einige Wolken hatte. Aber ein paar schöne Bilder hat es trotzdem gegeben. Zudem habe ich das Abendkonzert im Riverside Park genossen. Zuschauer und -hörer waren nur etwa einhundert Personen da. Es war nicht unbedingt meine Musik, aber hat mir trotzdem gefallen. Heute Morgen hat es dann leicht geregnet. Nach dem Morgenessen musste ich zuerst Wasser kochen fürs Abwaschen, da der Boiler wieder einmal nicht funktionierte. Dann ging es los, zum Fort St. James. Zuerst besuchte ich dort das Visitors Center, wo ich von einer freundlichen und interessierten jungen Dame empfangen wurde. Nachdem ich die notwendigen Informationen erhalten hatte, bin ich ins eigentliche Museums Fort gegangen. Ein Handelsposten der Hudson Bay Company, welcher im Jahr 1806 durch einen gewissen Simon Fraser – den berühmten – gegründet wurde. Nach einem kurzen Einführungsvideo – auf deutsch – konnte ich dann die einzelnen Gebäude besuchen. Dabei bin ich auf ein Schweizer Paar getroffen, mit dem ich mich einen Moment unterhalten konnte – nette Leute. Dann versuchte ich einen Platz im Campground an der Paarens Beach zu finden, leider ohne Erfolg. So habe ich mich entschlossen, wieder in den Riverside Park in Vanderhoof zurückzufahren. Ich konnte sogar denselben Platz buchen wie gestern… 

Nach einem neuen kurzen Spaziergang an den Nechako River gab es dann ein feines Znacht.

Montag, 25. Juli 2022

 

Nach einem gemütlichen Vormittag mit einem Rundgang am Fluss, bin ich in Richtung Prince George abgefahren. Ohne Halt ging es die neunzig Kilometer gegen Osten. Bereits kurz nach Mittag bin ich in Prince George eingetroffen. Dort habe ich nach einem Einkauf eine Garage für den Service am Fahrzeug gesucht. Bei Mr. Lube bin ich dann fragen gegangen, ob sie in den nächsten Tagen Zeit hätten. Der Mann am Empfang hat mir dann beschieden, dass dies eine Schnell-Service sei, und ich sofort in die Gasse fahren könne. Ich solle die Bahn 2 nehmen. Dann habe ich etwa zehn Minuten gewartet und schon war ich an der Reihe. Oelwechsel, dann Kontrolle aller Flüssigkeitsstände und die Kontrolle der Pneus dauerten etwa eine halbe Stunde. Nun bin ich wieder bereit für die nächsten viertausend Meilen. Dann konnte ich meinen reservierten Platz im Blue Cedars RV Park beziehen. Den Rest des Nachmittages habe ich mit Schreiben, Fotos sortieren und dann Geniessen verbracht. 

Dienstag, 26. Juli 2022

 

Heute bleibe ich in Prince George und Umgebung, denn ich hatte vorgesehen den Autoservice machen zu lassen. Da das gestern schon auf die Schnelle erledigt werden konnte, habe ich heute einen «freien Tag». So will ich das Railway- und Forestry Museum besuchen und dann vielleicht noch hinauf fahren zu Huble Homestead, einer historischen Stätte etwa vierzig Kilometer nördlich von Prince George am Fraser River. Leider ist die «The Exploration Place» Ausstellung immer noch nicht geöffnet. So war die Auswahl etwas eingeschränkt. 

Im Central BC Railway and Forestry Museum hatte ich wieder einmal das Gefühl, in einem Schrottplatz herumzuwandern. Ein Teil der Ausstellung ist zwar gut unterhalten, viele der alten Maschinen und Geräte scheinen mir etwas heruntergekommen – schade. Trotz allem hat mir der Besuch dort, vor allem wegen der Geschichten, die geboten wurden, gut gefallen.

Dann bin ich gegen Norden auf den John Hart Highway gefahren und habe das Anwesen der Huble’s besucht. Beim Parkplatz etwa 300 m von den Hauptgebäuden entfernt steht das alte Postgebäude von Salmon River. Eine gute Ausstellung über die ersten Bewohner wird dort gezeigt. Dann ging es hinunter zu dem Homestead. Dort wurde ich von einem jungen Herrn begrüsst, der sogar recht gut Deutsch gesprochen hat, und habe einen Plan erhalten, was wo ist. Dann konnte ich die Gebäude selbständig besuchen. Das Cabin, wo die Gründer Albert Huble und Edward Seebach zuerst logiert hatten. Dort wurde eine kleine Hafenanlage errichtet, damit die auf dem Fraser River fahrenden Schiffe dort anlegen konnten. Dann hat sich das ganze erweitert mit einem Wohnhaus für die Huble’s, einem General Store, Ställen und einer Schmiede. 

Im General Store ist heute der Souvenirladen untergebracht. Von dort aus bin ich dann wieder zurück zum Auto und mit einem Halt bei einem Früchtestand – frische Aprikosen – ging es dann zurück in den Blue Cedars Campground.  

Mittwoch, 27. Juli 2022

 

Heute mache ich mich auf den Weg nach Jasper. Ich will dieses jedoch nicht in einem Tag fahren, sonder werde entweder in McBride oder in Mount Robson Zwischenhalt machen. 

Nach dem Tanken – unter 2 Dollar pro Liter – habe ich mich von Prince George verabschiedet. Bei schönstem Wetter bin ich zuerst einmal bis zum Purden Lake Provincial Park gefahren. Dort habe ich ein paar Fotos geschossen und bin dem See entlang spaziert von der Picknick Area bis zum Boat Launch und wieder zurück. Ein schöner Platz, leider sind keine Campgrounds direkt am See. Dann fuhr ich weiter bis zum Ancient Forest. Auch dort habe ich eine Wanderung gemacht, zu den alten Bäumen und zum Wasserfall… dieser war zwar nicht so mächtig wie ein Helmcken Fall aber trotzdem sehenswert. Unterwegs habe ich ein sympathisches Berner-Paar getroffen, mit denen ich mich austauschen konnte. Ich freue mich immer solchen Leuten zu begegnen…

Von hier aus ging es dann weiter bis McBride. Hier habe ich einen schönen schattigen Platz erhalten und geniesse nun einen ruhigen Abend mit einem kleinen Apéro und dann einem feinen Burger zum z’Nacht.

Donnerstag, 28. Juli 2022

 

Nach den üblichen Morgenverrichtungen – Frühstück, Abwasch und weiteres, ging es heute Morgen wieder Richtung Osten weiter. Meinen ersten Halt habe ich in Dunster, einem kleinen Ort eingelegt. Eine Reklametafel hat auf das Dunster Station Museum hingewiesen und mein Interesse geweckt. Leider ist das Museum dann aber geschlossen gewesen. Da mir der Ort gefallen hat, habe ich ein paar Fotos gemacht und bin dann weitergefahren, über eine alte Holzbrücke über den Fraser River und wieder auf den Yellowhead Highway. Den nächsten Halt habe ich bei den Rearguard Falls gemacht. Ein interessanter Wasserfall, den man nach einem Spaziergang von etwa 15 Minuten erreicht. Weiter ging es dann bis zum Mount Robson Visitor Center, wo ich mir vornahm, zu warten, bis ich die Spitze des Mount Robson zu Gesicht bekäme. Das hat dann etwas gedauert. Aber zuletzt habe ich die Spitze sogar fotografieren können und bin dann zufrieden weiter bis zu den Overlander Falls. Auch diese ist ein eher kleiner, aber doch sehenswerter Wasserfall, den ich nach einem Spaziergang von wiederum etwa 15 Minuten erreichte. Hier habe ich mich nun vom Fraser River verabschiedet. Zum Schluss bin ich über den Yellowhead Pass hinüber nach Jasper gefahren, wo ich im Whistler Campground einen Platz mit Strom erhalten habe. Dieser ist heute wichtig, da es sehr heiss ist und ich daher die Klimaanlage habe laufen lassen…  

Freitag, 29. Juli 2022

 

Eigentlich habe ich mir vorgenommen, heute mit dem Aerial Tram auf den Mount Whistler zu fahren. Da aber das Wetter ziemlich bedeckt war, bin ich zuerst zum Visitor Center in Jasper gefahren. Leider hatten die die Informationen über Alberta, das Athabasca Valley und Edmonton nicht. So bin ich weiter und habe mich entschieden, den Maligne Lake zu besuchen, da das Wetter in diese Richtung eher besser zu sein schien. Als ich dort ankam, hat doch sogar die Sonne etwas durchgeschienen. Dann bin ich beim Ticket Desk für die Maligne Lake Cruises fragen gegangen, wie lange ich zu warten hätte bis zur nächsten Fahrt. Zuerst hat es geheissen etwa zwei Stunden… Als die Dame dann sah, dass ich alleine unterwegs bin, hat sie mir eine Schifffahrt in einer Viertelstunde angeboten. Das passte… so konnte ich mit meinem Ticket beim Steg anstehen und ein paar Minuten später hiess es: all on board… Mit unserem Kapitän Gregory und dem Speaker Jack ging es dann etwa 35 Minuten über den See zur Spirit Island. Dort hatten wir fünfzehn Minuten Zeit für einen Rundgang über einen Boardwalk, von wo aus man die Insel sehr schön sehen und fotografieren konnte. Die Insel selbst zu betreten ist verboten, diese scheint eine Vereinbarung mit den Indianern zu sein.

Nach dem Rundgang konnte ich noch ein wenig mit unserem Kapitän plaudern und dann ging es wieder retour. Ein tolles Erlebnis – und ein Geschenk meiner Familie zu meiner Pensionierung im 2018 – da damals Jasper nach der Panne in Tumbler Ridge aus dem Programm gefallen ist, habe ich dieses erst jetzt eingelöst.

Nach der Schifffahrt habe ich noch einen Spaziergang dem See entlang gemacht. Ein schöner Ort, aber bereits viele Leute.

Beim Zurückfahren habe ich, kurz vor dem Parkplatz für den Besuch des Maligne Canyon. eine Bärin mit Jungem kurz gesehen. 

Dann habe ich den Canyon besucht. Eindrücklich.

Da nun schon späterer Nachmittag war, musste ich für einen Platz für die Übernachtung sehen. Im Whistlers CG war nichts mehr frei, so musste ich mit dem Overflow Campground, etwas ausserhalb von Jasper in Richtung Osten, Vorlieb nehmen. Auch hier hatte es bereits viele Leute. 

Jasper ist, fast wie 2019 der Yellowstone NP «overcrowded», so werde ich Morgen den Nationalpark verlassen und gegen Hinton zu fahren…

Samstag, 30. Juli 2022

 

Heute Morgen ist das Wetter wieder besser gewesen als gestern. Als Erstes bin ich also nach Miette Hot Springs gefahren. Dabei habe ich untewegs eine «Gemse» fotografieren können. In Miette war dann aber das gleiche Problem, wie im ganzen Nationalpark – viel zu viele Leute. Da ich weder anstehen wollte für einen Eintritt zu lösen, noch in einem vollen Pool baden wollte, und es erst noch recht warm war, habe ich auf das Bad im heissen Wasser verzichtet. Dafür bin ich einen Spaziergang zu der ursprünglichen Anlage und zu den Quellen machen gegangen. Dann ging es wieder zurück auf den Yellowhead Highway und auf diesem bis fast nach Hinton, wo ich dann nach Norden in den William A. Switzer Provincial Park gefahren bin. Auch dort spazierte ich den Hike um Kelly’s Bath Tube, einem kleine See. Die Dame vom Visitor Center hat beschieden, dass auch ihr Provincial Park recht gut besetzt sei und in den reservierbaren Campgrounds nichts mehr frei sei. Sie hat mir empfohlen, zwei First-come – First-served Plätze anzuschauen, ob dort noch etwas frei sei. So bin ich noch etwas weiter gegen Norden gefahren, habe aber in den beiden Campingplätzen nichts Passendes gefunden. Für den Fall hat mir die Dame dann den RV Park des BCM Inn in Hinton empfohlen, welchen ich dann auch gefunden habe und dort einen Platz mir Strom und Wasser gebucht habe.

Sonntag, 31. Juli 2022

 

Heute Morgen gab es ein Frühstück im Hotel. Dieses ist im Preis für den Campingplatz inbegriffen. Ein Morgenessen mit Kaffee, Speck, Rührei und Bratkartoffeln, Toast, Butter und Konfitüre und einem Joghurt. Und viele weitere Sachen, die noch verfügbar gewesen wären… Als ich der Dame an der Reception ein Kompliment für das feine z’Morge gemacht habe, hat sie mir einen Kaffeebecher als Souvenir geschenkt. Kanadische Gastfreundschaft… 

Dann bin ich als erstes zum Beaver Boardwalk in Hinton gefahren und bin dort einmal um die ganze Anlage herumspaziert. Eine tolle Anlage, nur leider haben die versprochenen oder eben angedrohten Tierbegegnungen nicht stattgefunden. Als einziges habe ich eine Entenfamilie mit etwa acht Jungen und eine Gänsefamilie mit vier Jungen gesehen und auch fotografieren können.

Dann war Zeit aufzubrechen, in Richtung Edmonton. In Edson habe ich den einzigen Zwischenhalt gemacht. Dort wollte ich das Museum «The Brick», ein ehemaliges Schulhaus besuchen. Dieses war jedoch geschlossen. Dafür hat mir ein Nachbar des Schulhauses einiges darüber erzählt und sonst noch eine Weile mit mir geplaudert. Dann bin ich zum Galloway Station Museum gefahren und habe dieses besucht. In einem Raum waren diverse Ausstellungsstücke zur Bahnstation, im anderen eine sehr gut geordnete Ausstellung über die Tiere, über den Kohleabbau in der Gegend und über Edson und die Umgebung untergebracht. Auch hier haben mich vor allem die Geschichten über die Rosevear Ferry über den McLeod River und über «Jack the Frog» bzw. John L’Heureux wie er eigentlich hiess, einem Schwarzbrennen während der Prohibitionszeit, fasziniert. 

Da immer noch früher Nachmittag war, beschloss ich direkt bis Edmonton weiterzufahren. So bin ich gegen halb fünf Uhr in St. Albert, einem Vorort von Edmonton eingetroffen und habe dort meinen Campingplatz für die nächsten drei Tage gebucht.

Montag, 1. August 2022

 

Edmonton – die Hauptstadt von Alberta ist heute auf dem Programm. Zuerst lasse ich mich von Uber zum Parliament Building fahren. Dort stellte ich fest, dass Besuche des Gebäudes nur geführt gemacht werden können und heute wegen eines Alberta Festtages keine stattfinden. So habe ich dann die Downtown von Edmonton gesucht. Eine ältere Dame habe ich gefragt, wo die Downtown sei. Sie hat mich dann in die Stadt geführt und mir die City-Hall, das Royal Alberta Museum, das Fairmont Macdonald Hotel und weiteres gezeigt. So hat sie mich etwa eine Stunde durch Edmontons Zentrum geführt. Nachdem sie sich verabschiedet hatte, habe ich die City Hall besucht und konnte diese frei besichtigen. Dann bin ich mit dem «Funicular» hinunter an den North Saskatchewan River gefahren. So bin ich nun schon einige Kilometer gelaufen. Unterwegs habe ich immer wieder die Elektro-Trottinetts von Lime gesehen und habe dann auch die entsprechende App heruntergeladen. Dann habe ich ein solches «geöffnet» und bin mit diesem zum Muttart Convervatory, einer Art Botanischer Garten, gefahren. Eine interessante Erfahrung. Je eine Pyramide des Muttart Conservatory enthält die Vegetation einer Zone, eine tropische, eine «aride», eine …..

Nach diesem Besuch bin ich dann mit meiner neuen Errungenschaft, dem Trottinett weiter in Richtung der West-
Edmonton Mall gefahren. Nach einigen Kilometern, in der Nähe des Heritage Festivals, welches heute stattfand, hat dann das Fahrzeug plötzlich gestreikt, da ich ausserhalb des erlaubten Radius gekommen bin. So bin ich etwas zurück und habe dort «ausgecheckt». Dann bin ich zu Fuss weiter, durch die ganzen Stände des Festivals und habe zum Schluss noch einen Bus zur West Edmonton Mall nehmen können.

Die Mall war dann eine Art Kulturschock. Ein riesiger Komplex mit Läden, Vergnügungspark, Wasserpark und Eisbahn. Von hier habe ich mich dann wieder mit Uber zurück zum Camper chauffieren lassen. Am Abend ist dann, nachdem es den ganzen Tag trocken geblieben war, ein Gewitter mit recht heftigen Regenfällen über uns gezogen. 

Dienstag, 2. August 2022

 

Heute Morgen habe ich es ein weinig werden lassen. Nach dem Frühstück bin ich dann aber mit Uber zu Telus World of Science gefahren und wollte eigentlich dort die Ausstellungen und vielleicht die Imax Filme besuchen. Leider passten mir die gebotenen Filme nicht und so habe ich auch auf die übrigen Teile verzichtet und bin mit Bus und LRT – einer Art U-Bahn zur Southgate Mall gefahren. Dort habe ich zuerst den Nespresso Shop gesucht. Dann habe ich zufälligerweise einen Coiffeur gesehen und habe die Geleigenheit genutzt, um wieder etwas kürzere Haare zu haben. Glücklicherweise waren da nicht viele Leute, die warteten, so bin ich in kurzer Zeit an die Reihe gekommen und konnte dann meine Nespresso Kapseln für die restlichen Reisetage besorgen. Dann bin ich mit der Bahn wieder so weit wie möglich nach Nordwesten gefahren und habe dann dort, da ich nicht Lust hatte noch mehr anschauen zu gehen, einen Uber bestellt, der mich wieder in den St. Albert Campground brachte. Am Nachmittag bin ich dann noch zum Enjoy Center spaziert. Dies ist ein Einkaufszentrum mit Bio Laden, Gärtnerei, Wein- und Schnapsladen und anderen, sowie einer Eventhalle. Dort habe ich mir neben Bio Blueberries auch zwei kleine Flaschen mit Balsamico Spezialitäten gekauft. Eine Sicilian Lemon und eine Ripe Peach. Dann ging’s zurück zum Campground, wo ich ein feines Spare-Rips zNacht mit speziell gewürzten Little Potatos aus dem Backofen genoss. Für den grünen Salat habe ich natürlich den Sicilian Lemon Balsamico ausprobiert und es hat mir bestens geschmeckt.

Mittwoch, 3. August 2022

 

Heute Morgen hat es wieder einmal geregnet. So habe ich in aller Ruhe meine Morgenverrichtungen erledigt und bin dann zuerst zu den St. Albert Grain Elevators gefahren. Dort konnte ich eine persönliche Führung durch eine junge Dame geniessen und habe so sehr viel über diese Getreidespeicher gelernt. Das Ganze war sogar gratis, wobei eine kleine Spende erwartet wird.

Dann bin ich über sehr lange gerade Strassen – da ist Alberta – gegen Osten gefahren und habe das Ukrainian Heritage Village besucht. Eine interessante Sammlung von alten Häusern, welche durch Ukraninische Einwanderer erstellt und bewohnt worden sind. Hier waren einerseits die Leute, die alle Fragen beantworteten, andererseits solche die die Rolle spielten der entsprechenden Hausbewohner aus den Jahren vor 1930. Eine spannende und lustige Erfahrung…

Weiter ist es dann an blühenden Rapsfeldern entlang über weitere schnurgerade Strassen nach Camrose gegangen. Dort wartete das Camrose Railway Museum und Park. Dieses konnte auch wieder gratis besucht werden und bot im Stationsgebäude aus dem Jahr 1911 der damaligen Canadian Northern Railways eine interessante Ausstellung über die Canadian National Railways in der Gegend.

Zum Schluss bin ich in Wetaskiwin auf dem Farmersmarkt gelandet, wo ich ein paar frische Gemüse einkaufte. Dann ging es direkt auf den Wetaskiwin Lions RV & Campground, wo ich einen guten Platz erhielt. 

Donnerstag, 4. August 2022

 

Auf den ersten Besuch, den ich für heute Morgen vorgesehen hatte, musste ich verzichten, da das Central Alberta Railway Museum in Wetaskiwin nur von Samstag bis Montag geöffnet ist. So bin ich dann zuerst zum Reynolds Alberte Museum gefahren und habe festgestellt, dass dieses auch eine Art «Verkehrshaus» ist. Dort wurden Autos, Flugzeuge und Maschinen aller Art präsentiert. Und es waren Ausstellungsstücke, die in gutem Zustand waren. Nachdem ich mir das Ganze angesehen hatte, bin ich zum Camper zurückgegangen und habe mein Programm noch einmal studiert. Dabei habe ich die Eisenbahnen in Stettler und den Besuch von Red Deer aus meinem Programm strich. Ich glaube, dass ich die Zeit besser nutzen kann, als diese Orte auch anzufahren. Dann habe ich Rocky Mountain House als nächstes Ziel eingegeben. Den Rocky Mountain House National Historic Park will ich sehen. So bin ich heute wieder über kilometerlange schnurgerade Strassen zuerst nach Süden, dann nach Westen gefahren. In Rocky Mountain Hose angekommen, hat mich das Navi zuerst zu einem Weg geführt, wo der Spruch stand: «Wegen der hohen Munitionspreise können keine Warnschüsse mehr abgegeben werden»… So habe ich darauf verzichtet, dort hereinzufahren und bin auf den Riverview Campground gefahren und habe dort meinen Platz zum Übernachten gebucht. Den Rest des Nachmittages werde ich mit etwas Administation, dann aber mit ausruhen und geniessen verbringen. Übrigens hat es wieder einmal angefangen zu regnen… 

Freitag, 5. August 2022

 

Das heutige Programm liess mir einige Zeit zum Aufstehen und bereit machen, denn ich wollte ins Rocky Mountain House Museum – und die machen meistens erst etwa um zehn Uhr auf. Als ich dort eintraf, wurde ich von einem Herrn angesprochen, der sich als Renato vorstellte und mir dann recht viel von sich erzählte. Eine sympathische Person, so dass ich motiviert war zuzuhören… 

Dann bin ich ins Museum gegangen und habe die dortigen Exponate betrachtet. Besonders interessant fand ich ein Rodel, wo die Geburten, Trauungen und Todesfälle in Alberta verzeichnet waren. Aus Gwunder habe ich die Roth’s gesucht und siehe da – es waren sieben Einträge vorhanden. Gerne würde ich wissen, ob irgendein Roth in Amerika aus unserer Familien-Abstammung kommt…

Auch interessant war, dass ich dort den Entdecker, Vermesser und Kartographen David Thompson «kennen lernte». Er lebt zwar schon lange nicht mehr, aber mich interessieren die Leute, die die Routen und Übergänge zum esten Mal bereisten. Thompson hat von Rocky Mountain House aus, eine Route über den Athabasca Pass hinüber an den Columbia River und dann bis an den Pazifik gefunden. Damit gehört er zu den Grossen, wie etwa «Lewis & Clarke».

Bevor ich das Museum verliess, hörte ich wie ein Klavier gespielt wurde. Es war eine Dame des Museums, welche auf einem «Lochbandklavier» einer Schulklasse eine Demo machte und ich konnte so auch davon profitieren.

Dann ging es zu der Rocky Mountain House National Historic Site. Dort hat der Nationalpark’s Pass mir Türen und Tore geöffnet. So ging es zuerst durch die Räume des dortigen Museums, wo ich wieder dem David Thompson begegnete. Dann konnte ich zwei Trails laufen, auf welchen Spuren von den ehemaligen Handelsposten der North West Compagnie und von der Hudson Bay Compagnie zu sehen waren. Beim Buffalo View Point habe ich statt der Büffel einen Kojoten gesehen. Leider liess sich dieser wieder einmal nicht fotografieren. Und die zwei dort anwesenden, ein Vater mit Sohn aus Norwegen, haben mich noch auf eine Muskrat – den kleinen Verwandten des Bibers – aufmerksam gemacht. Nach einem kurzen Gespräch mit den Beiden ging es dann weiter zu den Tippis und dann zurück zum Camper. Auf der Fahrt aus dem Gelände des Parks habe ich dann die Büffel doch noch gesehen…

Dann ging es wieder einmal auf den bekannten Geradeausstrassen von Alberta südwärts bis nach Cochrane, kurz vor Calgary. Dort hatte ich Glück und habe im Bow RiversEdge Campground den letzten freien Platz erhalten.

Samstag, 6. August 2022

 

Heute will ich nach Calgary reisen. Ich habe dort im Calgary West Campground einen Platz für drei Nächte reserviert. So muss ich noch etwas Zeit «herumbringen», da ich nicht vor 13.00 Uhr dort sein sollte. Als bin ich als Erstes zum Cochrane Farmers Market, ganz in der Nähe des Campgrounds gefahren. Dort konnte ich verschiedene feine Sachen – u.a. saure Spargeln, ein Brownie und einen Lemon/Lavender Sirup. Bei den Spargeln und dem Sirup musste ich passen, ich mochte den Geschmack nicht wirklich. Aber dafür habe ich einen Hibuscus Sirup gekauft und bei einem Gin Händler einen Rundle Bar Gin, welchen ich probieren will. Dann bin ich in das Zentrum von Cochrane gefahren. Leider waren dort die Möglichkeiten zum Parkieren sehr eingeschränkt, so dass ich direkt zur Cochrane Ranch Historic Site gefahren bin. Dort gab es wieder einmal einen Trail zu laufen, um die Orte des Geschehens zu sehen. So bin ich zuerst Hügelauf zu einem einsamen Cowboy gegangen, dann zur der Cochrane Ranch, wo heute die Administration der Town of Cochrane untergebracht ist und dann wieder zurück zum Cochrane Museum. 

Jetzt ist es Zeit, um nach Calgary zu fahren und meinen Platz im Calgary West Campground zu beziehen. Zuerst musste ich aber die richtige Abzweigung erwischen und so bin ich einige Kilometer mehr gefahren als notwendig. Die Zufahrt zum Campground ist infolge von Bauarbeiten auf dem Highway etwas kompliziert geworden.

Zu guter Letzt habe ich es doch noch geschafft. Heute Nachmittag stehen nun Wäsche waschen und später Pizza und Brötchen backen an. So wird mir die Zeit nie langweilig…

Sonntag, 7. August 2022

 

Heute ist der Besuch von Calgary geplant. Zuerst fahre ich mit Uber zum Calgary Tower. Von dort spaziere ich zur 8th Street, wo ich die Devonian Gardens besuchen will. Leider sind diese aber erst ab Mittag geöffnet. So gehe ich zur Light Rail Station und löse dort eine Tageskarte. Mit dieser fahre ich dann zum Heritage Park hinaus. Dies ist eine Art Freilichtmuseum mit einer Ausstellung von schönen alten Autos und Tanksäulen, dann eine tolle Villa, die einst einer Familie gehörte, wo die Frau – zusammen mit vier anderen Frauen – für die Gleichberechtigung von Frau und Mann gekämpft und schlussendlich gewonnen hat. Von dort aus ging es weiter zum Aussichtspunkt über den See – auf welchem eine Kopie der SS Mojie fährt – und den Bow River. Dann ging es zu weiteren Gebäuden und Sehenswürdigkeiten, die die Arbeit der Leute von vor hundert und mehr Jahren würdigt und zeigt. Eindruck gemacht hat auch die Dampflokomotive, die einen Zug durch das Gelände der Ausstellung zog und seine Runden drehte. Im «Dorf» waren dann verschiedene Gebäude von Handwerkern und anderen wichtigen Leuten. Als ich genug Freilichtmuseum gesehen hatte, ging es zurück, mit Bus und dem Calgary Train in die Downton. Dort besuchte ich dann doch die Devonian Gardens, eine Indoor-Gartenanlage, die sich sehen lassen kann, mit Pflanzen aller Art, Teichen mit Koi’s und Plätzen zum Ausruhen und Geniessen. Weiter ging es zum Calgary Tower, wo ich dann doch noch hinauffuhr und die Aussicht über Calgary – heute bei schönstem Wetter und recht klarer Sicht – genoss. Dann beschloss ich, den Zug noch aus der Stadt heraus, zu nehmen. So bin ich bis Tuscany herausgefahren, habe aber dann gesehen, dass ich etwa zwei Stationen vorher aussteigen sollte und bin wieder zurückgefahren. Dort habe ich einen kleinen Einkauf gemacht und liess mich dann von Uber zum Campground zurückbringen.  

Montag, 8. August 2022

 

Heute Morgen ist Waschtag. Der Campingplatz hat das Waschhaus nicht weit von meinem Platz und so konnte ich alles was es nötig hatte in die Maschinen geben. 

Am Nachmittag bin ich dann wieder mit Uber zur 69th Street gefahren, wo die Endstation des C-Train in West Calgary ist. Dann mit dem Zug in die Downtown, wo ich zuerst den «Lämmle’s Western Shop» besucht habe. Da mir aber die angebotene Ware den verlangten Preis nicht wert war, habe ich auf einen Einkauf verzichtet. Dann bin ich durch die Downtown zum Olympia Platz spaziert. Ein schöner und ruhiger Platz mitten in Calgary. Nach einem Glacecornet und ein paar Fotos ging es dann mit dem C-Train weiter in Richtung Osten, wo ich dann beim Bow River ausstieg und ein paar Fotos aus dieser Richtung von der Skyline von Calgary machen konnte. Dann fuhr ich wieder westwärts und bin bei der Kaserne – oder ist es ein Zeughaus? – ausgestiegen, um auch dort wieder ein paar Fotos zu machen. Das Wetter heute war perfekt für ein solches Vorhaben. Von hier aus ging es dann wieder mit dem Zug weiter westwärts, bis ich dann auf Uber umsteigen musste, um zurück in den Campground zu kommen. Heute Abend habe ich zum ersten Mal probiert ein Chili-con-carne zu kochen. Da ich das Rezept nicht hatte und nur ungefähr wusste was da reinkommt war es dann eben ein Chili nach meiner Art. Geschmeckt hat es aber bestens…

Dienstag, 9. August 2022

 

Nun geht es von Calgary weg, gegen Westen. Mein Ziel heute ist der Peter Lougheed Provincial Park, ein Teil des Kananaskis Valley. Zuerst wollte ich aber einen Besuch beim Calgary West Farmers Market machen, den ich in den beiden letzten Tagen jeweils beim Vorbeifahren gesehen habe. Leider hat sich herausgestellt, dass dieser Markt erst im Bau ist und «im Sommer 2022» eröffnet werden soll. So bin ich unverrichteter Dinge weitergefahren bis nach Morley, wo ich zum Tanken anhielt. Nachträglich hat sich herausgestellt, dass dies ein guter Entscheid war, da das Benzin bei den nächsten Tankstellen zwischen 9 und 15 Cents pro Liter teurer war…

Den nächsten Halt habe ich im Kananaskis Visitor Center gemacht, da ich dort meine «Kananaskis Pass» für zwei Tage bezahlen musste. Die junge Dame hat mir dann auch erklärt, dass der Smith-Dorrian Spray Trail für einen Camper nicht wirklich geeignet sei. Die Strasse sei nicht unterhalten und habe «a lot of bumps and potholes»… und die will ich meinem Chalet nicht zumuten. So werde ich halt heute in den Park hinein und morgen auf dem gleichen Weg wieder hinausfahren. 

Im Peter Lougheed PP Visitor Center habe ich dann im Elkwood CG einen guten Platz reservieren können und weiss so, wo ich heute Abend übernachten werde. Dann ging es noch weiter bis zu den Kananaskis Lakes. Zuerst zum Lower, einem grossen Speichersee und dann zum Upper Lake, auch einem Stausee. Von hier aus fuhr ich dann wieder zurück bis zum Boulton Creek Trading Post, wo ich die wichtigsten Einkäufe erledigen konnte. Dann hatte ich für heute genug und bin in den Elkwood Campground gefahren, wo ich mein B53 bezogen habe. Einen Platz sogar mit Strom und Wasser. Zum Schreiben dieser Zeilen habe ich mir einen Apéro mit einem Okanagan Crisp Apple Cider und ein wenig Knabberzeugs gegönnt.

Mittwoch, 10. August 2022

 

Heute ist eine Art Übergangstag. Ich habe in Banff einen Platz reserviert, konnte dann aber für Lake Louise und den Kicking Horse Pass keine Plätze finden. So werde ich morgen in Banff sein und dann weitersehen…

So bin ich dann heute nach einem kurzen Besuch am Lower Kananaskis Lake – auf dem Weg dorthin habe ich einen jungen Schwarzbären gesehen – zurückgefahren bis ins Kananaskis Village. Dies ist aber kein Dorf im eigentlichen Sinne. Es hat dort ein paar Hotels, sonst nichts.

Dann ist es weitergegangen bis nach Canmore, wo ich mir einen Platz zum Übernachten suchen wollte. Leider Fehlanzeige… so bin ich zurückgefahren bis zu einem kleinen Weiler Exshaw, wo ich in einem Municipal Campground einen schönen Platz – mit Strom – fand. Leider sind hier die Moskitos ziemlich agressiv, so dass ich lieber im Camper blieb als draussen etwas zu unternehmen. Gegen Abend habe ich aber dann noch einen ausgedehnteren Spaziergang gemacht, so dass ich doch mein Ziel von 7500 Schritten erreicht habe.

Donnerstag, 11. August 2022

 

Nach den üblichen Verrichtungen am Morgen, wie Morgentoilette, Frühstück, Abwasch und heute noch Staubsaugen, ging es zügig nach Banff. Dort habe ich glücklicherweise beim Bahnhof einen RV-Parkplatz gefunden. So konnte ich dem Bow River entlang nach Downtown spazieren. Dort ging ich zuerst ins Banff-Park-Museum, wo die Tiere des Nationalparks ausgestellt und erklärt werden. Dann habe ich den Cascades of Time Garden besucht. Eine sehr schöne Parkanlage mit vielen Blumen und Wasserläufen. Von dort aus habe ich dann das «Indianer-Museum» das Buffalo Nation Luxton Musem besucht. Eine interessane Geschichte über die First Nation in der Gegend. 

Dann spazierte ich dem Bow River entlang bis zu den Bow River Falls. Ein schöner Trail mit «Kunst am Weg»…

Später habe ich auch noch das White Museum besucht, welches vor allem Gemälde der Eheleute White ausstellt. Und damit ich noch einen weiteren, noch nie besuchten Ort sehen konnte, bin ich an den Lake Minnewanka gefahren. Auch dort habe ich mit etwas Glück sofort einen Parkplatz gefunden und konnte so einen Uferspaziergang machen. Der Platz würde mir recht gut gefallen. Leider sind auch hier viel zu viele Leute…

Den Abschluss des heutigen Tages machte dann der Besuch der Hoodoos, bevor ich in den Tunnel Mountain Village II Campground fuhr und dort meinen reservierten Platz bezog.

Freitag, 12. August 2022

 

Banff ist übervoll, darum geht’s heute weiter. Über den Highway 1A, den Bow Valley Parkway fahre ich, in der Hoffnung, vielleicht Tiere zu sehen, bis zum Johnston Canyon. Dort verlasse ich diesen und fahre auf dem Highway 1 – der Autobahn – bis hinauf nach Lake Louise. Dort habe ich getankt und einen Einkauf gemacht und bin dann froh gewesen, wieder wegzukommen. Lake Louise ist noch fast schlimmer als Banff. So fuhr ich dann hinauf auf den Kicking Horse Pass, wo ich beim Spiral Tunnel Lookout anhielt. Leider waren gerade keine Züge unterwegs und so bin ich weiter bis zu den Takakkaw Falls. Ein Umweg von etwa 25 km, welcher sich aber lohnte. Der Fall ist etwas Einmaliges. Eine Menge Wasser schiesst da zirka 380 Meter über die Felswand hinunter. Leider war auch hier übervoll, so dass ich auf einem «Bus only»-Platz parkieren musste. Glücklicherweise war da keiner der deswegen «gemotzt» hat. Dann fuhr ich wieder zurück zum Trans Canada Highway, mit Zwischenhalten am Zusammenfluss des Yoho River mit dem Kicking Horse River und beim Lookout für die Spiral Tunnels. Leider auch hier keine Züge.

Zum Schluss bin ich dann auf den Hoodoo Creek Campground gefahren, einem sehr einfachen Campingplatz mit einem Tisch und sonst gar nichts… 

Den Rest des Nachmittages habe ich mit Apéro, der Administration und dem Planen der nächsten Tage verbracht.

 

P.S. Im Moment bin ich über eine Woche im Vorsprung.  

Samstag, 13. August 2022

 

Vom Hoodoo Creek Campground bin ich heute schon recht früh losgefahren. Erstes Ziel war der Parkplatz zum Wapta Falls Trail. Dort bin ich dann etwa zwei Kilometer durch den Wald gewandert, bis ich an den Wasserfall gekommen bin. Dieser wird als der grösste Wasserfall des Kicking Horse River angepriesen. Zuerst sieht man die Wapta Falls nur von oben und das finde ich nicht so toll. Also bin ich den ganzen Weg über einen steilen Weg hinunter gegangen. Und es hat sich gelohnt. Von unten und von vorne sieht das Ganze dann schon etwas anders aus. So habe ich ein paar Fotos gemacht und bin dann gemütlich den etwas längeren aber weniger steilen Weg wieder zum View Point hochgegangen. Von dort ging’s zurück zum Camper. Glücklicherweise waren da noch andere Leute, sonst hätte ich mir wegen der «angedrohten» Bären etwas Sorgen gemacht.

Dann ging es in einem Zug hinunter nach Golden. Dort bin ich zuerst zum Campground gefahren und habe erfahren, dass der voll war. Ich müsse warten bis vier Uhr, dann könne sie mir einen Platz im Overflow CG geben… und das am Mittag kurz vor zwölf Uhr… 

So habe ich mich entschieden, in Fairmont Hot Springs Resort zu schauen, ob diese noch einen Platz frei hätten. Und ich hatte Glück. Also habe ich die etwa 140 Kilometer das Columbia Valley hinunter unter die Räder genommen. Im Fairmont Hot Springs Resort habe ich schon im 2019 einmal übernachtet und es hat mir gut gefallen…

Den Rest des Nachmittages habe ich dann verwendet, um meine Reisepläne etwas zu überarbeiten. Jetzt geht mein Programm wieder auf…

Sonntag, 14. August 2022

 

Das Erste, was ich heute Morgen feststellte war, dass der Kühlschrank nicht funktionierte. So musste ich noch vor dem Morgenessen entscheiden, was ich sofort verbrauchen kann und was ich wegwerfen müsste. Glücklicherweise war das Gefrierfach fast leer, so dass sich der Verlust in Grenzen hielt. Morgen werde ich zuerst einen RV-Service suchen müssen und dann weitersehen…

Nach dem Morgenessen bin ich dann in die Hot Springs baden gegangen. Eine schöne grosszügige Anlage mit genügend Platz. Glücklicherweise waren auch nicht zu viele Leute hier, so dass es richtig angenehm war. Das kühlere Bassin hatte etwa 30°, das wärmere wahrscheinlich fast 40°. Nach dem Bad habe ich dann einen ausgedehnten Spaziergang, zuerst hinunter zu den natürlichen Bassins beim Bach und dann auf der Strasse wieder hinauf zum Resort. So habe ich mein (Schritte)-Tagesziel problemlos erreicht. Zum z’Nacht habe ich zwei Pouletschenkel im Backofen gebacken und die schmeckten mir bestens. Dazu habe ich heute nur ein paar Pommes Chips und einen Gurken-/Tomatensalat genossen. 

Mit einem kurzen Abendspaziergang zum Resort hinüber – mit einem tollen Ausblick über das Tal des jungen Columbia River – habe ich meinen Tag beendet.

Montag, 15. August 2022

 

Heute geht es also nach Cranbrook zum RV Reparateur. Mit einem Halt auf dem Columbia Lake View Point – um dort einmal die «Quelle» des mächtigen Columbia River zu fotografieren bin ich dann zu Rite-Way RV Services gefahren. Die hatten aber weder das Personal noch die Zeit sich meines Problems anzunehmen. So bin ich dann zum zweiten dem Runners RV gefahren. Auch dieser hat mir beschieden, dass er heute nichts machen kann. Er hat mir aber dann einen Termin für morgen Morgen um 10.30 Uhr angeboten. So werde ich heute noch einmal ohne Kühlschrank auskommen müssen. Ich hoffe, dass die morgen das Problem lösen können und ich dann weiter kann… wir werden sehen. Nach einem kleinen Einkauf bin ich dann zurück nach Fort Steele gefahren, wo ich gestern meinen Platz reserviert hatte. Dort habe ich zuerst wieder einmal meine Wäsche besorgt und bin dann noch eine Runde spazieren gegangen.

Das Nest des Osprey – des Fischadlers – habe ich wohl gesehen, aber die Adler waren ausgeflogen.  

Dienstag, 16. August 2022

 

Dann soll es also heute zurück nach Cranbrook gehen, wo die Runner’s RV sich meines Problems mit dem Kühlschrank annehmen wollen. So bin ich etwa um 10 Uhr in Fort Steele weggefahren, um rechtzeitig in Cranbrook einzutreffen. Dort hat dann ein Spezialist für Elektronische Teile das Ganze angeschaut. Mit Hilfe einer telefonischen Verbindung zu der Herstellerfirma – dort hat ein Computer Antwort gegeben – hat er dann herausgefunden, was zu reparieren sei. Dann beschied er mir, dass das Problem behoben sei und dass ich nichts dafür zu zahlen hätte. Ich habe mich bedankt und bin dann in Richtung amerikanische Grenze weggefahren. Beim ersten Halt wollte ich sehen, ob der Kühlschrank schon etwas kühle – und siehe da – er kühlte nicht. Die Zündung des Gases hat zwar funktionier, aber scheinbar ist kein Gas dort gekommen, so dass keine Flamme entstanden ist. Soll ich nun noch einmal zurück, oder soll ich in Columbia Falls eine neue Werkstatt suchen und mit ihr das Problem anschauen? Ich habe mich dann für das Zweite entschieden und bin so kurz nach Mittag an der USA-Grenze angekommen. Dort wurde ich wie gewohnt ausgefragt, dann ins Büro bestellt, da er meine «Reiseerlaubnis» erneuern müsse. So konnte ich dann, nachdem der Officer mir Foto und Fingerabdrucke abgenommen hatte und ich die sechs Dollars bezahlt hatte, weiterfahren. 

In Columbia Falls habe ich dann auf dem zweiten Campingplatz, dem Mountainview RV Resort eine guten, aber sehr teuren Platz erhalten.

Nach dem Nachtessen habe ich dann noch einen kurzen Spaziergang gemacht und bin dabei auf eine ganz neue, sehr schöne Minigolfanlage gestossen.

Mittwoch, 17. August 2022

 

Nachdem der Kühlschrank nun auf Strom funktioniert, aber auf Gas noch nicht, werde ich heute oder morgen irgendwo wieder einen Reparatur Service suchen müssen. So habe ich mich entschlossen, zuerst nach West Glacier zu fahren, um vielleicht dort noch etwas vom Glacier Nationalpark zu sehen. Auf dem Weg dorthin habe ich ein kleines Westerndorf gesehen und mir vorgenommen, dieses beim Rückweg zu fotografieren. In West Glacier habe ich nur kurz angehalten und ein Visitor Center gesucht. Dieses war jedoch nicht geöffnet und so bin ich unverrichteter Dinge – vor allem auch wegen der sehr vielen Leute dort – wieder in Richtung Columbia Falls zurückgefahren. Beim Westerndorf wollte ich hineinfahren, habe aber dann gesehen «Private Property – no trespassing» und so wusste ich, dass ich nicht hineinfahren sollte. Trotzdem habe ich von der Strasse aus dann meine Fotos gemacht. Als ich zum Auto zurückging ist ein Gentleman gekommen und ich habe ihm erklärt, dass ich das Westerndorf toll finde und es fotografieren wollte. Der Robert – wie der Mann hiess – hat mir dann erklärt, dass er das alles selbst gebaut habe und nun als «AirBnB» vermiete.

Eine gute angenehme Begegnung. Zum Schluss durfte ich sogar seinen «private Driveway» benutzen zum wieder auf die Strasse zu kommen…

Dann ging es in Richtung Missoula. Den einzigen Halt habe ich am Flathead Lake eingelegt. Dann wollte ich unterwegs bei einem Campground anhalten, aber die hatten keine Stromanschlüsse und so bin ich – wegen des Kühlschrankes – weitergefahren und habe kurz vor Missoula den «Jim & Mary’s RV Park gefunden. Ein sehr schöner gepflegter Platz. Dort habe ich den letzten freien Platz erhalten. Glück gehabt. 

Donnerstag, 18. August 2022

 

Als erstes habe ich heute Morgen versucht, einen RV-Service zu finden, welcher mir das Problem mit dem Kühlschrank beheben könnte. Leider war bei der gefundenen Firma niemand da. So fuhr ich halt zuerst zu dem Smokejumpers Visitor Center. Das Zentrum zeigt eine interessante Ausstellung und verschiedene Videos über die fallschirmspringenden Firefighters. 

Dann ging es zum Museum of Mountain Flying. Auch dieses gefiel mir sehr gut. Es waren zwar nicht sehr viele Maschinen ausgestellt, aber dafür wurden auch hier wieder die Geschichten um die Flugzeuge erzählt. 

Als Drittes bin ich nach Lolo gefahren, wo der Campingplatz der Lewis & Clark Expedition dokumentiert ist. Der Travelers’ Rest State Park zeigt eindrücklich, wie hier vor mehr als zweihundert Jahren die Leute der Expedition campiert hatten und wie dann deren Reise weiterging. Dann hatte ich genug gesehen und bin nach einem Einkauf auf den Campingplatz zurückgefahren. Nach dem Nachtessen habe ich wiederum einen kleinen Spaziergang gemacht und habe dabei an einem Hügel Rinder grasen sehen – im dürren hohen Gras. Als ich zurückwanderte konnte ich gleichzeitig den Sonnenuntergang betrachten…

Freitag, 19. August 2022

 

Als Erstes konnte ich heute Morgen bei der RV Truck Sales vorbei, um meinen Kühlschrank reparieren zu lassen. Der Mann hat nichts versprochen, dafür aber alles gehalten. Nachdem zwei Teile ersetzt worden waren, hat alles wieder funktioniert. So war ich bereits kurz nach zehn Uhr wieder «on the road» und entschied, zuerst das Fort Missoula zu besuchen. Das erste Ziel, das Rocky Mountain Museum of Military History – welches leider geschlossen war. Dafür war in dem Fort Missoula Heritage Park eine Menge anderer Dinge zu finden, die auch interessant waren. Ein Watch Tower, von welchem aus zu Beginn des letzten Jahrhunderts Gebiete überwacht wurden, wegen den Waldbränden. Dann eine Dampflokomotive, ein Japanese Internment Memorial, wo ein Nachkomme von dort internierten Leuten mir in einem längeren Vortrag die Geschichte näherbrachte und zuletzt das Historical Museum of Fort Missoula, welches über verschieden Bereiche berichtete. So habe ich dort eine längere Zeit verbracht und bin dann in Richtung Butte weggefahren. Unterwegs bin ich einer Werbetafel für das Old Montana State Prison begegnet. Dieses will ich unbeding anschauen gehen… So bin ich in Deer Lodge, einem Ort von dem ich noch nie etwas gehört hatte gelandet, wo sowohl das Old Montana State Prison, als auch ein eindrückliches Automuseum, dann auch die Grant Kohrs Historical Ranch zu besichtigen waren. Als ich im Indian Creek Campground eincheckte hat mir die Lady dort erklärt, heute sei Rodeo in Town und morgen eine grosse Parade in den Main Street. Also habe ich auf ein paar Besichtigungen für heute Abend verzichtet und bin nach dem Nachtessen nochmals in den Ort spaziert, um das Rodeo zu besuchen. Die zehn Dollar Eintritt haben sich gelohnt. Es war wieder ein ähnliches Erlebnis wie vor drei Jahren in Thermopolis…

So bin ich erst nach zehn Uhr nach einem sehr gut ausgefüllten Tag zum Camper zurückgekommen… Morgen geht es nochmals zur Grant Kohrs Ranch um das Wohnhaus zu besichtigen, dann in die drei weiteren Museen der Stadt, die im Eintritt für das Old Montana State Prison eingeschlossen sind. Dann will ich auch die Pferdeparade durch die Main Street sehen. So werde ich wohl morgen erst am Nachmittag hier abfahren und dann voraussichtlich nur bis Butte fahren. 

Samstag, 20. August 2022

 

Nun bin ich also heute Morgen zuerst zu der Grant-Kohrs Ranch gefahren und habe dort eine fast einstündige Führung durch das Wohnhaus genossen. Die Dame hat sich redlich Mühe gegeben, nicht zu schnell zu sprechen und so habe ich viel von dem was sie erzählt hat verstanden. Die Ranch wurde 1862 durch den Händler Jonny Grant als Handelsposten erbaut und hatte damit Erfolg. Im Jahr 1866 verkaufte er dann die Ranch an den deutschen Einwanderer Conrad Kohrs. Der führte diese Zusammen mit seinem Bruder und machte aus dem Handelsposten eine Rinderranch. Seinen Erfolg verdankt dieser den Leuten welche auf ihrem Weg nach Westen bei Kohrs ihr halb verhungertes und verdurstetes Vieh 2:1 gegen gesundes Vieh tauschen konnten. Indem Kohrs das getauschte Vieh dann wieder gesund füterte, konnte er seine Herden in kurzer Zeit massiv vermehren. Die Ranch wurde bis 1972 von den Nachkommen der Kohr’s geführt. Dann wurde diese dem Nationalpark Service verkauft und als Museumsranch erhalten. In den Gebäuden sind viel Sachen noch Original von der Gründung bis heute vorhanden.

Nach der Führung ging es dann zu den Museen im Ort weiter. Im Old Montana State Prison habe ich einen Eintritt kaufen müssen, dieser war dann aber auch für weitere Museen gültig. So konnte ich zuerst das «Yesterday’s Playthings» ein Museum mit Spielsachen aus alten Zeiten besuchen. Nach diesem bin ich dann durch die Main Street spaziert, um die am Mittag beginnende «Parade» nicht zu verpassen. Kurz nach zwölf Uhr sind dann eine Horde Reiter die Main Street hinuntergeprescht. Weiter gehörten zur Parade die Feuerwehrfahrzeuge, die Polizei und die Sanität. Dann ein paar alte Traktoren und ein paar «Veteranen»??? Nach etwa fünf bis zehn Minuten war dann der Spuk vorbei. So ging es nun weiter mit den Museen – zuerst das Frontier Montana – ein Museum, in welchem die Cowboys Montanas mit allem dazugehörenden Ausrüstungen gezeigt werden. Hier werden auch eine Menge alter Waffen gezeigt. In einem weitern Raum ist der zweite Weltkrieg mit den Geschichten der Soldaten aus Montana ausgestellt. Aus solchen Berichten wurden Fernsehsendungen über die Schlachten des zweiten Weltkrieges gedreht. 

Als letztes Museum habe ich das Powell County Museum, welches die Geschichte der Gegend darstellt, besucht. Auch hier waren ein paar interessante Geschichten zu sehen und zu lesen. 

Dann ging’s zurück zum Camper, um wieder weiterzukommen. Auf dem Freeway 90 ging es weiter bis Fairmont Hot Springs. Der dortige Campground war mir aber zu teuer und so habe ich auf das Bad in den Hot Springs verzichtet und bin bis nach Butte weitergefahren. Da der KOA Campground der stadtnächste Campingplatz ist habe ich dort eingecheckt. Nachdem die Bestellung eines Uber-Fahrers für den Besuch des World Mining Museums nicht funktionierte, bin ich zu Fuss zu Safeway gegangen und habe dort noch ein paar Kleinigkeiten eingekauft. So ist der Rest des Nachmittages im Fluge vergangen. Ein Stück vom Rindsfilet und einige Backofenkartoffeln mit Salat waren dann mein feines Nachtessen, welches von einem Glas kanadischen Rotweins begleitet wurde.  

Sonntag, 21. August 2022

 

Heute wollte ich eigentlich nach Bozeman fahren und dort das Museum of the Rockies besuchen. Nachdem ich gestern vergeblich versuchte, dort einen Campgroud zu buchen, habe ich mich entschlossen, eine weitere Nacht hier in Butte zu verbringen und dann das Museum nur im Vorbeigang zu besuchen. So bin ich heute Vormittag zum World Museum of Mining gefahren und habe dieses angeschaut. Interessant habe ich die alten Häuser des Hell Roaring Gulch gefunden. Bei einigen anderen Sachen habe ich eher das Gefühl gehabt mich auf einem Schrottplatz zu befinden… Dann wollte ich die Copper King Mansion besuchen. Leider ist diese nur geführt zu besichtigen und für die Führung hätte ich mehr als zwei Stunden warten müssen. So bin ich zu einer weiteren Attraktion von Butte gefahren, dem Berkely Pit. In den Schächten wurde, solange die Mine betrieben wurde, das Wasser abgepumpt. Seit die Mine im 1982 stillgelegt wurde, sind diese Pumpen abgestellt worden. So hat sich das «Loch» mit Wasser gefüllt. Dieser «See» ist mit verschiedenen Schadstoffen kontaminiert, so dass mit verschiedenen Geräuschen (Knall / Lärm) die Vögel davon abgehalten werden, zum See zu kommen.

Nach dem Berkely Pit wolle ich noch die «Our Lady of the Rockies» besuchen. Das «Maps-me» hat mich dann an einen Platz geführt, von wo aus ich die Statue zwar sehen konnte – aber auf eine gewisse Entfernung. Die Lady ist eine 90-Fuss (27 m) hohe Statue auf einem Berg.

Am frühen Nachmittag hat es dann angefangen ein paar Tropfen zu regnen. Als ich später zum Visitor Center spazierte, hat der Regen aber aufgehört und es hat wieder die Sonne geschienen. Beim Visitor Center habe ich mit der Lady ein interessantes Gespräch führen können über die verschiedenen Möglichkeiten, die ich für die nächsten Tage habe. Aufgrund ihrer Informationen habe ich mich dann entschieden, Morgen nach Bozeman zu fahren und dort das Museum zu besuchen. Dann werde ich weiterfahren und irgendwo unterwegs einen Campground beziehen.

Montag, 22. August 2022

 

Heute habe ich also die etwa 135 km nach Bozeman unter die Räder genommen. Ausser einem Tankstopp ganz am Anfang ging es ohne Halt bis zum Museum of the Rockies. Dort habe ich die Ausstellungen über die Dinosaurier, über die Indianer und dann auch einige Dinge über Bozeman mitbekommen. Auch die Living History Farm war recht interessant. Dann bin ich weitergefahren, um irgendwo einen Platz zum Übernachten zu finden. Beim Baker’s Hole, welches eigentlich mein Ziel sein sollte sind die Camper bereits angestanden. So habe ich darauf verzichtet dort zu suchen und bin einem Wegweiser zum Madison Arm Resort gefolgt. Eine lange Strecke über eine Gravel-Road bis ich schon fast nicht mehr daran geglaubt habe. Dann ist der Hebgen Lake aufgetaucht und an diesem liegt das Madison Arm Resort. Hier konnte ich meinen Platz noch aussuchen. So habe ich einen schönen Platz in Seenähe erhalten. Der Preis war dann auch entsprechend…

Dienstag, 23. August 2022

 

Den ersten Besuch habe ich heute Morgen im Grizzly and Wolf Discovery Center in West Yellowstone vorgesehen. So bin ich dieselbe Gravel Road zurückgefahren, die ich gekommen bin. Beim Grizzl & Wolf Center haben sie acht Grizzlybären, welche dank diesem Center noch am Leben sind. In Freiheit waren dies Problembären, die den Menschen und ihren Behausungen zu nahegekommen sind. Daneben haben sie zwei Wolfsrudel mit zusammen etwa zehn Tieren, ein Otterhaus sowie einige Birds of prey, Weisskopfseeadler, Uhu’s und Habicht. Eine interessante Sammlung von lebenden Tieren, die aus der Nähe besichtigt werden können. 

Von hier aus ging es weiter zu den Big Springs. Dort entspringt Henry’s Fork. Interessant ist, wie hier das Wasser aus dem Boden bzw. aus dem Hang kommt. Auf den Besuch der Jonny Sack Cabin habe ich heute verzichtet, nachdem ich diese im 2019 angeschaut haben.

Dann ging es mit einem kurzen Zwischenhalt an einem Historic Point an Henry’s Fork weiter nach Idaho Falls, wo ich im Snake River Campground einen guten Platz ergattern konnte (obwohl im Internet keine Plätze mehr frei waren!!!).

Am Abend wollte ich noch das Visitor Center besuchen, um für morgen besser gerüstet zu sein. Die Öffnungszeiten sind bis 19.00 Uhr angegeben – als ich dort war, etwas nach 17.30 Uhr war das Center wegen Personalknappheit bereits geschlossen… So spazierte ich den ganzen Weg wieder zurück und konnte dabei die Idaho Falls und den Mormonen Tempel von Idaho fotografieren…

Mittwoch, 24. August 2022

 

Heute habe ich den Besuch des Idaho Falls Museum vorgesehen. Zuerst wollte ich einen Uber bestellen, um dorthin zu gelangen. Dann habe ich mich entschieden, die etwa zwei Kilometer zu Fuss zu gehen. Unterwegs habe ich dann wieder die Elektro-Trottinetts – hier heissen die «Birds» gefunden und habe ein solchen genommen. Damit bin ich dann zuerst zum Mormonen Tempel gefahren und habe dort die Anlage bewundert. Dann ging es wieder zu Fuss weiter zum Museum.

Dort war ich sehr überrascht, als die erste Ausstellung, die ich hier fand, dem Gengis Khan – oder wie wir den nennen den Dschings Khan – gewidmet war. Eine tolle Ausstellung über einen Mann den wir viel zu wenig kennen. In diesem Zusammenhang konnte ich sogar eine musikalische Darbietung von zwei Mongolen geniessen – spezielle Musik.

Dann hat das Museum einen zweiten Teil, wo der wilde Westen, vor allem hier in Idaho Falls und Umgebung dargestellt wurde. Auch dieses gefiel mir sehr gut.

Beim Zurücklaufen bin ich dann wieder auf einen «Bird» gestossen und habe so eine Teilstrecke von 2.5 Kilometern mit diesem zurückgelegt. Bei Jaker’s bin ich dann einmal auswärts essen gegangen, bevor ich in den Campground zurückging. 

Donnerstag, 25. August 2022

 

Nach einem Einkauf und dem Tanken ging es heute gegen den Yellowstone Park zu. Diesen werde ich aber auslassen, da ich im 2019 dort war und zu Zeit sehr viele Leute hier sind. Zudem sind immer noch einige Strassen gesperrt, wegen der heftigen Unwetter, die vor einigen Wochen über den Park nieder gingen. Zudem wollte ich nicht in Moran übernachten, da dort ein Platz auf dem Campground für EINE Nacht auf $120.- gekommen wäre. So bin ich unter anderem über den Teton Pass (2561m) bis nach Jackson durchgefahren. Dort habe ich einen kurzen Halt gemacht, um die Enten auf dem See zu fotografieren. Dann ging’s weiter mit Halten auf den Teton View Points und über den Togwotee Pass (fast 3000 m), wo sich auch die Continental Divide befindet, bis hinunter nach Dubois. Etwas später habe ich beim National Museum of Military Vehicles angehalten. Bei der Besichtigung dieses Arsenals an Fahrzeugen, Panzern, Artileriekanonen und weiteren Armeematerials ist es mir ab und zu kalt über den Rücken gelaufen. Die Ausstellung ist sehr gut aufgebaut und zeigt die Zeit des ersten und des zweiten Weltkrieges, dann die Kriege in Korea und Vietnam. Eindrücklich, aber auch etwas schauerlich…

Zum Schluss ging es weiter bis Fort Washakie, wo ich eigentlich übernachten wollte. Da ich aber hier keinen Campground fand, musste ich wohl oder über bis Lander weiterfahren. Dort habe ich dann beim Sleeping Bear Campground einen guten Platz zu vernünftigem Preis gefunden.

Freitag, 26. August 2022

 

Gestern habe ich von der Dame in Office des Campgrounds eine Liste mit Sehenswürdigkeiten in Lander und Umgebung erhalten. Auf dieser sind unter anderem der Sinks Canyon, dann das Lander Pioneer Museum, Museum of the American West und Sacajawea’s Grave. Diese habe ich mir vorgenommen heute zu besuchen. Also ging es zuerst zum Sinks Canyon. Dort verschwindet der Bach in eine Grotte im Felsen. Etwa eine Viertel Meile weiter unten kommt das Wasser in einem See wieder heraus. Forscher haben festgestellt, dass das einfliessende Wasser etwa zwei Stunden im Berg fliesst und dann – mit mehr Wasser im See wieder herausfliesst. Warum weiss man bis heute nicht…

Dann bin ich zum Pioneer Museum gefahren und habe dort einen Bekannten getroffen – bekannt aus den Western Romanen – Butch Cassidy. Auch sonst hat mir das Museum sehr gut gefallen. Das Museum of the American West besteht aus einer Reihe von alten Bauten, welche von aussen besichtigt werden können. Auf eine Führung habe ich dann aber verzichtet. Weiter ging es dann zurück nach Fort Washakie, wo sich das Grab der berühmten Sacajawea befindet. Berühmt wurde die Frau durch die Lewis & Clark Expedition, auf welcher sie führte und mit den Indianern verhandelte, durch deren Gebiet sie reisen mussten.

Danach fuhr ich weiter in Richtung Riverton, wo ich am Nachmittag einen guten Campground fand. Später machte ich einen Spaziergang in die Stadt, wo ich diverse Geschäfte besuchte, um einen Thermometer für den Camper, aussen zu finden. Als ich auf dem Rückweg war, hat es zu regnen begonnen und ich bin bei einem Geschäft untergestanden. Glücklicherweise nur sehr kurz, so dass ich nicht einmal nass wurde.

Samstag, 27. August 2022

 

Als Erstes bin ich nach dem Morgenesse und bereit machen zum Riverton Museum gefahren, um dieses zu besuchen. Interessant fand ich hier vor allem die Geschichte um den Uran Abbau in der Umgebung. Dann bin ich dem Boysen Reservoir (ein Stausee) entlang und durch den Wind River Canyon nach Thermopolis gefahren. Durch den Canyon führt die Strasse, der Fluss und auf der anderen Flussseite die Eisenbahn. Zuerst ist dieser sehr eng (die Strasse wird durch drei Tunnels geführt), dann weiter unten etwas breiter. In Thermopolis habe ich beim Wyoming Gardens RV Park, dem gleichen wie vor drei Jahren, einen guten Platz erhalten.

Am Nachmittag war es mir zu warm für die Hot Springs, so dass ich mich entschieden habe, das Hot Springs County Museum zu besuchen. Auch hier bin ich wieder verschiedenen Leuten begegnet, welche ich von früheren Museen kannte. Dem Chief Washakie, der Sacajawea, dann auch Butch Cassidy und Sundance Kid – zwei Banditen, welche sogar in einem Hollywoodfilm verewigt wurden…

Sonntag, 28. August 2022

 

Heute Morgen habe ich zuerst die Büffel in dem Hot Springs State Park gesucht. Nachdem ich fast die ganze Runde gefahren war und nicht mehr richtig geglaubt habe diese zu finden, bin ich zu einem Aussichtspunkt gefahren und siehe da, hier waren die Büffel… eindrückliche Tiere.

Dann ging’s hinunter zu den heissen Quellen. Dort bin ich den «Boardwalks» entlang gelaufen und habe ein paar Fotos gemacht. So bin ich erst gegen Mittag von Thermopolis weggefahren. Durch eine ganz besondere Landschaft – ähnlich wie die Badlands in Alberta, ging es nach Worland. Dort habe ich das Washakie Museum besucht, da ich erwartete, dass das Museum über den Chief Washakie einige Informationen hätte. Aber weit gefehlt. Die Ausstellungen des Museums befassten sich einerseits mit Mammuts und Dinosauriern – die scheinbar in dieser Gegend vorgekommen sind – und andererseits mit der Geschichte von Worland und Umgebung. Eine Sonderausstellung hat sich mit den Worland Monarchs, einer Frauenmannschaft im Soft Ball, welche in den Jahren um 1970 herum sechs Wyoming Meisterschaften nacheinander gewinnen konnten.

Nach einem kurzen, aber interessanten Gespräch mit der jungen Dame im Museum, bin ich dann weiter. Zuerst fuhr ich nach Ten Sleep, wo ich einen originellen Saloon gesehen habe, aber leider nicht fotografieren konnte. Dann ging’s in die Berge, über den fast 3000 Meter hohen Powder River Pass (9666 ft). Am Nachmittag bin ich in Buffalo, meinem heutigen Etappenort angekommen und konnte den reservierten Platz im KOA Campground beziehen.

Bei meinem Spaziergang ins Städtchen Buffalo habe ich einige fotogene Ecken entdeckt.

Montag, 29. August 2022

 

Heute Morgen hatte ich es nicht eilig wegzukommen. Meine Reise geht heute etwa einhundert Kilometer ostwärts und dafür brauche ich – alle auf einer vierspurigen Autobahn – etwas mehr als eine Stunde. So habe ich zuerst noch den Staubsauger gezogen und bin dann gemütlich zurück ins Städtchen Buffalo gefahren. Dort besuchte ich als Erstes die Post, weil ich Briefmarken brauchte. Glücklicherweise sind die Marken, die ich im 2019 gekauft habe, auch noch gültig. Dann bin ich das Jim Gatchell Memorial Museum besuchen gegangen. Jim Gatchell eröffnete im Jahr 1900 eine Apotheke in Buffalo und war Sammler von alten Waffen und anderen Gebrauchsgegenständen. Nach seinem Tode wurde das Ganze an die Stadt vermacht, die dann das Museum gründete. Das Museum ist in verschiedene Bereiche gegliedert und gefiel mir gut. 

Dann bin ich auf einem vierspurigen Freeway – einer Autobahn - über Hochebenen und durch Badlands gefahren und bin kurz nach Mittag in Gillette eingetroffen. Da ich nicht sofort einen Campground suchen wollte, bin ich auch hier das lokale Museum, das Campbell County Rockpile Museum besuchen gegangen. Auch hier sind die Räume nach verschiedenen Themen gegliedert. Gefallen hat mir hier vor allem auch die Vorstellung der Sheriffs ab dem Jahr 1913 bis heute… gut gemacht.

Auf den Besuch des Frontier Auto Museum habe ich verzichtet, da ich schon etliche Automuseen besichtigt habe. Dann machte ich mich auf die Suche nach einem Campingplatz. Dies gestaltete sich zuerst recht kompliziert. Der erste Platz hat mir überhaupt nicht gefallen. Zudem hätte ich eine Nummer anrufen sollen, die mir dann weitergeholfen hätte??? und das passte mir gar nicht.

Dann suchte ich den Eagle Ridge Campground. Dort war überhaupt nichts vorhanden. Wahrscheinlich existier der gar nicht mehr. Dann habe ich das High Plains RV Resort gesucht und habe hier einen schönen sonnigen Platz erhalten – und das bei der Wärme hier – so läuft halt wieder einmal die Klimaanlage. 

Dienstag, 30. August 2022

 

Das erste Highlight heute Morgen waren die etwa ein Dutzend Proghorns, welche etwa 20 m von meinem Camper weg in einer Wiese ästen. 

Nachdem ich heute nur etwa einhundert Kilometer zu fahren habe, bis Devils Tower, habe ich mich entschlossen, das Gillette Auto Museum und den Frontier Relics Store doch zu besuchen. Und ich habe es nicht bereut. Das Automuseum hat sehr gut unterhaltene alte Autos gezeigt und daneben auch die Mode, die Gebrauchsgegenstände und die Tanksäulen aus der Zeit ausgestellt. Dann bin ich auch durch den Frontier Relics Store gegangen, wo viele sehr interessante alte Sachen zu kaufen gewesen wären. Unter anderem auch alte Langspielplatten von Elvis Presley zu einem sehr guten Preis. Da ich sonst schon viel Gepäck zum nach Hause nehmen habe, musste ich auf Käufe verzichten.

Dann bin ich über den Freeway 90 weiter nach Osten gefahren. In Moorcroft ist dann die Strasse zum Devils Tower nach Norden abgezweigt. Bevor ich zum Eingang des National Monument kam, habe ich beim Vorbeifahren auch den Devils Tower KOA, meinen Campingplatz für heute Abend, gesehen. So bin ich kurz nach Mittag beim Devils Tower Visitor Center eingetroffen. Das hat mir aber nicht so sehr Eindruck gemacht, da dort sehr wenig über den speziellen Felsen zu erfahren war. Also bin ich auf den Tower Trail gegangen, welcher mich rund um diesen Speziellen Turm geführt hat. Dort habe ich unter anderem auch zwei sehr sympathische Leute aus Quebec kennen gelernt und konnte mir diesen eine Weile plaudern.

Nach dem Rundgang habe ich beim Zurückfahren zum Ausgang des National Monument noch die Präriehunde, eine Art Erdhörnchen, beobachten und fotografieren können.

Dann konnte ich meinen reservierten Platz auf dem KOA Campground beziehen und den Rest des Abends geniessen.

Mittwoch, 31. August 2022

 

Das Erste, was mir heute Morgen auf dem Weg nach Rapid City begegnete, war eine Baustelle, die nur einspurig befahren werden konnte. Der «Pilot Car» führte eine lange Kolonne. Mit dabei war ein «Oversize» Transport, welcher ein Haus, das fast die ganze Strassenbreite einnahm, transportierte. Zuerst ging es im Schritttempo den Hang hinauf, dann etwas schneller auf der Ebene. Nach einiger Zeit hinterherschleichen, hat der Schwertransport dann die Kolonne durchgelassen und so ging es dann zügig nach Sundance, meinem ersten Etappenhalt. Dort habe ich das Crook County Museum besucht, welches einige interessante Ausstellungsstücke zu präsentieren hatte. Dann waren da auch die Steckbriefe von Frank und Jesse James sowie von Harry Longabaugh, welcher besser bekannt ist als Sundance Kid. Diesen hat der Sheriff in Sundance gefasst und er wurde wegen Viehdiebstahl zu 18 Monaten Gefängnis verurteilt. Als es später wieder freigelassen wurde hat er sich mit The Wild Bunch mit Butch Cassidy zusammengeschlossen und diese haben während 30 (dreissig!!) Jahren Züge und anderes ausgeraubt… (gemäss der Erzählung des Museumskassiers).

Dann habe ich noch einen kurzen Stadtspaziergang gemacht, bei welchem ich auf die Sundance State Bank aus dem Jahr 1914 gestossen bin. Dann ging es weiter nach Rapid City, wo ich im Rapid City RV Park and Campground einen Platz reserviert hatte. Den Rest des Nachmittags habe ich heute mit Brötchen backen und mit Ansichtskarten schreiben verbracht. 

Donnerstag, 1. September 2022

 

Für die nächsten vier Tage habe ich ein Mietauto bestellt, welches ich heute am Regional Airport von Rapid City abholen kann. Nachdem ich festgestellt habe, dass hier Uber nicht funktioniert und dann etwa um halb neun ein Taxi bestellen wollte, hiess es, ich hätte etwa fünfundvierzig Minuten zu warten. Zuerst wollte ich das nicht und habe versucht bei den beiden anderen Taxiunternehmen zu bestellten. Aber auch dort hatte ich keine Glück, der eine hat mir gesagt, dass sie keine Fahrzeuge zur Verfügung hätten, der andere war ständig besetzt. So habe ich noch einmal den Rapid City Taxi telefoniert und der Dame gesagt, ich würde warten… dann ist es über eine Stunde gegangen, bis das Taxi hier war. Als ich etwa um zehn Uhr bei der Vermietstation der Alamo ankam, ging es dann zügig und ich hatte einen Nissan Rogue, mit dem ich dann meine Besichtigungstour starten konnte. Als Erstes habe ich den Mount Rushmore mit den vier Präsidentenköpfen besucht. George Washington, der erste Präsident der Vereinigten Staaten regierte von 1789 – 1797, Thomas Jefferson, der Präsident (1801 – 1809), der Lewis und Clark an den Pazifik sandte, Theodore Roosevelt, 1901 – 1909, der «den Traum von Christoph Columbus umgesetzt hat, indem er den Panamakanal baute und so den Atlantik und den Pazifik miteinander verbunden hat. Als letzter ist Abraham Lincoln hier verewigt, der als 16. Präsident der USA von 1861 – 1865 regierte und als grosser Befreier gilt (Abschaffung der Sklaverei).

Nach dieser Geschichtslektion bin ich dann noch zum Monument des Crazy Horse gefahren. Dort ist erst der Kopf des Indianerhäuptlings fertig, der Rest, ein monumentalges Bildnis des Häuptlings mit seinem Pferd ist erst im Entstehen und bis heute nicht sichtbar. Das Visitor Center dort ist gut gestaltet und das Video über den Künstler Korcaz Ziolkowski und sein Werk sind interessant und gut verständlich.

Nach diesen beiden Skulpturen Besichtigungen bin ich dann über Hill City, wo die Werbung ein Eisenbahnmuseum anpries, welches ich aber dann nicht besucht habe, da der erste Eindruck wieder einmal eher an einen Schrottplatz erinnerte, zurück nach Rapid City gefahren. 

Freitag, 2. September 2022

 

Heute habe ich den Badlands National Park geplant. So bin ich am Vormittag mit meinem Mietauto los und über den Freeway 90 nach Osten gefahren. In Wall habe ich dann gegen Süden abgezweigt und bin beim Pinnacles Entrance in den Park gefahren. Zuerst fuhr ich über eine Gravel Road, der Sage Creek Rim Road bis zu der Roberts Prairie Dog Town. Dort konnte ich ein paar Fotos der Badlands, der Präriehunde und sogar von den Büffeln, die etwas abseits weideten, machen. Dann ging es weiter durch die bizarre Landschaft bis zum Ben Reifel Visitor Center. Bei jedem Halt konnten verschiedene Trail gelaufen werden, bei jedem war aber eine Warnung vor den «Rattlesnakes». Glücklicherweise waren das aber nur «leere Versprechungen»…

Zum Schluss ging es – mit einem Halt beim Air and Space Museum in Ellsworth, welches aber zurzeit geschlossen ist – zurück zum Camper im Rapid City RV Park and Campground.

Auf meinem Abendspaziergang habe ich versucht, die Lichter von Rapid City einzufangen und den Hasen, welcher immer wieder auftauchte zu fotografieren. Aber das ist mir nur bedingt gelungen. Hier beginnt das Einnachten schon um acht Uhr… 

Samstag, 3. September 2022

 

Nach einem Einkauf im WalMart bin ich heute das Journey Museum in Rapid City besuchen gegangen. Dieses zeigt Ausstellungen über Paläontologie, Geologie und Archäologie sowie einen Teil über die Native American. Dann bin ich nach Hill City gefahren, wo ich den Dampfzug nach Keystone fotografieren wollte. Da ich noch warten musste, bin ich das South Dakota Railway Museum anschauen gegangen. Neben einer Caboose ist das interessanteste hier die Modelleisenbahn. Dann ist der Dampfzug eingefahren und ich konnte ein paar Fotos schiessen. Von hier aus habe ich dann den Custer State Park besucht. Auf der Wildlife Loop Road konnte ich dann, wie der Name verspricht, ein paar wilde Tiere sehen. Zuerst die Prairie Dogs, dann ein paar Bisons, ein paar Esel auf der Strasse (vierbeinige) und dann noch die Proghorns. Dann bin ich über eine ziemlich kurvige enge Passstrasse über Keystone zurück zum RV Park gefahren. Nach dem Nachtessen habe ich dann noch das Mietauto zurückgebracht, damit ich Morgen etwas ruhiger angehen kann. Mit dem Rapidshuttle bin ich dann wieder zurückgebracht worden (ohne Wartezeiten).

Sonntag, 4. September 2022

 

Heute Morgen hatte ich es wiederum nicht eilig. Der heutige Weg nach Hot Springs ist nur etwa 120 km weit. So bin ich zuerst in Richtung Hill City, dann Custer gefahren. Dort wollte ich das Custer County Museum besuchen. Dieses ist im alten Courthose aus dem Jahre 1881 untergebracht. Heute ist es aber geschlossen… und so ging es unverrichteter Dinge weiter zur Wind Cave Nationalpark. Beim Visitor Center war Maskenpflicht und so viele Leute, dass ich auf einen Besuch der Höhlen verzichtet habe. So bin ich weitergefahren und habe unterwegs viele Pairie Dogs gesehen. Dann später habe ich einen Büffel gesehen und dann noch weitere. Bei einem Vista Point habe ich dann angehalten und die Fotos von den drei Büffelherren geschossen. Im ersten Moment hat es so ausgesehen, als ob zwei davon sich zanken wollten. Wegen der grossen Hitze haben die eine Konfrontation aber unterlassen. Dann ging es weiter nach Hot Springs. Ein spezieller Ort mit alten Häusern, alle aus dem roten Stein gemacht. Dort habe ich dann auch meinen reservierten Campingplatz am Hidden Lake, welcher scheinbar eigentlich Larive Lake heisst, beziehen können. Als ich die Dame fragte, wie weit es zum Pioneer Museum sei, sagte die mir, es seien etwa 4 Meilen hin und her. Dann hat sie nachgeschaut, ob diese überhaupt offen sei und siehe – auch diese ist am Sonntag geschlossen… so bin ich im Camper geblieben und habe versucht, diesen von 99 Grad Fahrenheit auf etwa 78 Grad hinunterzukühlen. Trotz der grossen Hitze (37° Celsius) habe ich zuerst einen Spaziergang rund um den See gemacht und bin dann noch hinunter in die Downtown von Hot Springs gegangen, da ich dort die speziellen alten Gebäude fotografieren wollte. 

Montag, 5. September 2022

 

Die heutige Etappe wird mich wieder nach Wyoming bringen. Zuerst bin ich das Pioneer Museum in Hot Springs anschauen gegangen. Ein interessantes Museum mit sehr vielen Ausstellungsgegenständen und ein paar interessanten und lustigen Geschichten. Dann bin ich bis zu «The Mammoth Site» gefahren. Der Besuch dort war eindrücklich. In einem Hügel sind bei Beginn von Bauarbeiten Knochen von Urtieren zum Vorschein gekommen. Der Bau wurde eingestellt und die Stätte durch Archäologen ausgegraben. Dann hat eine Organisation das Ganze übernommen und eine Ausgrabungsstätte zum Besichtigen daraus gemacht. Eindrücklich. 

Von hier aus ging es dann etwa 250 km bis nach Fort Laramie, wo ich das alte Fort besichtigte. Interessant war vor allem das Video, wo das Fort vorgestellt wurde. Die Gebäude sind teilweise gut erhalten, teilweise aber nur noch Ruinen. Beim Zurückfahren nach dem Ort Fort Laramie habe ich einen Campingplatz entdeckt und dort eingecheckt. Auch heute habe ich einen kurzen Spaziergang ins Dorf gemacht und dabei wieder ein paar spezielle Gebäude gefunden. Da vor diesen immer wieder Autos parkiert waren, habe ich das Fotografieren gelassen.

Dienstag, 6. September 2022

 

Auch heute bin ich anders gefahren als geplant. Ich habe festgestellt, dass Cheyenne die Hauptstadt von Wyoming ist und so habe ich beschlossen von Fort Laramie bis Cheyenne zu fahren. Die Fahrt über Highway US26, dann über den Freeway US25/87. Als Erstes habe ich eine Werbung für das Cheyenne Frontier Days Old Western Museum gesehen und bin dieser gefolgt. Das Museum war super. Neben einem fast einstündigen Video über die Frontier Days – das Cheyenne Rodeo – waren viele interessante Dinge ausgestellt. Dann wollte ich auch das Wyoming State Capitol sehen. Auch hier habe ich eine interessante «Self guided Tour» durch das ganze Gebäude machen können, auch hier ohne Kontrollen, ohne Wachen und ohne Aufsichtspersonal. Das alte State Capitol wurde 2019 renoviert und in den ursprünglichen Zustand zurückgesetzt. Ein wunderschöner Altbau und bestens unterhalten. Daneben hat der Staat Wyoming zwei weitere neuere Gebäude, in denen die Verwaltung untergebracht ist. Diese sind mit einem unterirdischen Gang mit dem alten Gebäude verbunden. In der Eingangshalle der neueren Gebäude habe ich wieder einmal den Chief Washakie getroffen, welcher scheinbar in Wyoming eine prägende Rolle für die Indianer aber auch für die Weissen gespielt hat.

Dann ging es auf die Suche nach einem Campingplatz. Glücklicherweise war der erste Versuch bereits erfolgreich und so konnte ich im A.B. Camping RV Park einen Platz beziehen. Leider habe ich keinen Schatten, so ist das wichtigste hier der Strom, damit die Klimaanlage in Gang gesetzt werden kann. Die Innentemperatur im Camper betrug vor dem Kühlen etwa 40 Grad!!!

Mittwoch, 7. September 2022

 

Das Erste, was ich heute morgen anschauen ging, war der Botanische Garten in Cheyenne. Eine sehr schöne Anlage mit vielen einheimischen und exotischen Pflanzen. Dann fuhr ich in die Downtown, wo ich das frühere Union Pacific Depot, in welchem heute unter anderem das Visitor Center und das Railway Museum untergebracht sind. Von hier spazierte ich zum Cowgirls of the West Museum, in welche die Rolle der Frau im Wilden Westen beleuchtet wurde und auch die Frauen, welche an den Rodeos teilnahmen in einem Video vorgestellt wurden. Hat mir sehr gut gefallen. 

Dann wurde es Zeit gen Süden aufzubrechen. Auf dem Freeway 25 ging es ohne Halt bis Denver, wo ich zuerst einen Halt beim WalMart, dann im Denver Outlet Center – ohne etwas zu kaufen – und dann bin ich zum Denver East KOA gefahren, der in Strasburg fast 60 km von Denver entfernt ist. Glücklicherweise war mein Platz, den ich für Morgen reserviert hatte, schon heute frei und so werde ich nun bis am 11. September hier bleiben.

Donnerstag, 8. September 2022

 

Der heutige Tag hat mit einigen Frustsituationen angefangen. Der Erste – es gibt keine Autovermietung in Strasburg, dann es gibt keine Reparaturwerkstätte für RV’s hier, dann Uber funktionier hier nicht, also kann ich nicht zum Flughafen fahren um dort ein Auto zu mieten. Dann habe ich mich entschlossen, mit dem Camper nach Denver hinein zu fahren. Dann schon der nächste Frust – in Denver gibt es keine Parkplätze für RV’s. So bin ich halt wieder aus Denver hinausgefahren und habe versucht etwas zu finden, wo ich dem Camper abstellen könnte und dann mit dem öV in die Downtown zu fahren… Irgendeinmal habe ich dann den Park & Ride 40 Ave & Airport Blvd Gateway Park gefunden und konnte dort den Camper abstellen. Ob ich dafür hätte bezahlen müssen, bin ich nicht sicher. Auf jeden Fall habe ich eine Tageskarte für den öV gekauft und bin mit dieser mit dem Airport Train zur Union Station gefahren. Von dort aus ging es zu Fuss zum Colorado State Capitol. Hier musste ich wieder einmal alle meine Taschen leeren und durch einen Bodyscanner hindurch gehen. Dann konnte ich mich frei im Gebäude bewegen. Das Haus hat mir sehr gut gefallen. Dann ging ich weiter und habe per Zufall die Denver City und Country Hall gefunden. Auch dieses ist ein imposantes Gebäude, das ich aber nur von aussen besichtigt habe. Dann ging es zurück zur Union Station und mit dem Airport Train zurück zum Camper. Vor dem Nachtessen musste ich noch eine kleine «Reparatur» vornehmen, die «Aussenhaut» hat vorne auf der rechten Seite einen gröberen Schaden erlitten (kein Unfall – ein Schaden der schleichend grösser wurde..). Die beiden RV Repair’s welche mir vom Campground empfohlen wurden haben mir beide beschieden, dass sie eine solche Reparatur nicht machen könnten und so musste wieder einmal mit «Pflästerlipolitik» ausgeholfen werden. Nun sollte auf jeden Fall kein Wasser in den Camper hineinlaufen, auch wenn es einmal regnen sollte.

Freitag, 9. September 2022

 

Heute ist Waschtag. Am Morgen habe ich alle meine Sachen in die Laundry gebracht und gewaschen und im Tumbler getrocknet. Nach dem Mittag bin ich dann in die Town of Strasburg gegangen. Auf der Post wollte ich Briefmarken kaufen, die Dame hatte aber nur noch drei Stück – und das reicht nicht. Dann habe ich versucht, das Comanche Crossing Museum zu besuchen. Auch hier hatte ich wenig Erfolg. Das Museum ist Juni bis August geöffnet und so stand ich vor verschlossenen Türen. Heute habe ich das erste Mal seit langem wieder einmal eine Jacke angezogen. Gestern waren die Temperaturen gegen 38 Grad – heute noch knapp 20 Grad und dazu ging ein zügiger Wind. Ich hoffe, morgen ist etwas besser. 

Als ich zurück war von meinem Spaziergang habe ich noch die beiden Betten neu angezogen. So bin ich nun bereit, meine Tochter morgen zu empfangen.

Samstag, 10. September 2022

 

Heute war der ganze Tag regnerisch und kalt. Die Temperaturen sind nicht über 10 Grad gestiegen und so war es nicht schade den Tag drinnen zu verbringen. Putzen und Brötli backen waren eine gute Beschäftigung. Am Nachmittag bin ich zuerst das Gas auffüllen gegangen und habe dann in Aurora einen kleinen Einkauf gemacht. Dann war es Zeit zum Flughafen zu fahren. Auf dem Handy Parkplatz wartete ich dann auf den Anruf von Stephanie, dass sie durch den Zoll gekommen und das Gepäck in Empfang genommen habe. Warten musste ich nicht lange, bis der Anruf kam. Dann ging’s zu den Arrivals, hoffte ich… Auf dem Weg dorthin hiess es plötzlich Maximalhöhe unter 10 Fuss. So musste ich bei den Abflügen hinfahren und noch einmal mit Stephanie telefonieren, dass sie zu mir hinaufkommen müsse. Das hat aber dann bestens geklappt und so konnten wir zusammen zum Strasburg KOA hinausfahren.

Sonntag, 11. September 2022

 

Nach grauem Start in den Tag – beim Frühstück hatte es noch dichten Nebel - hat schon bald die Sonne durchgedrückt. Als wir uns auf den Weg nach Denver machten war strahlend blau… In Aurora haben wir den Park and Ride benutzt und uns vom Zug der A-Line zur Union Station fahren lassen. Unser erstes Ziel war der blaue Bär beim Convention Center. Nach ein paar Fotos sind wir dann weiter in der 16-Street-Mall, wo wir Buba Gump und dann die Coyote Ugly Bar besichtigten. Dann marschierten wir zum Denver Firefighter Museum – Sonntag/Montag geschlossen! – und weiter ging es zur City Hall und dem Colorado State Capitol. Auf dem Vorbeiweg haben wir dann noch eine grössere Kirche bewundert. Dann ging es zurück zur Union Station, wo wir wiederum mit dem Zug zurück zum Camper fuhren. Heute soll es zuerst zur Castle Rock Mall gehen, wo wir ein paar Outlet Stores besuchten. Mit ein paar Schnäpplikäufen sind wir dann bis nach Colorado Springs weitergefahren. Dort haben wir auf dem Fountain Creek Campground einen Platz bezogen, obwohl das Office bereits geschlossen war. 

Montag, 12. September 2022

 

Das Erste, was wir heute morgen versucht haben, ist ein Mietauto zu erhalten. Die Dame am Telefon hat mir gesagt, dass wir in etwa zwei Stunden abgeholt werden könnten, oder selber zu Entreprise Car Rental fahren können und dann sofort ein Auto zur Verfügung haben würden. So sind wir halt mit Uber zur Vermietstation gefahren. Dort hat es zuerst ziemlich Probleme gegeben, weil die keinen Anruf erhalten haben wollen. Dann hat sich die Managerin der Station um uns gekümmert und nach einigen Anlaufschwierigkeiten haben wir einen Chevrolet SUV mieten können. Ein relativ grosses Gefährt, aber angenehm zum Fahren. Dann sind wir zuerst in die Old Colorado City gefahren. Dort haben wir die alten Häuser bewundert. Dann ging zum Ghost Town Museum. Dieses hat mir sehr gut gefallen. So richtig alter wilder Westen. Sogar Goldwaschen konnten wir – gratis!!! Weiter ging es dann zum Visitor Information, wo und eine nette Dame erklärte, wo wir Downtown Colorado Springs finden würden. Dort hat es aber wenig zum Bewundern gegeben. So sind wir nach einem Drink wieder zum Auto zurück und entschlossen uns zu den Garden of the Gods zu fahren. Das Visitor Information dort hatte unter anderem die Tiere der Gegend in einer schönen Ausstellung. Auf den angebotenen Film über die Entstehung der Garden of the Gods haben wir verzichtet und sind dann direkt zu den roten Felsen gefahren. Eine tolle Rundwanderung führte uns um und zu den Felsen, so dass wir viele Fotos schiessen konnten. Zum Abschluss der Wanderung haben wir einen blauen Vogel und noch ein Reh gesehen und fotografieren können. Dann ging es weiter zu den Siamese Twins, dem Steamboat Rock und zum blanced Rock. Von hier aus ging es dann zurück zum Chalet, wo wir diesen Tag mit einem feinen zNacht abschlossen.

Dienstag, 13. September 2022


Heute Morgen ist Manitou Springs geplant. So sind wir mit unserem Mietauto dorthin gefahren und haben einen Ortsrundgang gemacht mit ein paar Souvenirshops und ein paar originellen Bauten. Dann haben wir uns aufgemacht, um zum Bahnhof der Pikes Peak Railway zu gelangen. Dort mussten wir zuerst noch etwas warten, bis das Boarding begann. Mit der Zahnradbahn ging es dann hinauf auf über 4300 Meter auf den Pikes Peak. Unterwegs haben wir sogar ein paar Mountain Sheeps gesehen. Dort hatten wir knapp eine halbe Stunde Zeit, um unsere Donuts zu essen, dann kurz den Souvenirshop-Besuch zu machen und dann noch kurz auf dem Gipfel ein paar Fotos zu schiessen. Dann mussten wir pünktlich wieder unsere Plätze im Zug einnehmen, um wieder hinunter nach Manitou Springs zu kommen. Sieben der etwa zweihundert Leute, die mit dem Zug hinaufgefahren sind, sind nicht rechtzeitig eingetroffen – wie die dann hinuntergekommen sind weiss kein Mensch…

Wir sind dann noch zu den Red Rocks Open Spaces gefahren und haben festgestellt, dass es sich dabei wahrscheinlich um eine Bikerroute handelt. So haben wir dann unseren Tag abgeschlossen und sind zum Chalet zurückgefahren.

Mittwoch, 14. September 2022

 

Nach der Rückgabe des Mietautos, welche problemlos vonstatten ging – die Managerin der Entreprise Autovermietung war sehr freundlich und aufgestellt – wurde ich von der Firma zum Campingplatz zurückgefahren. Dann sind wir wieder mit dem Chalet aufgebrochen, zuerst in Richtung Süden, dann nach Westen, um nach Canon City zu gelangen. Dort wollten wir das Colorado Prison Museum anschauen gehen. Als wir auf einem Parkplatz vor einem Gefängnis angehalten hatten, hat uns einer von einem Wachtturm herunter gefragt, ob wir das Museum suchten. Dies bejahten wir und der freundliche Herr – ein Gefängniswärter im Dienst – hat uns dann den Weg angegeben. So konnten wir dann das alte Gefängnis anschauen gehen. Eindrückliche etwas schauerliche Gebäude. Auch die Geschichten sind nicht wirklich unterhaltsam, eher erschreckend… Dann ging es weiter zur Royal Gorge. Eine grandiose Schlucht des Arkansas River. Darüber führt eine Fussgängerbrücke, über welche wir dann, nach Bezahlen des üblichen Eintrittsgeldes marschieren durften. Leider war der Wind etwas zu heftig, so dass die Gondel über die Schlucht nicht fahren konnte. Trotzdem hat mir das Ganze sehr gut gefallen. Auch der Videofilm über die Entstehung der Brücke war interessant und informativ. Von hier aus sind wir dann weitergefahren, durch den Big Horn Canyon bis kurz vor Salida.

Donnerstag, 15. September 2022

 

Ausser Programm haben wir heute den Great Sand Dunes NP geplant. So ging es heute Morgen zuerst von Salida nach Alamosa gefahren und sind dort zu den Dünen abgebogen. Entgegen dem Versprechen der Nationalpark Dame in San Francisco, welche mir einen Senior National Parks Pass verkaufte – für zwanzig Dollar – hat hier die junge Dame doch nach der ID gefragt. Dann beschied sie mir, dass dieser Pass nur für Citizens und permanent Residents gelte und ich einen anderen Pass benötigte. So habe ich halt einen ordentlichen America The Beautiful Pass für achtzig Dollar gekauft. Dann konnten wir ins Visitor und zu den Dünen fahren. Nach einem zwar etwas anstrengenden Spaziergang über die Dünen, ging es dann weiter, wieder über Alamosa bis nach Antonito, wo wir im Twin Rivers Campground einen guten Platz zum Übernachten fanden.

Freitag, 16. September 2022

 

Wir sind einen Tag im Voraus. Heute geht es von Antonito, wo wir zuerst den Zug der Cumbres and Toltec Scenic Railroad fotografieren gingen. Dieser war fast abfahrtbereit und so hatten wir einen ganzen Zug mit dampfender Lokomotive als Sujet. Dann sind wir in Richtung Tres Piedras weitergefahren. Kurz nach Tres Piedras sind wir auf die Erdhäuser der Earthship Community gestossen, welche wir mit Interesse anschauen gingen. Am Beispiel des Visitor Center konnten wir sehen, wie diese funktionieren. Kurz danach sind wir an die Brücke über den Rio Grande gelangt. Auf dem dortigen Parkplatz musste natürlich auch angehalten werden und ein paar Fotos von der Brücke über die fast 200 m tiefen Schlucht geschossen werden. Von hier aus ist Taos Pueblo, ein Adobe Dorf der dortigen Indianer geplant. Dort konnten wir für einen Obolus von dreissig Dollar das Dorf besichtigen und die Kunst der Leute bewundern. Da wir noch früh am Nachmittag bereits fertig waren, fuhren wir in Richtung Las Vegas New Mexico weiter. Unterwegs ging es durch die Berge und durch grüne Täler, dann erreichten wir den Stories Lake, an welchem wir eigentlich übernachten wollten. Leider war kein Platz mehr frei und so ging es halt weiter bis kurz nach Las Vegas, wo wir auf dem dortigen KOA Campground einen Platz erhielten.

Samstag, 17. September 2022

 

Bei strahlend blauem Wetter sind wir heute Morgen vom KOA Campground zurück nach Las Vegas gefahren. Als wir dort ankamen, war eine Strasse gesperrt, so dass wir annehmen konnten, dass hier etwas los ist. Nachdem wir das Chalet parkiert hatten, fragten wir einen der Zuschauer, was denn hier los sei: «eine Parade der High School»…

So konnten wir die kurzum beginnende Parade, angeführt von den Polizeikräften des Ortes und des Staates, dann die Veteranen mit den Fahnen und dann alle übrigen Teilnehmer; Schüler, Musikanten, Sportler und Majoretten…

Nach dem Umzug haben wir dann noch einen kurzen Rundgang durch die historic Downtonwn von Las Vegas gemacht, bevor wir uns auf den Weg nach Santa Fe machten. Dort konnten wir einen Platz im Trailer Ranch RV Park beziehen. 

Am Nachmittag sind wir dann mit dem Bus in die Downtown von Santa Fe gefahren, wo wir neben der City Hall und dem New Mexico State Capitol, welches am Samstag geschlossen ist, diverse weitere Sehenswürdigkeiten besichtigten. Märkte, Läden, Galerien – nichts haben wir ausgelassen. Sogar ein paar Kleinigkeiten haben wir uns geleistet. 

Gegen Abend sind wir dann im Thunderbird Bar and Grill nach New Mexican Stile Nachtessen gegangen. 

Zurück zum Campground ging es dann wieder mit dem Bus, der direkt vor dem Tor des CG anhält.

Sonntag, 18. September 2022

 

Heute Morgen sind wir noch einmal in die Stadt gefahren. Wir wollen den Künstlermarkt und dann die Canyon Road besuchen, wo es scheinbar viele Galerien und Künstler hat. Als Erstes sind uns dann die alten und speziellen Autos auf der Santa Fe Plaza aufgefallen. Diese mussten natürlich eingehend bewundert und auch fotografiert werden. Dann ging es weiter zur Canyon Road, wo wir einige der Galerien und Läden besuchten und uns mehr als einmal fragten, wer wohl solche Preise für ein Gemälde oder eine Skulptur bezahlen würde. Von kleinen Drucken für fast dreihundert Dollar bis zu grösseren Gemälden und Skulpturen die für über zehntausend Dollar angeschrieben waren…

Dann ging es zurück in die Downtown, wo wir ein kleines Etwas essen wollten. Ich habe mich für Platanos fritos – das sind fritierte Kochbananen – entschieden. Zusammen mit dem warmen Käse und der Sauce fand ich das Ganze eigentlich sehr gut. Auch das ausgewählte Getränk, eine Wassermelonen Limonade hat sehr gut geschmeckt.  

Der Besuch des New Mexico History Museum, welcher heute gratis war, hat mich trotz allem nicht vollständig überzeugt. Nach so vielen Eindrücken hatten wir dann das Gefühl, für heute genug gesehen zu haben und sind mit dem Bus wieder zum Camper zurückgefahren. Nun geniessen wir noch etwas das wunderschöne, warme Wetter… 

Montag, 19. September 2022

 

Heute ist Wäschetag… So hatte ich heute Morgen Zeit einmal mehr Brötli zu backen. Am Mittag war alles erledigt und so sind wir dann zu einem Ölwechsel-Schnellservice gefahren, um dort Service machen zu lassen. Dieser wollte aber davon nichts wissen, unser Fahrzeug war zu gross für ihn. So hat er uns zu einem Truck-Repair geschickt, welcher aber heute keine Zeit hatte und uns für irgendwann Morgen einen Termin geben wollte. Morgen wollen wir aber nach Los Alamos und weiter bis nach Chama. Also haben wir darauf verzichtet und sind dafür nach Madrid gefahren. Madrid NM ist ein kleiner Ort, wo vor allem Künstler, Gallerien und Restaurans zu finden sind. Nach einem ausgiebigen Spaziergang durch den Ort haben wir uns dann entschlossen, in der Mine Shaft Tavern etwas zu essen. Die bestellten Burger waren spitzenmässig gut. Auch das Getränk – eine Lemonade mit Prickly Pear schmeckte mir bestens. 

Zum Schluss sind wir direkt zu unserem Campground in Santa Fe zurückgefahren. Den zweiten Ort am Turquoise Trail Los Cerillos haben wir ausgelassen.

Dienstag, 20. September 2022

 

Bereits um etwa neun Uhr ging es los. Zuerst zum Jiffy Lube, wo ich hoffte in vernünftiger Zeit einen Ölwechsel zu erhalten. Nachdem wir schon die vereinbarte Zeit gewartet hatten, erklärte uns der Angestellte, dass wir noch hinter einen weiteren Wagen zurücktreten müssten. So sind wir halt ohne Service davongefahren, in Richtung Los Alamos. Der Ort erlangte seine Berühmtheit durch das Manhattan Project – die Forschung und den Bau der ersten Atombomben. Dort haben wir dann das Bradbury Science Museum besucht, wo zwei interessante Filme, einerseits über die Zeit des zweiten Weltkrieges, mit dem Bau der Atombomben, andererseits über die jetzige Tätigkeit des Labors, welche auch heute noch in der Forschung für die Kernenergie tätig ist. Dann ging es weiter in Richtung Norden. Bei den Pueblo Dörfern stellten wir fest, dass diese bereits geschlossen waren, so sind wir direkt nach Chama gefahren. Dort haben im wir Rio Chama RV Park einen tollen Platz am Bach gefunden. Auch die Cumbres & Toltec Scenic Railroad von Antonito nach Chama ist direkt bei unserem Campingplatz vorbeigefahren. Nach einem Spaziergang in den Ort, wo wir den Zug noch einmal getroffen haben, haben wir uns ein feines Nachtessen gekocht und den Rest des Abends genossen. 

Mittwoch, 21. September 2022

 

Heute Morgen sind wir bei grauem, aber trockenem Wetter losgefahren. Zuerst ging es bis zu dem Chimney Rock National Monument, welches wir zufällig entdeckten. Nach dem Besuch des neuen Visitor Centers, wo wir zwei Videos zu den Besonderheiten des Chinmey Rock vermittelt erhielten, wurden wir von Jürgen – einem Auswanderer aus Deutschland, der mit seiner amerikanischen Frau in der Nähe lebt – hinauf zum Ausgangspunkt von zwei kleineren Wanderungen gebracht, welche uns zu grossen Stätten der Anasazi, welche zwischen etwa 900 und 1100 bewohnt gewesen sein sollen. Der Grund, warum die Indianer dieses Pueblo gebaut haben, soll die astronomische Besonderheit gewesen sein, dass der Mond alle 18,6 Jahre genau in der Mitte zwischen den beiden Felstürmen aufgeht. Nach dem Jahr 1100 wurden die Siedlungen wieder verlassen. Warum weiss man heute nicht so genau, war es Wassermangel, Dürre, fehlende Nahrungsgrundlage oder einfach der Wunsch weiterzuziehen. 

Dann ging es weiter nach Durango, wo wir uns nach einem Kurzbesuch im Railway Museum und den Gift Shops einen Platz zum Übernachten suchten – und im United Campground auch fanden. Dieser liegt an der Bahnstrecke der Durango & Silverton Narrow Gauge Railroad. Heute Abend habe ich die Durchfahrt des letzten Zuges leider verpasst…

Donnerstag, 22. September 2022

 

Die ganze letzte Nacht hat es geregnet und bis heute Morgen nicht aufgehört. Nach dem Morgenessen sind wir trotzdem hinunter zum Geleise gegangen, um den Dampfzug der Durango & Silverton Narrow Gauge Railroad zu fotografieren. Dann wurde Strom, Wasser etc. abgehängt und wir sind weggefahren. Unser heutiges Ziel war der Mesa Verde Nationalpark mit den Cliff-Dwellings. Dort besuchten wir zuerst das Visitor Center, um zu wissen, wo wir mit dem Camper überhaupt hinfahren durften. Die nette Dame, die uns dort Auskunft gab, hatte die Maske auf und so war sie fast nicht zu verstehen. Trotzdem verstanden wir, dass wir nur den Wetherhill Mesa Drive nicht fahren durften, und dass der Mesa Top Loop wegen Bauarbeiten geschlossen war. Unsere Optionen waren das Museum, das Spruce Tree House und der Cliff Palace Loop mit dem Cliff Palace und dem Balcony House. Beim Hineinfahren in den Park haben wir zuerst beim Montezuma Valley Overlook angehalten. Dann ging es weiter zum Park Point Overlook, dem höchsten Punkt im Park mit 2613 m und dem Fire Lookout, einem Beobachtungshaus zur Waldbrandüberwachung. Dort oben waren wir so im Nebel, dass nur wenige Fotos geschossen werden konnten. Dann ging es weiter zur Far View Aera, wo man einen tollen Ausblick über die Landschaft gegen Osten hat. Von hier aus sind wir zum Chapin Mesa Archeological Museum gefahren – und dieses war geschlossen… So gingen wir hinunter zum Ausblick über das Spruce Tree House, einem Klippenhaus. Als wir weit genung hinuntergegangen waren, stellen wir fest, dass von zuoberst der Überblick am besten war und wir dort die einzigen Fotos mit der ganzen Anlage machen konnten. Weiter unten war die Sicht durch Bäume und Sträucher immer mehr verdeckt.

Die Fahrt zu den anderen Häusern haben wir uns dann erspart, da diese (ohne Führung) auch nur von Weitem besichtigt werden können.

Auf dem Weg zurück zum Parkeingang ist uns ein stattlicher Hirsch auf die Strasse gelaufen. Leider ist er dann aber sofort wieder im Gestrüpp verschwunden, so dass wir ihn nicht fotografieren konnten. Dann sind wir zu dem gestern reservierten Campingplatz in Cortez gefahren. Jetzt haben wir noch ein wenig Zeit, um den späten Nachmittag zu geniessen.

Freitag, 23. September 2022

 

Da wir im Vorsprung auf unser Programm sind, haben wir heute einen Tag eingeschoben, den wir nicht geplant hatten. So sind wir zuerst zum Visitor Center des Canyon of the Ancients gefahren. Dort liessen wir uns durch eine Dame des Centers und mittels der dort gezeigten Videos über die Pueblos der Region informieren. Dann sind wir hinauf zum Escalante Pueblo – einigen Ruinen von Gebäuden aus dem frühen 12. Jahrhundert - gewandert. Gleichzeitig konnten wir den McPhee Reservoir Overlook besuchen, wo wir einen guten Überblick über den Stausee hatten.

Dann sind wir zum Lowry Pueblo gefahren. Auf dem Weg dorthin haben wir am Wegesrand ein paar Hirsche entdeckt und auch fotografieren können. Im Lowry Pueblo konnten wir wiederum die Überreste von einigen Bauten, gebaut zirka 1060 und dann etwa 165 Jahre bewohnt, besichtigen. Von hier aus ging es dann zum Howenweep National Monument. Auch dort sind Überreste von Indianerbauten rund um einen steilen Canyon zu besichtigen. Hier muss ein ganzes Dorf mit verschiedenen Bauten gestanden haben. Scheinbar wurde auch dieses in den späteren Jahren des 12. Jahrhunderts – entweder wegen Wassermangels oder wegen der Übernutzung der Felder – wieder verlassen. Am Ende des Trails ist uns eine Rangerin entgegengekommen. Die habe ich gefragt, ob hier auch Klapperschlangen zu sehen seien. Ja, diese seien aber nicht aggressiv. In einem der Pueblotürm habe eine ihr Nest. Wir haben leider oder vielleicht glücklicherweise bisher keine gesehen.

Den letzten Halt machten wir beim Sand Canyon. Dort sind solche Bauten auf einer Strecke von etwa 10 Kilometern zu besichtigen – leider immer nur von aussen und aus einiger Distanz. Über nackte Felsen führte uns der Aufstieg in eine Art Hochtal, welches zu den verschiedenen Ruinen führte. Da der Nachmittag schon recht vorgerückt war und wir bereits einige Kilometer marschiert waren, sind wir nur etwa zwei Kilometer in dieses Hochtal gewandert. Dort haben wir wiederum Mauerreste eines solchen Pueblo Hauses gesehen. Schön war aber auch die ganze Landschaft darum herum, so dass wir einige tolle Fotos schiessen konnten.

Samstag, 24. September 2022

 

Nach einem kleinen Einkauf im Safeway in Cortez sind wir in Richtung Shiprock losgefahren. Um den prominenten Shiprock herum sind wir dann durch das Red Rock Valley und über den Buffalo Pass in den Canyon de Chelly gefahren. Dort haben wir bei den drei Viewpoints angehalten, um die eindrücklichen Felsformationen und auch die dortigen Pueblo Bauten zu besichtigen. Dann ging es nach Chinle, wo wir im Cottonwood Campground einen Platz bezogen. Beim Besuch des Visitor Centers hat uns der Ranger gesagt, dass der Besuch des Süd-Rim-Drives am Nachmittag und gegen Abend die schöneren Bilder gebe. So haben wir uns mit dem Camper auf den Weg gemacht und haben einen Overlook um den anderen besucht. Als Abschluss haben wir uns den hintersten, den Spider Rock Overlook aufgehoben, welchen ich als den Eindrücklichsten bezeichnen würde. Dort haben wir dann auch eine Familie aus der Schweiz getroffen. Nach einem längeren Gespräch, unter anderem über das Woher und Wohin ging es dann wieder zurück zum Cottonwood Campground, wo wir ein selber gekochtes, feines Nachtessen genossen haben. 

Sonntag, 25. September 2022

 

Heute Morgen sind wir von Chinle durch eine interessante Landschaft aus roten und grauen Felsen hindurch gefahren. Unser heutiges Ziel ist das Monument Valley. Dort haben wir zuerst das Visitor Center besucht, welches mehr ein Gift Shop als ein Informationscenter ist. Bei einem Rundgang in der Nähe konnten wir einige tolle Bilder von den berühmten Felsen des Monument Valley machen. Dann ging es zum Goldings Campground, welcher etwas abseits auf der anderen Talseite liegt. Der Besuch beim Gouldings Lodge mit dem Museum über die Filmgeschichte mit John Wayne und weiteren berühmten Schauspielern war toll. Bereits im 2019 ist hier der Film «She wore a Yellow Ribbon» gelaufen. Auf Deutsch läuft dieser unter dem Titel «Der Teufelshauptmann»… Dann ging es wieder zurück zum Chalet, wo wir wieder einmal Gelegenheit hatten, etwas einen ruhigen Rest des Nachmittags zu geniessen. Heute Abend wollen wir versuchen den Sonnenuntergang über dem Monument Valley zu fotografieren – hoffe es klappt…

Montag, 26. September 2022

 

Heute Morgen sind wir früh aufgestanden. Nach dem Sonnenuntergang gestern Abend, wollten wir heute Morgen schauen, wie der Sonnenaufgang aussehen würde. Das Wetter war perfekt und so konnten wir einige Bilder schiessen. Dann gab’s Frühstück und da wir heute nur vom Gouldings auf den KOA Monument Valley Campground wechseln wollen, hatten wir genügend Zeit noch etwas zu unternehmen. So sind wir auf der Strasse nach Osten mit ein paar Fotohalten aus dem Tal hinausgefahren. Beim Forest Gump Viewpoint haben wir auch angehalten und einige Bilder geschossen. Dann ging es weiter bis zum Goosenecks State Park. Dort sieht man den San Juan River, wie er sich in einem tiefen Canyon in drei Schlaufen um die Berge dort windet. Ein eindrücklicher Anblick, vor allem die Tiefe der Schluchten. Von hier aus ging es wieder zurück zum KOA Campground, wo wir unseren Platz für heute reserviert hatten. Für den Abend haben wir uns dann noch die Sunset Tour ins Monument Valley gebucht…

Bereits um halb vier Uhr hatten wir beim Office des KOA bereit zu stehen. Dort holte uns eine Dame der Tribal Tours ab und brachte uns zum Welcome Center, wo wir neben dem bereits bezahlten Tour Preis noch den Eintritt ins Monument Valley zu bezahlen hatten. Dann ging es zum Visitor Center, wo wir auf die verschiedenen Touren verteilt wurden. Die Sunset Tour wurde von Sandrea einer Dame mittleren Alters geführt. Bei jedem Stopp hat diese uns dann viele Sachen über die Navajos und das Monument Valley erzählt; manchmal einzelnen Leuten, oft der ganzen Gruppe. Unter anderem konnten wir einen Lady Hogan – eine Lehmhütte – besuchen, wo eine jüngere Dame uns zeigte, wie Schafwolle bearbeitet wird und wie dann Wolle daraus gesponnen wird. In einer grossen «Felshöhle», welche Hogan genannt wird, hat uns dann unsere Führerin einen Navajo Song dargeboten. Zudem hatten wir die Chance noch die Darbietung eines zweiten Führers auf der Flöte mitzulauschen. Nach dem letzten Stopp bei einem der Arches ging es tempo teufel zurück zum Visitor Center. Glücklicherweise hat die Sandrea uns dann noch zum KOA Campground zurückgefahren.

Dienstag, 27. September 2022

 

Auch heute sind wir recht früh aufgestanden, um den Sonnenaufgang zu fotografieren. Nach ein paar Fotos fanden wir, dass das nun genüge, und sind in den Camper zurückgegangen. Dann stellte ich plötzlich fest, dass die Wolken am Himmel immer farbiger wurden und habe angefangen wieder ein paar Fotos zu schiessen. Dann ist die Sonne langsam am Horizont erschienen und hat die ganze Szenerie in einem tollen Licht erstrahlen lassen. 

Nach dem Morgenessen und den üblichen Arbeiten vor Abfahrt, sind wir dann in Richtung Tuba City und Grand Canyon abgefahren. Auch heute sind wir an imposanten Felstürmen vorbei- und über kilometerlange gerade Strassen gefahren. Bereits kurz nach Mittag sind wir im Desert View angekommen und haben einen ersten Augenschein vom Grand Canyon genommen. Dann ging’s in den Desert View Campground, wo zuerst wieder einmal Brötli gebacken, und dann der Nachmittag genossen wurde.

Am Abend sind wir dann noch einmal zum Desert View Watchtower gefahren und haben uns am Sonnenuntergang erfreut.

Mittwoch, 28. September 2022

 

Heute Morgen mussten wir früher als sonst aufstehen – Tagwache war bereits 05.45, da wir als Erstes, wiederum beim Desert View, den Sonnenaufgang geniessen und fotografieren wollten. Dann gab es Frühstück und später sind wir mit Halt an allen Lookouts und Viewpoints hinüber zum Grand Canyon Visitor Center gefahren. Nach dem Mittag konnten wir unseren Camper in den Mather Campground fahren, wo wir einen Platz reserviert hatten. Dann sind wir mit dem Bus gegen Westen gefahren und sind dann zu Fuss die ersten Aussichtspunkte an der Hermits Road anschauen gegangen. Das schlimmste für mich waren immer wieder die Abgründe, denen wir entlanglaufen mussten. Felswände welche hunderte von Metern ganz oder fast senkrecht in die Tiefe gingen. Später liessen wir uns vom Bus zum Market Place zurückbringen, wo wir noch ein paar Kleinigkeiten – Spezialitäten von hier – einkaufen gingen. Auf dem Weg zurück zum Campingplatz haben wir einen Hirsch röhren gehört und konnten diesen dann auch beobachten und fotografieren. Nach einem June-Shine Aperitiv und einem feinen Nachtessen haben wir den Rest des Abends genossen.

Donnerstag, 29. September 2022

 

Nach sieben Uhr durften wir den Generator laufen lassen. So ging es dann nach dem Frühstück und dem üblichen Aufräumarbeiten los in Richtung Süden. Zuerst sind wir bis kurz ausserhalb der Park Einganges nach Tusayan, wo wir das Visitor Center besuchten und dann im Imax Kino den Film - Grand Canyon – the hidden Secrets – anschauen gingen. Ein toller Film über die frühen Bewohner, die Entdecker und die Tiere des Grand Canyon.

Dann ging es über Williams, wo wir bei Safeway unseren kleinen Einkauf machten – mit Boneless Chicken Wings zum z’Mittag und einem feinen Schoggi Donut und einem Zitronen etwas wie Berlinger…

Weiter fuhren wir dann über die I40 nach Flagstaff, wo wir im Black Bard RV Park unseren Platz für die Nacht organisierten. Dann sind wir noch in die Historic Downtown von Flagstaff gefahren und haben bei einem ausgedehnten Spaziergang die alten Route 66 Infrastrukturen besichtigt. Bei der Ford Garage versuchten wir einen Termin für Morgen morgen zu erhalten, um den Service am Fahrzeug machen zu lassen. Das klappte aber leider nicht… Die Dame hat uns dann eine Adresse eines RV Services gegeben, der aber erst am 4. Oktober Zeit gehabt hätte, um unser Fahrzeug zu warten. Mit einem Umweg sind wir dann wieder zum Campground zurückgefahren und haben nach einem feinen Schweinssteak und «little potatoes» z’Nacht den Abend genossen. 

Freitag, 30. September 2022

 

Bevor wir heute weitergefahren sind, haben wir in Flagstaff den Oelwechsel und die Checks durchführen lassen. Dann ging es auf die 89A durch den Oak Creek Canyon, bei welchem wir wegen einer Baustelle die Abzweigung zum View Point verpassten. Beim Sliding Rock State Park machten wir unseren ersten Halt. Dort fliesst der Oak Creek durch ein Couloir, in welchem viele Leute am Baden waren und eben durch dieses Felscouloir rutschen konnten. Wir sind dem Bach entlang spaziert und haben den Rim Hike, eine kleine Rundwanderung über die Felsen gemacht. Dann fuhren wir weiter gegen Sedona. Dort war es sehr schwierig einen Parkplatz zu finden. Fast alle Plätze waren mit «no RV» angeschrieben und die wenigen Plätze für RV’s waren durch PW’s besetzt. Zum Glück fanden wir in der Jordan Road einen knappen Platz, wo unser Camper einpasste. Nach der Stadtbesichtigung und dem Besuch bei vielen Läden, wo wir wiederum ein paar Kleinigkeiten einkauften, suchten wir uns dann einen Platz zum Übernachten. Der Rancho Sedona RV Park hatte gerade noch einen Platz frei, welchen wir dann – trotz des überhöhten Preises – bezogen haben.

Samstag, 1. Oktober 2022

 

Wir sind heute etwas weniger hoch – nur zirka auf 1300 m – und das merkt man bereits beim Aufwachen. Die Temperatur im Camper war heute Morgen bei etwa 20 Grad gegenüber den letzten Tagen, wo wir über 2000 m hoch waren und am Morgen unter 15 Grad hatten.

Nach dem Morgenessen ging es dann weiter auf den Red Rocks Scenic Byway von Sedona nach Oak Creek. Unterwegs haben wir versucht bei der Chapel of the holy Cross anzuhalten, um diese zu besichtigen. Leider hiess es dort «No RV» und so sind wir weitergefahren bis zum Bell Rock View Point, wo wir dann einen Parkplatz fanden und eine kleine Rundwanderung machen konnten. Dann fuhren wir weiter bis zu Montezuma Well. Dabei handelt es sich um eine Art Kratersee, welcher durch den Einsturz einer Kaverne entstanden sein soll. Ein unerschöpfliches Wasserreservoir, sollen doch dort fast sechs Millionen Liter Wasser täglich durchfliessen. Beim Rundgang wurde immer wieder auf die Gefahr von Rattlesnakes hingewiesen. Leider oder vielleicht glücklicherweise??? sind wir keinem dieser Tierchen begegnet. 

Von hier aus waren es nur noch wenige Kilometer zu Montezuma Castle. Ein imposanter Bau in den Felsen bei Camp Verde. Bereits früh am Nachmittag waren wir dann bei dem Distant Drums RV Resort, wo wir unsern Platz zum Übernachten bezogen. 

P.S. Diesen Platz habe ich im März 2020 bei der raschen Heimreise wegen Corona kennen gelernt. 

Sonntag, 2. Oktober 2022

 

Wieder sind wir bei schönstem Wetter erwacht. Nach den üblichen «Morgenritualen» sind wir zuerst bis nach Arcosanti gefahren. Ein Retortendorf das durch den Architekten Soleri im Jahr 1970 erschaffen bzw. angefangen wurde. Geträumt hat er von einer Einwohnerzahl von rund 5000 Personen – heute leben dort knapp 100 Leute. Da man nur mit einer geführten Tour den Ort besichtigen kann, sind wir nach einem kurzen Spaziergang am Rande wieder weitergefahren. Unser nächstes Ziel war die Anthem Outlet Mall am Nordrand von Phoenix. Ausser ein paar Sketchers Schuhe habe ich dort aber nichts gefunden, was mir wirklich gepasst hat und so ging es weiter nach Wickenburg, wo wir heute übernachten wollen. Im Horspitality RV Resort fanden wir das Gesuchte. Geschockt hat uns aber die Fahne, welche am Eingang des Campgrounds aufgehängt war – «Trump 2024 take America back»… ich kann fast nicht glauben, dass es heute noch Leute gibt, die nicht begriffen haben, dass dieser nur für sich selbst schaut…

Montag, 3. Oktober 2022 

 

Heute habe ich als Erstes die Rückreise von Las Vegas nach San Luis Obispo geplant. Dann das Mietauto reserviert und die Hotels für die Etappenorte auf der Reise nach San Francisco gebucht. Danch sind wir zum Desert Caballero Museum in Wickenburg gefahren. Dort konnten wir eine interessante Ausstellung über das alte Wickenburg besichtigen, dann war dort auch eine Ausstellung des Fotografen Barry M. Goldwater. Dieser war 1964 Präsidentschaftskandidat der Republikaner und ist Lindon B. Johnson unterlegen.

Nach dem Museumsbesuch mussten wir noch einen Einkauf im Safeway machen. Nun gilt es gut zu überlegen, was noch eingekauft werden darf, so dass nicht überschüssige Ware am Schluss weggeworfen werden muss. Dann ging es über Parker nach Lake Havasu City. Als wir auf die Stadt zu fuhren, hat sich der Himmel verfinstert und ein kurzer heftiger Regenguss hat einigen Orten die Strassen zu Bächen verwandelt. So schnell der Regen gekommen war, so schnell ist er auch wieder abgezogen. Nach dem Bezug des Campingplatzes konnten wir noch – im Sonnenschein – einen Spaziergang an den See machen. 

Dienstag, 4. Oktober 2022

 

Von Lake Havasu City sind wir heute zuerst nach Kingman gefahren. Kingman ist eine alte Route 66 Stadt mit zwei grossen Museen. Eines zeigt verschiedene Exponate zu der Route 66, das andere Museum zeigt die Geschichte von Kingman und Umgebung. Von hier ging es dann weiter bis zum Hover Dam. Dieser staut den Lake Mead, den grössten Stausee in Amerika. Bei einer Video-Einführung und dann einer Besichtigung der Turbinen in der Staumauer erfuhren wir vieles über den Bau der Mauer und über die Bewirtschaftung des Wassers in diesem trockenen Teil der USA. Nach einem Blick von der Brücke über den Colorado River zwischen Nevada und Arizona fuhren wir dann zum Schluss nach Las Vegas, wo wir unseren reservierten Platz auf dem RV Park des Circus Circus Hotel und Casinos beziehen konnten.

Mittwoch, 5. Oktober 2022

 

Nach dem Wäsche waschen und dem Brötli backen sind wir heute mit dem Bus zum «Welcome to Fabulous Las Vegas» Zeichen hinausgefahren. Von dort aus ging es dann zu Fuss zurück über das Mandalay Bay, dann das Luxor und dann viele weitere Casinos und Läden bis zum Caesars Palace, wo wir uns bei einem feinen Nachtessen für den restlichen Weg zurück gestärkt haben. Beim Bellagio genossen wir das grossartige Wasserspiel und später konnten wir beim Treasure Island eine Feuershow bewundern. Mit vielen neuen Eindrücken sind wir dann nach fast 16 Kilometern wieder beim Chalet im Circus Circus RV Park angekommen

Donnerstag, 6. Oktober 2022

 

Heute geht es mit dem Bus zur Las Vegas South Premium Outlets Mall. Dort fand ich ein Paar Sketchers Schuhe und bei Lewis ein paar passende Jeans. Dann sind wir zurück zum Campground gefahren, um unsere Einkäufe zu versorgen. Weiter ging es zur Fremont Street Experience. Eine Spiel- und Vergnügungsmeile im Herzen der Stadt Las Vegas. Dort treten Strassenmusikanten auf, unter anderen ein Michael Jackson Verschnitt. Dort findet man aber auch die «Models» mit denen man für einen «Tipp» (ein Trinkgeld) Fotos machen könnte… Fremont Street Experience bietet auch eine Menge Casinos mit den verschiedensten Möglichkeiten des Geldspiels. Nach unserer Besichtigungstour sind wir dann mit dem Bus wieder zurück zum Circus Circus gefahren.

Freitag, 7. Oktober 2022

 

Für heute haben wir einen Flug über Las Vergas gebucht – und zwar im 4-D Kino «Fly Over»… So sind wir nach dem Morgenessen als erstes mit dem Bus zum MGM Grand hinaus gefahren und checkten dann beim Kino ein. Der Film hiess «The Real Wild West» und führte uns in acht Minuten über verschiedene Stationen im Westen der USA. Darunter waren – neben vielen anderen Landschaften – auch der Ship Rock, der Grand Canyon oder Yellowstone…

Nach diesem virtuellen Flug über diese tollen Landschaften sind wir die «andere Seite» des Las Vegas Boulevards erkunden gegangen. Im Hard Rock Café haben wir einen feinen Lunch genossen und später gingen wir noch einmal das Wasserspiel des Bellagio geniessen. Dann ging es wieder zu Fuss zurück zum Campground des Circus Circus, wo wir, nach wiederum über 12 km, noch etwas den Abend geniessen konnten.  

Samstag, 8. Oktober 2022

 

Heute ist unser letzter Tag in Las Vegas. Stephanie fliegt heute nach Hause und ich werde nach Barstow in Kalifornien fahren, um den Camper «nach Hause» zu bringen. So sind wir nach dem Morgenessen noch einmal einen Spaziergang am «Strip» machen gegangen und haben dabei das Hotel Hilton World Resort und dessen Casino besucht. Dann mussten wir den Camper auf den Overflow-Parkplatz fahren. Gegen ein Uhr sind wir dann mit Uber zum Flughafen gefahren, wo ich mich nach dem Check-in von Stephanie verabschiedet habe. Dann ging es mit Uber retour zum Circus-Circus. Weiter ging es dann wieder mit dem Camper hinaus aus dem recht verkehrsreichen Las Vegas. Sobald ich dann etwas aus der Stadt heraus war, hat sich der Verkehr gelockert und ich konnte in zügigem Tempo die fast 250 Kilometer nach Barstow fahren. Hier habe ich im Calico KOA einen Platz reserviert. Vor ein paar Minuten habe ich hier einen tollen Sonnenuntergang genossen und jetzt werde ich noch ein wenig den Abend geniessen…

Sonntag, 9. Oktober 2022

 

Heute morgen bin ich recht früh erwacht. Scheinbar habe ich die Rückreise noch nicht detailliert genug geplant. Jedenfalls machte ich mir einige Gedanken über das was und wie und wo der letzten Tage meiner diesjährigen Reise. Bei wiederum strahlend schönem Wetter bin ich dann zuerst nach Barstow gefahren und habe im Walmart noch das Notwendigste eingekauft. Dann ging es weiter bis Mojave, wo ich das Air- und Space Center – leider nur von aussen – anschauen ging. Dort stehen auch einige Flugzeuge a.D. 

Zum Schluss bin ich bis nach Bakersfield durchgefahren, wo ich im River Run RV Park meinen Platz reserviert hatte, zum Glück, denn das Office ist am Sonntag geschlossen…

Am Nachmittag habe ich dann noch einen Kern River Walk gemacht. Nur dass der Kern River vollständig ausgetrocknet war…

Montag, 10. Oktober 2022

 

Heute fahre ich meine letzte grosse Etappe. Rund 240 Kilometer nach Avila Beach. Dort habe ich im KOA einen Platz für zwei Nächte reserviert. So bin ich durch wüstenähnliche Gegenden gefahren. Kurz nach Mittag bin ich in Avila angekommen und habe dort noch den Strand besucht. Leider war wieder einmal der Nebel vom Pazifik hier und so war es mit weniger als 20 Grad recht kalt – nach den Temperaturen über 30 Grad bis gestern. Am Strand habe ich eine paar Pelikanen zuschauen können. Interessante Tiere. Dann ging es zum KOA, wo ich meinen Platz beziehen konnte. Wäsche waschen und trocknen und zuletzt noch einen Besuch bei der Avila Valley Barn mit ihrem reichen Angebot an verschiedenen Gemüsen und im Herbst vor allem mit einer breiten Palette von Kürbissen. Morgen werde ich noch einmal eine Wäsche machen und dann Packen…

Dienstag, 11. Oktober 2022

 

Heute ist Pack-, Wasch- und Putztag. Da das Wetter heute Morgen grau und kühl war, scheint mir das die richtige Beschäftigung zu sein. Nach Mittag hat dann die Sonne wieder durchgedrückt und so bin ich noch meinen Spaziergang machen gegangen. Dann wurde das Bett neu bezogen, die Koffer gepackt und zuletzt noch der Staubsauger eingesetzt. Nur bin ich bereit für morgen das Chalet zu deponieren.

Mittwoch, 12. Oktober 2022

 

Nachdem ich gestern alles vorbereitet habe, muss ich heute nur noch den Wassertank leeren, dann kann ich zur Avis Autovermietung am Flughafen fahren, um mein Mietauto zu beziehen. Nach dem Umladen des ganzen Gepäcks geht’s dann an die Castillo Road, um den Camper zu deponieren. Heute habe ich zum ersten Mal die Gladys Porter kennen gelernt. Eine sympathische Dame, die mich einwies, wo ich zu parken hatte. Dann fuhr ich mit Uber – diese Mal mit einem sehr schweigsamen Chauffeur – zurück zum Flughafen und habe dort das Auto übernommen. Mit diesem ging es heute nur bis Morro Bay. So hatte ich genügend Zeit um dem Meer entlang zu spazieren und dann im Dutchman’s feine Fish and Chips zu geniessen. Dann bin ich noch bis hinaus zum Morro Rock spaziert und habe unterwegs viele Tiere beobachten können. Die Ground Squirells dort sind so zutraulich, dass sie mir um die Beine herumliefen, um Futter zu betteln – dabei soll man die Tiere gar nicht füttern…

Später ging es dann zum Motel 6, wo ich mein Zimmer reserviert habe. 

Donnerstag, 13. Oktober 2022

 

Da es bei den meisten amerikanischen Motels kein Frühstück gibt, bin ich heute Morgen zu Carla’s Country Kitchen gefahren, um dort ein spezielles Frühstück zu erhalten. Die Ranch Breakfast Plate mit Ei, Speck und zwei Pancakes hat mir am besten gefallen und hat auch sehr gut geschmeckt. Sogar der Kaffee war so gut, dass ich mir zwei Mal nachschenken liess.

Dann bin ich losgefahren, um über den Highway 1 nach Monterey zu gelangen. Unterwegs habe ich ein paar Mal angehalten. Beim ersten Halt haben mich andere Touristen aus Brasilien auf Delphine aufmerksam gemacht, welche wir dann eine Weile beobachten konnten. Leider waren die etwas weit draussen, so dass es davon keine Fotos gab. Dann bei den Sea Elephant’s nach San Simeon. Dort habe ich auf der Südseite zuerst einen Einzelnen gesehen, bei dem ich mich gefragt habe, ob der wohl noch lebe… Dann war eine Gruppe von jungen Seeelefanten etwas weiter entfernt. Als ich dann wieder beim Einzelnen vorbei ging, hat sich dieser glücklicherweise bewegt, also lebte er…

Dann ging ich auf der Nordseite schauen, wo wieder eine grössere Gruppe von Jungtieren am Strand lag. Dort war auch etwas «Action», wo sich ab und zu zwei junge Bullen balgten. Ganz im Norden des Geländes waren dann noch mehrere Seeelefanten beim Schwimmen zu beobachten.

Bereits kurz nach 2 p.m. war ich dann in Monterey und konnte einchecken. Am Nachmittag bin ich dann an den Old Fisherman’s Wharf spaziert und habe dort die Robben beobachten können. Nach dem Spaziergang entlang der Cannery Row und einem feinen Mushroom Swiss Burger im Rosine’s Restaurant ging es dann wieder zurück zum Motel.

Freitag, 14. Oktober 2022

 

Auch heute Morgen musste ich mir ein Restaurant für’s Frühstück suchen. Dabei bin ich auf Kathi’s Place gestossen. Dort habe ich mir ein traditionelles Frühstück mit Eiern und Speck, Bratkartoffeln, Toast mit Butter und Konfitüre und wiederum einem recht guten Kaffee bestellt. Dann fuhr ich zur Carmel Mission. Dort war noch geschlosse und so bin ich zum Strand hinuntergefahren. Dort habe ich einen ersten kleinen Spaziergang gemacht und dabei zugesehen, wie eine Hochzeit am Strand vorbereitet wurde. Der Ort wäre eigentlich ideal, aber bei diesem Wetter, Hochnebel und daraus ein leichter Nieselregen???

Nach zehn Uhr bin ich dann noch einemal zur Carmel Mission gefahren und konnte diese nun besichtigen. Es ist, nach San Diego, die zweite durch den Franziskaner Mönch Junipero Serra errichtete Mission in Kalifornien. 

Scheinbar wurde dieser später auch hier begraben…

Nach dem Besuch und eine paar freundlichen Worten mit der Gift-Shop Dame ging es dann weiter in Richtung Santa Cruz. Auch dort ist Hochnebel und eher kalt. Da ich erst um etwa drei Uhr nachmittags im Hotel einchecken konnte, bin ich das Auto zum Hotel bringen gegangen und dann an den Santa Cruz Boardwalk spaziert. Dann auf den Pier hinaus, wo ich wieder den Seelöwen begegnet bin. Nach einem feinen späten Mittagessen ging ich dann wieder zurück zu Hotel und habe mein Zimmer bezogen. Jetzt noch ein wenig Administration und dann noch etwas den Rest des Tages geniessen.

Samstag, 15. Oktober 2022

 

Letzte Nacht habe ich fast 10 Stunden geschlafen. Und nun bin ich bereit für neue «Taten». Gefrühstückt habe ich im Hotelzimmer, ich hatte noch selbst gebackene Brötchen und Rohschinken und Salami. Und die «Kaffeemaschine» im Zimmer hat einen recht guten Kaffee ergeben. So bin ich frisch gestärkt zuerst zur Mission Santa Cruz gefahren. Dort habe ich als Erstes die Kapelle besuchen wollen. Wegen einer Beerdigung war dies dann aber nicht möglich. So bin ich zum Gift Shop gegangen und habe die Dame gefragt, ob hier noch etwas original vorhanden sei… darauf hat sie mir gesagt, dass nur ein Gebäude, am Ende der School Street noch bestehe. Dort sei auch der Santa Cruz Mission State Historic Park. So bin ich auch dieses Gebäude noch besuchen gegangen. Die dort gezeigten Räume und deren Inhalt, haben mir sehr gut gefallen. Sie zeigen das Leben der Leute in der Zeit als die Mission noch bestand.

Nach diesem Besuch stand noch das US Post Office auf dem Programm. Ich brauche eine Schachtel, um alle meine gesammelten Karten und Informationen über die besuchten Nationalparks nach Hause zu schicken. Im Koffer ist das viel zu schwer…

Dann ging es weiter über den Highway 1 nach San Francisco. Beim Halt bei Pigeon Point Lighthouse habe ich viele braune Pelikane gesehen Im Meer sind sehr viele Seelöwen im Meer geschwommen. 

Das mir von einem Einheimischen empfohlene Pumpkin Festival in Honeymoon Bay habe ich dann ausgelassen, es hatte mir zu viele Leute dort. 

So bin ich nach drei Uhr nachmittags im Motel 6 in San Francisco eingetroffen und konnte dort einchecken. Nachdem mein ganzes Gepäck im Zimmer verstaut war, habe ich mein Mietauto zum Flughafen gebracht und bin von dort dann mit dem Zug – dem BART – zurück nach Downtown gefahren. Nach einem feinen Curry im San Francisco Osha Thai BBQ Restaurant zum z’Nacht gab es dann bald Feierabend.

Sonntag, 16. Oktober 2022

 

Als Erstes habe ich heute Morgen ein Frühstückslokal gesucht. Nicht weit vom Hotel entfernt ist Mel’s Kitchen, wo ich dann auch ein feines Morgenessen mit Speck und Ei, mit Hash browns – das ist Rösti – und Toast, Butter und Konfi genoss. Auch heute ist der Kaffee wiederum recht gut gewesen. Dann ging ich in die Stadt hinunter, um zuerst den Farmers Market zu besuchen. Unterwegs habe ich viele Homeless People getroffen. Auch am Farmers Market ist mir aufgefallen, dass viele Leute mit einer Art Bons bezahlt haben, welche sie hier scheinbar beziehen können – scheint eine Art Sozialhilfe zu sein…

Wiederum habe ich verschiedene Gemüse gesehen, die ich nicht kannte. Unter vielen anderen eine riesige «Bitter Melon» - das scheint eine Art Kürbis zu sein, die in der asiatischen Küche verwendet wird.

Dann habe ich mir Klebebänder gekauft um ein paar Sachen als Paket nach Hause zu schicken. So hoffe ich, dass ich in den Gewichtslimiten für den Flug bleiben werde.

Kurz nach Mittag bin ich dann wieder einmal zum Embarcadero und dem Port of San Francisco gefahren und habe dort die Marktstände bewundert. In den letzten beiden Malen im 2018 und 2019 konnte am Stand mit den Olivenölen probiert werden. Dies ist heute leider nicht mehr der Fall.

Von hier ging es dann mit dem Street Car zum Pier 39 und von dort aus zu Fuss zum Fisherman’s Wharf. Dort habe ich sogar die Shot Becher «California» gefunden. Dann bin ich mit dem Cable Car zurück zur Powel Station gefahren. Dabei habe ich die Laura, eine nette junge Dame aus Vorarlberg kennen gelernt. Von hier ging es zu John’s Grill, wo ich ein feines Filet Medaillon mit Kartoffelstock und Gemüse zum z’Nacht bestellte. 

Glücklicherweise hat die Sonne nach dem Nachtessen noch ein wenig geschienen und so bin ich über Market Street und die City Hall zurück zum Hotel spaziert. 

Montag, 17. Oktober 2022

 

Heute Morgen habe ich wieder bei Mel’s Kitchen gefrühstückt.

Dann bin ich in die Stadt hinunter spaziert, um zwei Pakete mit allen Papieren, die ich gesammelt habe, nach Hause zu schicken. Ich befürchte, dass ich sonst Übergewicht beim Flug haben würde… Beim Suchen der nächsten US-Post Stelle habe ich im Tenderloin Quartier einen «General-Delivery» Schalter gefunden. Da ich aber annahm, dass hier keine Pakete aufgegeben werden können, habe ich einen Officer der San Francisco Police gefragt, wo das nächste Post Office sei. Dieser hat mich dann in seinem Streifenwagen mitgenommen mich zur Post gefahren. Dabei hat er mir gesagt, dass dort wo ich gewesen bin, eine unsichere Gegend sei für Touristen. Als ich ihm erzählte, in welchem Hotel ich logiere, hat er die Augen verdreht und gesagt, dass das nicht unbedingt eine gute Wahl gewesen sei. Ich habe ihm versprochen, mit dem Bus oder mit Uber zum Hotel zurückzufahren, damit ich nicht wieder durch das ominöse Quartier gehen müsse.

Da heute die Sonne von einem leicht bewölkten Himmel scheint, bin ich aber dann die Market Street hinunter zum Embarcadero gegangen und so hat sich das erledigt.   

Zu Fuss ging es dann bis zum Pier 39, wo ich unterwegs zwei Kreuzfahrtschiffe sehen konnte und beim Pier 39 dann noch ein wenig den Seelöwen zugesehen habe.

Auf dem Nachhauseweg bin ich dann wieder beim Thai essen gegangen, diese Mal ein rotes Curry… auch dieses hat sehr gut geschmeckt.

Heute Abend werde ich noch das Check-in für Morgen machen. 

Mittwoch, 18. Oktober 2022 - Donnerstag, 19. Oktober 2022

 

Nach dem Frühstück – wiederum bei Mel’s Kitchen an der Van Ness – ging es zurück in Hotel. Dort habe ich fertig gepackt und dann noch ein wenig die Zeit vertrieben um nicht vor Mittag, der Check-out Time wegzugehen. Das Hotel bot leider keine Gepäckaufbewahrung an, so musste ich mit Uber, mit dem ganzen Bagage auf den Flughafen fahren. Dort hatte ich Glück, denn der Swiss Schalter war offen und so konnte ich mein Gepäck einchecken. Dann hiess es warten… Etwa um vier Uhr bin ich dann durch den Zoll in das Gate gegangen.

Um 19.25 hat das Boarding begonnen und ich konnte meinen Fensterplatz in der Reihe 33 beziehen. Als es hiess, das Boarding sei abgeschlossen und immer noch niemand auf den beiden Sitzen neben mir Platz genommen hatte, konnte ich mich breit machen – ich hatte die ganze Reihe für mich…

Der Flug ist pünktlich um acht Uhr gestartet und verlief ruhig bis über Irland während des Frühstücks Services ein paar Turbulenzen auftraten. Die sind aber schnell durchflogen gewesen und so ging es weiterhin ruhig bis zur Landung knapp vor vier Uhr in Zürich. Auch hier verlief alles glatt und so bin ich bereits etwa um halb fünf Uhr in der Ankunftshalle angekommen, wo mich meine Ex-Frau und Benjamin mit der Familie erwarteten. Mit dem Zug ging es dann nach Langenthal, wo ich von Walter, meinem Bruder abgeholt worden bin.

Hans Roth